Matthias «Matt» Huwiler – der Name ist in der Schweizer Reisebranche nicht nur bekannt, sondern auch respektiert. Mit über 40 Jahren Erfahrung hat er sich einen Platz als eine der führenden Persönlichkeiten in diesem Bereich erarbeitet. Seine Reise begann in den 1980er-Jahren, nach einer Lehre als Betriebsdisponent bei der SBB, bei Albrecht Reisen in Frauenfeld. Was für ein Sprungbrett! Mit nur 19 Jahren wurde er Teilhaber der Filiale in Wil – das ist ganz schön früh, oder? Später folgten Stationen bei Fantasy Destinations in Orlando und als Managing Director bei CA Ferntouristik, die später von FTI übernommen wurde. Über ein Jahrzehnt war er dort tätig, bevor er zwischen 2004 und 2014 die Einheit Flex Travel bei TUI Suisse leitet. Er hat also wirklich einiges erlebt!

Im Angesicht der jüngsten Ereignisse ist es allerdings nicht ganz einfach. Huwiler hat FTI im Juni 2024 verlassen, und zwar kurz vor der Insolvenz des Unternehmens. Das ist ein bisschen wie der Moment, wenn du merkst, dass dein Lieblingsrestaurant schließt – man fragt sich, was schiefgelaufen ist. Er äußerte, dass er ein ungutes Gefühl bezüglich der Unternehmensentwicklung hatte, auch wenn er die Pleite nicht voraussehen konnte. Aber Kopf hoch! Nach seinem Ausstieg hat Huwiler gemeinsam mit Rainer Schenkel die Beratungsfirma Rahu GmbH gegründet. Ein Neuanfang, der aufregend und herausfordernd zugleich ist.

Neue Wege und alte Lektionen

Im Interview spricht Huwiler über seine letzte USA-Reise und reflektiert über zentrale Eigenschaften in der Chefrolle. Besonders interessant finde ich, dass er sagt, er hätte früher auf angemessene Kleidung achten sollen, um Respekt zu gewinnen. Ein kleiner, aber feiner Hinweis – manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Man kann sich zwar nicht immer nur über die Kleider definieren, aber in der Branche, in der er tätig ist, spielt der erste Eindruck eine große Rolle.

Mit 20 Jahren bei FTI und über elf Jahren bei TUI Suisse hat Huwiler ein großes Netzwerk und einen reichhaltigen Erfahrungshorizont. Doch die Herausforderungen im Schweizer Tourismus sind nicht zu unterschätzen. Das hohe Preisniveau belastet die Wettbewerbsfähigkeit der Branche – die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Dienstleistungen liegen etwa 12 % über dem Niveau umliegender Länder. Und das ist nicht nur ein kleines Problem; es ist ein echter Brocken. Kleine Betriebe haben oft nicht die Ressourcen, um mit den großen Ketten mitzuhalten. Digitalisierung wird zunehmend zur Lösung, um Abläufe zu automatisieren und effizienter zu arbeiten.

Die Zukunft im Blick

Die Schweiz bleibt ein gefragtes Reiseziel, aber wie lange noch, wenn die Preise so hoch bleiben? Immer mehr Unternehmen setzen auf innovative Finanzierungsquellen wie Crowdinvesting. Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group hat seit 2016 über 26 Millionen Euro eingesammelt. Das zeigt, dass es Alternativen gibt, auch wenn traditionelle Kredite aufgrund gestiegener Zinsen schwieriger zugänglich sind. Auch institutionelle Anleger, wie Private-Equity-Firmen, setzen verstärkt auf den Tourismussektor. Die Investitionen in nachhaltige Technologien und digitalisierte Gästekommunikation sind gefragt, denn immer mehr Gäste legen Wert auf Umweltfreundlichkeit.

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Matthias Huwiler hat mit der Gründung seiner Beratungsfirma einen spannenden Schritt gewagt. Seine Erfahrungen, sein Wissen und sein Netzwerk könnten für viele kleine und mittlere Unternehmen in der Branche von unschätzbarem Wert sein. Die Balance zwischen hohen Kosten und notwendigen Investitionen in Innovationen wird entscheidend sein, um im Schweizer Tourismus wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln – und ob der „alte Hase“ Huwiler nicht noch einige Überraschungen parat hat!