Sieh hin – Zivilcourage im Reisealltag: Gemeinsam für den Schutz unserer Kinder
Heute, am 1. Juli 2026, startet die bundesweite Aufklärungskampagne „Sieh hin – Zeige Zivilcourage!“, die von ECPAT Deutschland e.V. ins Leben gerufen wurde. Mit einem klaren Ziel vor Augen: Reisende sollen sensibilisiert werden, verdächtige Situationen, die auf sexualisierte Gewalt und Ausbeutung von Kindern hindeuten, zu erkennen und zu melden. In einer Zeit, in der die Reisewelt wieder aufblüht, ist es wichtiger denn je, dass wir alle gemeinsam hinschauen und uns aktiv für den Schutz unserer Kinder einsetzen. Diese Kampagne ist nicht nur ein Aufruf, sie ist eine Verpflichtung an uns alle!
Die Initiative wird an zentralen Verkehrsknotenpunkten – wie Bahnhöfen und Flughäfen – und auch online sichtbar sein. Gemeinsam mit Partnern aus Politik, Wirtschaft sowie Sicherheitsbehörden, darunter die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt, wird der Fokus darauf gelegt, dass Kinderschutz keine Ferien macht. Antje Monshausen von ECPAT Deutschland e.V. hebt hervor, dass jeder Reisende die Möglichkeit hat, durch Aufmerksamkeit und Zivilcourage zu helfen.
Ein starkes Netzwerk für den Kinderschutz
Die Unterstützung erstreckt sich über zahlreiche Akteure der Reisebranche. Der Deutsche Reiseverband (DRV), forum anders reisen und viele namhafte Reiseveranstalter wie die DERTOUR Group und TUI AG sind aktiv mit an Bord. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, das Reisen für Kinder sicherer zu gestalten. Dabei wird die Kampagne durch eine Plakataktion und ein Social-Media-Kit ergänzt, das es den Beteiligten ermöglicht, die Botschaft weit zu verbreiten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Meldeplattform www.nicht-wegsehen.net, die anonyme Hinweise auf sexualisierte Gewalt ermöglicht. Hier können Betroffene oder aufmerksame Reisende ihre Beobachtungen übermitteln. Diese Meldungen werden dann direkt an das Bundeskriminalamt oder an ECPAT weitergeleitet. So wird sichergestellt, dass jede Information ernstgenommen wird und zur Bekämpfung dieser globalen Problematik beiträgt.
Gemeinsam stark gegen sexualisierte Gewalt
Die Herausforderungen, die sexualisierte Gewalt gegen Kinder mit sich bringt, sind enorm, nicht nur im Ausland, sondern auch hierzulande. Das sind Dinge, die wir nicht ignorieren dürfen. Polizeidirektorin Sabrina Krenzler betont, dass Täter aus Deutschland, die im Ausland Straftaten begehen, auch hier strafrechtlich verfolgt werden können. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass wir alle gemeinsam wachsam sind – egal, wo wir uns befinden.
Das Thema ist komplex, und die Zusammenarbeit von ECPAT Deutschland e.V. mit Partnerorganisationen wie jugendschutz.net und N.I.N.A. e.V. zeigt, dass wir auf mehreren Ebenen ansetzen müssen. Sensibilisierung ist der Schlüssel. Kinder müssen sowohl auf Reisen als auch in ihrem Alltag vor sexualisierter Gewalt geschützt werden. Und hier kommen wir ins Spiel: Jeder von uns kann ein Teil der Lösung sein. Indem wir hinschauen und handeln, können wir einen Unterschied machen.
