Heute ist der 2.11.2026, und während die Blätter von den Bäumen fallen und der Winter langsam seine kalte Hand ausstreckt, gibt es in der Reisebranche einige, sagen wir mal, aufgewühlte Wellen. Ja, es steht ein landesweiter Streik in Frankreich an, und zwar am 5. November. Die Gewerkschaften CFDT, CGT, FO, Unsa und FSU sind alle mit von der Partie – ein echtes Bündnis der Stimmen, die sich gegen den Entwurf des Staatsbudgets 2027 wehren. Die Forderungen sind klar: höhere Löhne, ein besserer Mindestlohn und insgesamt bessere Renten. Aber das ist noch nicht alles.

Die französische Flugsicherung DGAC hat auch ihre Leute mobilisiert. Fluglotsen und Flughafenpersonal, die für Abfertigung, Sicherheitskontrolle und Wartung zuständig sind, wurden ebenfalls zum Streik aufgerufen. Das klingt nach einem potenziellen Chaos, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Fluglotsen bis zum 3. November mittags ihre Teilnahme ankündigen müssen. Wenn viele von ihnen streiken, könnte das die DGAC zwingen, vorsorgliche Flugstreichungen anzuordnen. Der letzte Streik hat gezeigt, dass bis zu 25 Prozent weniger Flüge in Marseille und 5 Prozent in Paris-Charles de Gaulle stattfinden konnten. Und wir reden hier nicht nur von französischen Flughäfen – auch Überflüge könnten betroffen sein! Wer plant schon, nach Spanien oder Großbritannien zu fliegen, wenn das Flugzeug einfach nicht abhebt?

Spanien zieht nach

Und als ob das noch nicht genug wäre, steht in Spanien am 11. November ein 24-stündiger Generalstreik auf dem Programm. Die Gewerkschaftsbünde UGT und CCOO haben die Notwendigkeit dieser Aktion erkannt, um gegen hohe Mieten und steigende Lebenshaltungskosten zu protestieren. Auch hier wird es nicht nur den Flugverkehr treffen; Bahn, Metro und Busse könnten ebenfalls zum Stillstand kommen. Wenn man also in Madrid, Barcelona oder Palma unterwegs ist, sollte man vielleicht etwas mehr Zeit einplanen – die Anreise zu den Flughäfen könnte zur Geduldsprobe werden!

Die spanische Regierung hat zwar Mindestdienste im Verkehrssektor festgelegt, aber wie genau sich das auf die Flüge auswirkt, bleibt abzuwarten. Aktuell gibt es noch keine konkreten Flugstreichungen, aber das kann sich schnell ändern. Reisende sollten ihre Buchungen im Auge behalten, denn Flugausfälle und Verspätungen sind nicht ausgeschlossen. In der Zwischenzeit bleibt der Reisenden nur, den Flugstatus über die Airline-App oder die Website zu überprüfen. Man weiß ja nie, was kommt!

Rechte der Reisenden

Wenn es doch zu einem streikbedingten Flugausfall kommt, haben Passagiere nach der EU-Fluggastrechteverordnung die Wahl zwischen einer Erstattung des Ticketpreises oder einer Ersatzbeförderung. Und sollte die Wartezeit lang werden, müssen die Airlines auch für Mahlzeiten, Getränke und gegebenenfalls Übernachtungen sorgen. Aber hier gibt es einen Haken: Bei Streiks von Fluglotsen oder Flughafenmitarbeitern, die ja nicht bei den Airlines angestellt sind, entfällt oft der Anspruch auf eine pauschale Ausgleichszahlung. Das ist ein bisschen frustrierend, wenn man bedenkt, dass man trotzdem im Flieger sitzen wollte.

Bei Pauschalreisen ist der Reiseveranstalter der erste Ansprechpartner, der helfen muss, wenn der Flug ausfällt. Vor dem Abflug sollten Reisende unbedingt darauf achten, dass ihre Kontaktdaten in der Buchung korrekt sind und den Flugstatus regelmäßig überprüfen. Ein bisschen Nervenkitzel gehört ja dazu, oder?

Ein Blick auf die Hintergründe

Streiks in der Flugsicherung sind in Europa kein neues Phänomen. Oft genug hat man schon von massiven Flugausfällen und Verspätungen gehört, vor allem in der Hauptreisezeit. Letztes Jahr waren über eine Million Passagiere betroffen! Fluglotsen haben einen entscheidenden Job – sie koordinieren die Flugbewegungen und sorgen für Sicherheit in der Luft. Wenn sie streiken, kann das ganze europäische Luftverkehrsnetz ins Wanken geraten. Flugzeuge müssen Umwege fliegen, was nicht nur die Flugzeiten verlängert, sondern auch den Treibstoffverbrauch in die Höhe treibt. Ein Dominoeffekt, der weitreichende Folgen haben kann.

Die Gründe für solche Streiks sind meist Spannungen über Arbeitsbedingungen. Oft ist das der letzte Ausweg, wenn die Verhandlungen gescheitert sind. Daher können wir nur hoffen, dass sich die Wogen glätten, bevor der Winter wirklich zuschlägt. Während wir warten, bleibt uns nur ein guter Rat: Geduld haben, die Nerven behalten und immer ein Auge auf den aktuellen Flugstatus haben. Das ist der Schlüssel zu einer entspannten Reise – auch wenn die Umstände manchmal alles andere als entspannt sind!