Andreas Gerber, ein Name, der in der Schweizer Reisebranche immer wieder für Aufsehen sorgt. Aufgewachsen in den malerischen Bündner Bergen, entdeckte er früh seine Leidenschaft für die Luftfahrt. Bereits zu Schulzeiten hätte man ihn wahrscheinlich in einem kleinen Flugzeug in Gedanken fliegen sehen – und das sollte ihn nicht mehr loslassen. Seine berufliche Reise begann er als Lehrer in Obersaxen, wo er die ersten Schritte in die Arbeitswelt wagte. Doch der Himmel rief, und so fand er im Jahr 2011 seinen Weg zu Swiss, wo er acht Jahre lang in verschiedenen Rollen tätig war, unter anderem im Marketing.

Im Jahr 2019 wechselte er zur Lufthansa Group, wo er in den Sales-Bereich einstieg. Heute ist er seit rund vier Jahren der Head of Touristic Sales Switzerland. Als Bindeglied zwischen der Schweizer Reisebranche und den Airlines der Lufthansa Group hat er sich das Ziel gesetzt, das touristische Geschäft weiterzuentwickeln. Kundenstimmen trägt er direkt in den Konzern und sieht sich als kompetenten Partner für die Reisebranche. Dabei ist ihm wichtig zu betonen, dass die Lufthansa Group kein 24-Stunden-Problemcenter für Reklamationen ist – dafür gibt es das Service Center in Basel. Ein bisschen Humor, oder? Wenn man bedenkt, wie oft man in der Branche auf Reklamationen stößt.

Ein Leben voller Abenteuer

Gerber ist nicht nur ein Mann der Zahlen und der Flugpläne – seine Vorliebe für Abenteuerreisen über Komfortreisen zeigt, dass er das Leben in vollen Zügen genießen möchte. Die eindrucksvollsten Erlebnisse sammelte er auf seinen Reisen, wo er manchmal auch auf die Herausforderungen des Lebens treffen musste. Ein Bootsunglück im Amazonas, bei dem er ans Ufer schwimmen musste, bleibt unvergesslich. Oder die Notlandung in Nepal, die wohl jedem das Herz in die Hose rutschen lassen würde. Aber auch die Lebensmittelvergiftung im Masoala-Nationalpark in Madagaskar hat ihm die Augen geöffnet – man lernt eben niemals aus!

In einem seiner Podcasts spricht er über seine Eindrücke von Guinea-Bissau und erwähnt humorvoll seine „Bündner Steinbockhörner“. Das klingt nach einer spannenden Kombination aus Natur und Kultur! Und jetzt, kurz vor der Gründung seines Beratungsunternehmens Trailgazer Anfang 2024, diskutiert er sogar die Möglichkeit, seinen sicheren Job bei der Lufthansa Group aufzugeben, um sich ganz auf dieses neue Abenteuer zu konzentrieren. Mutig, oder?

Die Situation in der Reisebranche

Die Reisebranche, in der sich Gerber bewegt, ist ein pulsierendes Feld, das ständig im Wandel ist. Laut der Datensammlung „Zahlen und Fakten 2025“ des Deutschen Reiseverbands (DRV) gaben die Bundesbürger im Jahr 2025 eine Rekordsumme von 87,9 Milliarden Euro für Reisen und Urlaub aus. Die Umsätze der Reiseveranstalter stiegen auf 43,4 Milliarden Euro – das sind 4 Milliarden mehr als im Vorjahr! Ein deutlicher Beweis, dass die Reiselust der Deutschen ungebrochen ist.

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Interessant ist auch, dass 57,1 Millionen Reisende Urlaubsreisen von fünf Tagen oder länger unternahmen. Der Anteil der Reisenden stieg leicht auf 80,5 Prozent, auch wenn die durchschnittliche Reisedauer auf 12,4 Tage sank. Vielleicht ist es die Hektik des Alltags, die viele dazu bringt, kürzere, dafür aber intensivere Reisen zu planen. Apropos Reisen: 47 Prozent aller Urlaubsreisen ab fünf Tagen wurden mit dem Flugzeug unternommen. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig die Luftfahrt für die Branche ist – und wie relevant die Arbeit von Leuten wie Andreas Gerber ist.

Mit der Gründung von Trailgazer nimmt Gerber seine Leidenschaft mit in eine neue Richtung. Workshops, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Reise-Verband (SRV), und das positive Echo von zahlreichen Touristiker zeigen, dass er auf dem richtigen Weg ist. Die Zukunft der Reisebranche wird spannend, und Gerber wird sicherlich ein Teil dieser aufregenden Entwicklungen sein – egal, ob im Cockpit oder am Beratungstisch.