Schweizer Tourismus im Auf und Ab: Wo Licht ist, ist auch Schatten
Es ist ein heißes Thema, das die Schweizer Tourismusbranche gerade beschäftigt. Wenn man sich die aktuellen Zahlen ansieht, könnte man fast ins Schwitzen geraten. Im August 2026 brachen die Logiernächte in der Schweiz um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Dabei ist die Nachfrage ausländischer Gäste um 2,6 Prozent gesunken, während die Übernachtungen von inländischen Gästen einen Rückgang von 1,4 Prozent verzeichneten. Irgendwie fühlt es sich an, als würden wir uns in einem ständigen Auf und Ab befinden. Die ersten Schätzungen waren zwar noch etwas düsterer, aber die aktuellen Zahlen scheinen ein klein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.
Schaut man genauer hin, gibt es aber auch positive Entwicklungen. Aus Italien beispielsweise stiegen die Logiernächte um 2,0 Prozent, und auch Gäste aus dem Vereinigten Königreich haben sich mit einem Plus von 1,1 Prozent etwas mehr für die Schweiz interessiert. Frankreich folgt mit einem kleinen Zuwachs von 0,4 Prozent. Aber die Kehrseite der Medaille zeigt, dass die Nachfrage aus den Niederlanden um 6,8 Prozent, aus Deutschland um 0,8 Prozent und aus den USA um 3,1 Prozent zurückging. Besonders dramatisch waren die Rückgänge bei Gästen aus Indien (-7,6 Prozent), den Golf-Staaten (-15,6 Prozent) und China (-10,7 Prozent). Ein ganz schöner Rückschlag, wenn man bedenkt, wie stark der Sektor sich nach der Pandemie erholt hatte. Im Juli 2026 gab es immerhin einen kleinen Hoffnungsschimmer mit einem Anstieg von 0,5 Prozent, was die erste positive Entwicklung nach vier Monaten war.
Ein Blick auf die Gesamtzahlen
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 wurden insgesamt 25,3 Millionen Logiernächte gezählt, was einem Rückgang von 0,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht. Bei all diesen Zahlen und Statistiken könnte man fast die Hoffnung verlieren, aber ein Blick auf die langfristige Entwicklung zeigt, dass der Schweizer Tourismus sich nach der Pandemie tatsächlich erholt hat. 2025 verzeichnete die Branche über 41,2 Millionen Logiernächte – ein neuer Rekord! Das entspricht einem Anstieg von 3 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2019, als die Branche ebenfalls florierte.
Die Herkunftsländer der Gäste im Jahr 2025 zeigen, dass fast 45 Prozent der Logiernächte von Schweizer Gästen stammen. Das stabilisiert den Inlandtourismus, der in diesen unsicheren Zeiten eine wichtige Stütze darstellt. Besonders auffällig ist die Zunahme von US-Gästen, die durch Luxusreisen und eine gute Erreichbarkeit angezogen werden. Zermatt, St. Moritz und Grindelwald sind nur einige der Top-Destinationen, die vom Tourismus profitieren. Diese Orte sind oft der wichtigste Wirtschaftszweig in den Bergregionen, wo über 60 Prozent der Arbeitsplätze direkt oder indirekt am Tourismus hängen.
Die Zukunft des Tourismus in der Schweiz
Was uns die kommenden Monate bringen werden, bleibt abzuwarten. Definitive Ergebnisse mit absoluten Logiernächtezahlen und detaillierten Angaben zur Herkunft der Gäste werden am 5. Oktober veröffentlicht. Doch schon jetzt ist klar, dass der Tourismus in der Schweiz eine fundamentale Rolle spielt – sowohl für die Wirtschaft als auch für die Menschen, die davon leben. Mit über 180.000 Personen, die im Tourismus beschäftigt sind, und einer direkten touristischen Wertschöpfung von rund 21 Milliarden CHF im Jahr 2025, ist klar, dass diese Branche nicht nur Zahlen produziert, sondern auch Leben und Leidenschaft. Wer weiß, vielleicht bringt der Herbst ja neue Chancen und eine Erholung der Logiernächte. Fest steht: Die Reise geht weiter!
