Ein schwerer Schlag für die Reisebranche: Die Port-Air AG in Ennetbürgen hat nach 49 Jahren ihren Geschäftsbetrieb eingestellt und ist insolvent. Am 7. Juni 2026 wurde die vorläufige Konkursanzeige im Amtsblatt veröffentlicht, und nur einen Monat später, am 6. Juli, informierte Geschäftsführer Daniel Roduner die Kunden per E-Mail über die dramatischen Entwicklungen. In einer Zeit, die ohnehin bereits von wirtschaftlichen Turbulenzen geprägt ist, haben die Folgen der Pandemie dem Unternehmen zu schaffen gemacht – und das nicht nur temporär. Mehrere Krisen, wie der Iran-Konflikt, beeinträchtigten den internationalen Luftverkehr massiv. Flugausfälle, Umleitungen und eine generell geringere Reisenachfrage haben die Branche in den letzten Jahren stark belastet.

Die Liquidität der Port-Air AG wurde zusätzlich durch den Konkurs von FTI und ausstehende Kundenzahlungen geschwächt. Trotz aller Bemühungen um Umstrukturierungen und Sanierungsmaßnahmen ließ sich die wirtschaftliche Situation nicht stabilisieren. Ein Gesuch um Kurzarbeit wurde abgelehnt. Am Tag der Bekanntgabe der Insolvenz war das Reisebüro telefonisch nicht mehr erreichbar – das Büro in Ennetbürgen wurde vom Konkursamt Nidwalden versiegelt. Ein beunruhigendes Bild für die Kunden, die nun um ihre bereits geleisteten Zahlungen fürchteten.

Die Sicherheit der Kundengelder

Aber es gibt einen Lichtblick! Die Kundengelder der Port-Air-Kunden sind über die Kundengeldabsicherung der Swiss Travel Security geschützt. Diese Absicherung ist die einzige ihrer Art in der Schweiz, die auch Einzelleistungen absichert. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte vor der Buchung eines Reisebüros unbedingt die Website Swiss Travel Security besuchen. Dort kann man überprüfen, ob das gewählte Reisebüro angeschlossen ist. Sollte das Reisebüro zum Zeitpunkt der Buchung auf dieser Liste stehen, sind die Gelder im Falle eines Konkurses abgesichert.

Für die Kunden von Port-Air bedeutet das konkret: Alle bestätigten Reisen werden wie geplant durchgeführt. An- und Restzahlungen sind weiterhin gemäß Buchungsbestätigung zu leisten und werden vom Konkursamt verwaltet. Eine einvernehmliche Lösung für die Betreuung offener Dossiers wurde mit den Behörden gefunden – das ist doch schon mal etwas, oder?

Eine wichtige Absicherung für Reisende

Reisen müssen oft im Voraus bezahlt werden, was die Kundengeldabsicherung umso bedeutender macht. Im Fall eines Konkurses vor der Reise ersetzt Swiss Travel Security die Reisekosten oder sorgt für eine sorglose Reise. Doch nicht alle Anbieter im Internet sind seriös, da heißt es: Augen auf! Das Logo der Swiss Travel Security ist ein wichtiges Indiz für die Vertrauenswürdigkeit. Vor der Buchung sollte man sicherstellen, dass das Reisebüro versichert ist, um die Sicherheit des eigenen Geldes zu gewährleisten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein weiterer wichtiger Aspekt in dieser schwierigen Zeit ist der gesetzliche Garantiefonds der Schweizer Reisebranche. Die Stiftung hat den Auftrag, die Einzahlungen und die Rückreise von Pauschalreisenden zu sichern. Gilt für schweizerische Reiseveranstalter und Reisevermittler, die mit dem Garantiefonds in einem Vertragsverhältnis stehen. Im Falle einer Insolvenz können Kunden auf die Erstattung ihrer Anzahlung und der Restzahlung vor der Reise hoffen. Sollten sie sich während ihrer Reise in Schwierigkeiten befinden, sorgt der Garantiefonds für den Rücktransport in die Heimat. Weitere Informationen zu den Leistungen sind im Infoblatt für Konsumenten zu finden.

Die aktuelle Situation zeigt, wie fragil die Reisebranche geworden ist. Kunden sollten sich gut informieren und ihre Reisebuchungen mit Bedacht tätigen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Branche schnell erholt und solche Schicksale künftig vermieden werden können.