USA-Tourismus im Sinkflug: Wo bleibt die Solidarität zur Roadshow?

Die Visit USA Roadshow am 22. August 2025 thematisiert Rückgänge im US-Tourismus, mögliche Gründe und Wege zur Wiederbelebung.
Die Visit USA Roadshow am 22. August 2025 thematisiert Rückgänge im US-Tourismus, mögliche Gründe und Wege zur Wiederbelebung. (Symbolbild/UH)

USA-Tourismus im Sinkflug: Wo bleibt die Solidarität zur Roadshow?

USA - In einem aufrüttelnden Appell an die Reisebranche unterstreicht abouttravel.ch die nicht zu unterschätzenden Herausforderungen, mit denen der US-Tourismus aktuell konfrontiert ist. Anlässlich der bevorstehenden Visit USA Roadshow, die am 22. August 2025 stattfinden wird, hat Heinz Zimmermann, Chairman des Visit USA Committee, zum Handeln aufgerufen. Er wendet sich mit der klaren Botschaft an die Branche: Die Einladung zur Roadshow soll als Anreiz zur Aus- und Weiterbildung im Tourismus verstanden werden und nicht als Hilferuf.

Die Situation ist jedoch alles andere als rosig. Die Nachfrage nach Reisen in die USA ist im zweiten Halbjahr 2025 signifikant gesunken, was sich auch in den Anmeldungen zur Roadshow widerspiegelt. Diese liegen 20 % unter dem Vorjahr, was die Veranstalter auf einen Verlust des Goodwills gegenüber der Trump-Administration zurückführen. Aktuell werden nur 160 bis 170 Teilnehmer erwartet, was hinter den Zahlen des Vorjahres zurückbleibt. Zusätzlich stellt die Überschneidung mit einem Event des SRV in Genf eine Herausforderung dar, die die Anmeldezahlen weiter drückt.

Der „Trump-Effekt“ und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Die Auswirkungen der politischen Rhetorik sind deutlich spürbar. Laut travelperfect.de verzeichnet das National Travel and Tourism Office einen Rückgang der internationalen Besucherzahlen um 11,6 % im März 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Rückgang betrifft vor allem Besucher aus Europa, wobei Deutschland einen erschreckenden Rückgang von fast 30 % und Dänemark und Island über 30 % verzeichnen müssen. Im ersten Quartal 2025 kamen nur 7,1 Millionen internationale Besucher in die USA – ein Rückgang von 260.000 im Vergleich zum Vorjahr.

Die Politik der Trump-Administration hat zunehmend negative Auswirkungen auf das Image der USA. Verschärfte Einreisebestimmungen und Berichte über aggressive Vorgehensweise der Einwanderungsbehörden führen zu einer wachsenden Verunsicherung unter potenziellen Reisenden, insbesondere bei der Trans-Community. Für die Tourismusbranche, die 2,5 % zum US-BIP beiträgt, könnte dieser Trend gravierende Konsequenzen haben und zu einem Defizit von etwa 9 Milliarden Dollar führen.

Konsequenzen für Fluggesellschaften und Hotels

Die Auswirkungen sind bereits in der Branche zu spüren. Laut n-tv.de hat die Airline United Airlines 21 Flugzeuge stillgelegt, während Hotels mit Buchungsrückgängen zwischen 20 und 50 % zu kämpfen haben. Auch der Buchungsrückgang zwischen Kanada und den USA ist alarmierend – im April brachen diese um 75 % ein.

Erfreulich sieht es hingegen für Reisende aus dem Mittleren Osten aus, diese konnten einen Zuwachs von 18 % im März 2025 verzeichnen. Zudem zeigt sich auch in den Ankünften aus Polen ein positiver Trend mit einem Anstieg von 23 %.

Die Unsicherheiten über die Nachfrage für 2026 sowie die politischen Rahmenbedingungen lassen die Branche mit gemischten Gefühlen in die Zukunft blicken. In der Branche stellt man sich viele Fragen und hofft auf eine Stabilisierung und eine Rückkehr zum Normalzustand. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen bleibt eine Sache klar: Die Reisebranche muss kreativ und flexibel bleiben, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.

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OrtUSA
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