Herbstzauber in der Schweiz: Geheimtipps und Trends für unvergessliche Ferien
Herbstferien in der Schweiz – der goldene Oktober naht! Eine Umfrage im Auftrag von Schweiz Tourismus hat ergeben, dass 70 Prozent der Befragten aus der Schweiz planen, in dieser Zeit eine Reise mit mindestens einer Übernachtung zu unternehmen. Das klingt ja schon mal vielversprechend! Und das Beste: Rund ein Viertel dieser Reisenden zieht es vor, die Ferien im eigenen Land zu verbringen. Wer könnte auch schon dem Charme der Schweizer Landschaft und der herbstlichen Farbenpracht widerstehen?
Bei den Zielen, die für den Herbst besonders beliebt sind, führt das Tessin mit 12,9 Prozent die Liste an. Graubünden und das Wallis folgen dicht mit 5,7 und 5,3 Prozent. Und Zürich? Ja, die Stadt an der Limmat hat ebenfalls einen Platz auf dem Treppchen ergattert. Unter den Befragten wurden sogar 95 persönliche Geheimtipps für Herbstferien in der Schweiz genannt! Graubünden hat dabei die Nase vorn – 28,5 Prozent der Tipps stammen aus dieser Region. Allerdings möchten 28 Prozent der Befragten ihren Geheimtipp lieber für sich behalten. Verständlich, oder? Man möchte ja nicht, dass der eigene Lieblingsort überrannt wird.
Herbstliche Vorzüge und eine starke Kampagne
Die Bruttohotelzimmerauslastung in der Schweiz von September bis November 2025 lag bei 49,4 Prozent – das sind doch ganz ordentliche Zahlen. Im Sommer waren es allerdings 62,3 Prozent. Ein Grund für die Beliebtheit der Herbstferien ist sicherlich das milde Wetter. 52,5 Prozent der Befragten in der Schweiz sehen die angenehmen Temperaturen als größten Vorteil. Im Vergleich dazu sind es in den USA sogar 66,8 Prozent, die das so empfinden. Weniger Touristen und weniger Andrang – das klingt doch nach einem entspannten Urlaub! 40 Prozent der Schweizer Befragten befürworten diesen Vorteil.
Martin Nydegger, Direktor von Schweiz Tourismus, unterstreicht die Bedeutung der Herbstsaison und die Notwendigkeit, diese in wichtigen Quellmärkten zu fördern. Und das tut die Schweiz auch: Mit insgesamt 85 Partnern aus Destinationen und der Wirtschaft wird eine Herbstkampagne ins Leben gerufen, die so viele Beteiligte hat wie nie zuvor. Diese Kampagne richtet sich vor allem an Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, die USA und die Schweiz selbst. Social-Media-Beiträge, Herbstreisen für Medienschaffende und kreative Kooperationen mit Reiseveranstaltern stehen auf dem Plan. Ein kleiner Scherz am Rande: Ein Teil der Kampagne widmet sich humorvollen Dementis zur Behauptung, der Schweizer Herbst werde „verheimlicht“. Wer hätte das gedacht?
Reiseverhalten im Wandel
In der breiteren Perspektive zeigt sich, dass die Schweizerinnen und Schweizer sehr reisefreudig sind und dabei auch tief in die Taschen greifen. Im Jahr 2024 wurden etwa 15,4 Millionen Reisen mit Übernachtungen ins Ausland unternommen – wobei 65 Prozent der Übernachtungsreisen ins Ausland führten, vor allem nach Deutschland und Italien. Kurzreisen hingegen gewinnen an Bedeutung, 2024 machten sie 42 Prozent aller Übernachtungsreisen aus. Die Pandemie hat viele dazu gebracht, die Schönheiten der Schweiz neu zu entdecken. Das zeigt sich auch in der Anzahl der Logiernächte, die 2024 auf etwa 20,9 Millionen von Schweizer Gästen in der Heimat stiegen.
Man kann sagen, die Art und Weise, wie wir reisen, hat sich verändert. Die Digitalisierung hat das Buchungsverhalten beeinflusst – 36 Prozent der Buchungen erfolgen mittlerweile über Online Travel Agencies. Und trotz der geopolitischen Unsicherheiten bleibt die Reisetätigkeit hoch. Ein Trend, der sich abzeichnet: Immer mehr Menschen setzen auf Nachhaltigkeit und flexiblere Reisegestaltungen. Dabei wird weniger Wert auf lange Reisen gelegt, dafür umso mehr auf Erholung. Der sogenannte „Coolcation“-Trend, bei dem kühlere Destinationen bevorzugt werden, ist ebenfalls zu beobachten, vor allem aufgrund der Hitze in Südeuropa.
So könnte man sagen: Der Herbst in der Schweiz wird nicht nur als eine Zeit der Erholung, sondern auch als eine Gelegenheit zur Neuentdeckung unserer eigenen Heimat betrachtet. Und das ist doch einfach nur schön!
