Heute, am 5. Oktober 2026, häufen sich die Herausforderungen für die Schweizer Hotellerie. Im August musste die Branche einen Rückgang der Übernachtungen um 2,1 Prozent auf insgesamt 4,88 Millionen hinnehmen. Ganz schön bitter, wenn man bedenkt, dass gerade die ausländischen Gäste immer eine wichtige Stütze waren. Die Übernachtungen mit internationalen Gästen sanken um 2,6 Prozent, am stärksten betroffen waren Gäste aus den Golfstaaten und China. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere der Iran-Krieg, haben den Reiseverkehr empfindlich gestört. Wir alle wissen, wie wichtig eine stabile Reisesituation für die Hotellerie ist.

Die Zahlen sind alarmierend: Übernachtungen aus Indien fielen um 23 Prozent, aus den Golfstaaten um 16 Prozent und auch die chinesischen Gäste blieben nicht verschont – mit einem Rückgang von knapp 7 Prozent. Doch es gibt auch Lichtblicke! Die Schweizer Gäste haben sich als wahre Stütze erwiesen. Bis Ende August stiegen ihre Übernachtungen um 0,9 Prozent auf 14,6 Millionen. Auch deutsche Urlauber haben die Schweiz nicht vergessen und buchten 2,76 Millionen Übernachtungen – ein Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt, dass wir auf unseren heimischen Markt nicht verzichten können!

Ein Blick auf die Entwicklung im Jahr 2026

Die Entwicklungen im Jahr 2026 haben nicht nur im August für Ernüchterung gesorgt. Bereits im April wurde ein Rückgang der Logiernächte im Vergleich zum Vorjahr festgestellt. Damals betrug der Rückgang sogar 0,6 Prozent, was laut dem Bundesamt für Statistik nicht gerade die beste Nachricht war. Besonders kritisch war die Lage für Gäste aus Asien, wo die Logiernächte um 29 Prozent sanken. Auch die Übernachtungen aus den Golfstaaten fielen regelrecht in den Keller – um 47 Prozent! Die Gründe sind klar: der Iran-Konflikt hat sich massiv auf die Reisepläne ausgewirkt.

Aber auch im europäischen Raum gibt es Licht und Schatten. Die Nachfrage aus den europäischen Ländern stieg leicht um 0,7 Prozent, wobei Deutschland mit einem Plus von 0,3 Prozent den Trend anführte. Frankreich konnte sich um 2,5 Prozent steigern, während Italien und das Vereinigte Königreich Rückgänge verzeichneten. So unterschiedlich können die Märkte sein! Gäste aus den USA haben sich ebenfalls nicht entmutigen lassen und buchten um 3,6 Prozent mehr Übernachtungen – ein kleiner Hoffnungsschimmer in der trüben Lage.

Die Herausforderungen und Prognosen für die Zukunft

Die Belastungen für die Schweizer Hotellerie sind jedoch nicht zu unterschätzen. Höhere Energie- und Kerosinkosten tragen erheblich zur Unsicherheit bei. Zudem sind die Flugverbindungen oft weniger planbar, was nicht nur den Fernreisenden, sondern auch den Hotelbetreibern zu schaffen macht. Für die Sommer- und Wintersaison 2026 wird ein Rückgang von zwei bis drei Prozent im Vergleich zu 2025 prognostiziert. Das klingt nicht allzu optimistisch, wenn man bedenkt, dass im Jahr 2025 noch 43,9 Millionen Übernachtungen verzeichnet wurden.

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Schweiz Tourismus zeigt sich zwar vorsichtig optimistisch für die Sommersaison, doch die Unsicherheiten bleiben hoch. Der Korridor zwischen Asien und Europa konnte teilweise Lücken schließen, aber die Buchungen bleiben verhalten. Kerosin ist nach wie vor ein Kostenrisiko, und die Flugpreise könnten die Fernmärkte weiterhin belasten. Im Winter 2026/27 wird mit einer Stagnation auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet, was die Branche vor große Herausforderungen stellt.

Die Schweizer Hotellerie steht also vor einem Wendepunkt. Die Unterstützung durch heimische Gäste ist wichtiger denn je, während gleichzeitig die Unsicherheiten auf den internationalen Märkten bestehen bleiben. Vielleicht ist es an der Zeit, die eigenen Stärken auszuspielen und neue Wege zu finden, um die Gäste aus Deutschland und anderen europäischen Ländern noch stärker zu gewinnen. Denn eines ist sicher: die Berglandschaft, die herzliche Gastfreundschaft und die unvergesslichen Erlebnisse – die sind ein Magnet für viele! Und darauf müssen wir setzen.