Heute ist der 1.06.2026 und es gibt Neuigkeiten aus der Reisebranche, die die Gemüter erhitzen dürften. Der Schweizer Reise-Verband (SRV) hat sich kürzlich zu den Umbuchungs- und Stornierungsbedingungen bei Umsteigeflügen geäußert. Was sich da abspielt, ist für viele Reisende von großer Bedeutung, vor allem wenn sie an einem Drehkreuz im Nahen Osten umsteigen möchten. Bisher war es möglich, kostenlos umzubuchen oder zu stornieren, wenn das Aussendepartement (EDA) vor Reisen in bestimmte Länder abriet. Doch diese Regelung gehört nun der Vergangenheit an!
Der SRV hält kostenloses Umbuchen oder Stornieren bei Umsteigeflügen nicht mehr für angebracht. Das bedeutet konkret: Wenn du von Zürich via Dubai nach Australien oder Neuseeland fliegen möchtest, musst du dir jetzt gut überlegen, ob du das Risiko eingehen willst. Walter Kunz, Ombudsman der Schweizer Reisebranche, unterstützt die Entscheidung des SRV und weist darauf hin, dass beim reinen Umsteigen juristisch nicht in ein Land eingereist wird. Anders gesagt, man bleibt nur auf der Durchreise und hat keinen Anspruch mehr auf die kulanten Regelungen, die viele Anbieter bisher freiwillig angeboten haben.
Neue Regelungen und Empfehlungen
Die gute Nachricht? Der Luftraum im Nahen Osten ist wieder geöffnet und die Flughäfen werden regulär bedient. Laut SRV gibt es keine objektive Gefährdung mehr, weshalb sie empfehlen, bei reinen Umsteigeverbindungen über Drehkreuze im Nahen Osten keine kostenlosen Umbuchungen oder Annullierungen mehr anzubieten. Reisende, die an einem Drehkreuz in Nahost umsteigen, können also nicht mehr ohne Weiteres ihre Flüge stornieren. Das wird einige Reisende überraschen, die sich vielleicht auf die bisherigen Kulanzregelungen verlassen haben.
Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wer einen längeren Aufenthalt in Dubai oder Doha plant, kann weiterhin kostenlos annullieren oder umbuchen, abhängig von den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Das ist ein kleiner Lichtblick für alle, die spontan ihre Reisepläne ändern möchten.
Reiseanbieter und ihre Reaktionen
Travelnews hat bei verschiedenen Schweizer Reiseanbietern nachgefragt, ob sie die neuen Empfehlungen des SRV umsetzen werden. Tui Suisse hat die Empfehlungen bereits umgesetzt, während Dertour Suisse noch prüft, wie es weitergeht. Auch Knecht Reisen zieht nach und bietet keine kostenlosen Umbuchungen oder Annullierungen mehr für Umsteigeverbindungen im Nahen Osten an. Es bleibt abzuwarten, wie sich die anderen Anbieter positionieren werden.
Reto Ineichen, Dozent für Tourismusrecht, hat einen wertvollen Ratschlag für alle Reisenden: Achte bei der Buchung auf dein persönliches Empfinden. Das klingt vielleicht einfach, aber es könnte entscheidend sein, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Insgesamt zeigt sich, dass die Reisebranche in einem ständigen Wandel ist. Wir leben in unsicheren Zeiten, und das macht es für Reisende nicht unbedingt leichter. Die neuen Richtlinien könnten dazu führen, dass viele Menschen ihre Pläne überdenken, vielleicht sogar ihre Traumreise verschieben. Man kann nur hoffen, dass sich die Situation schnell stabilisiert und die Reisefreiheit zurückkehrt, die wir alle so sehr schätzen.