Heute ist der 28.09.2026, und seit dem 27. September gelten in Deutschland neue, strenge Vorgaben für die Werbung von Hotels und Restaurants. Wer jetzt noch mit allgemeinen Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen um sich wirft, könnte schnell ins Hintertreffen geraten. Die neue EU-Richtlinie, auch bekannt als EmpCo-Richtlinie, zielt darauf ab, Verbraucher vor irreführenden Aussagen und dem gefürchteten Greenwashing zu schützen. Das bedeutet für viele Betriebe eine Menge Arbeit – und das nicht nur auf dem Papier!

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) und das Tourismusnetzwerk Baden-Württemberg haben bereits hilfreiche Leitfäden veröffentlicht. Diese sollen den Betrieben unter die Arme greifen, damit sie ihre Werbung auf die neuen Anforderungen anpassen können. Allgemeine Begriffe wie „grün“, „nachhaltig“ oder „ökologisch“ stehen jetzt besonders im Fokus – und sollten mit konkreten Umweltleistungen untermauert werden. Wenn du beispielsweise mit „Strom aus erneuerbaren Energien“ werben möchtest, dann solltest du diese Aussage auch belegen können. Der Nachweis zählt!

Konkrete Schritte zur Umsetzung

Das Überprüfen von sämtlichen Werbematerialien ist Pflicht. Webseiten, Social Media, Buchungsstrecken, sogar Speisekarten müssen ganz genau unter die Lupe genommen werden. Wer Bilder, Farben und Symbole einsetzt, sollte sich bewusst sein, dass auch diese Umweltaussagen transportieren können. Wer sich hier nicht an die neuen Regeln hält, muss mit Abmahnungen rechnen – im schlimmsten Fall drohen empfindliche Bußgelder.

Ein spannendes Detail: Allgemeine Klimaversprechen, die nur durch das Pflanzen von Bäumen oder den Kauf von CO₂-Zertifikaten erreicht werden, sind jetzt verboten. Man kann also nicht einfach einen Baum pflanzen und dann behaupten, man sei klimaneutral. Stattdessen müssen Betriebe ihre eigenen Emissionsminderungen und externe Kompensationsmaßnahmen klar voneinander trennen. Das klingt nach einer Herausforderung, nicht wahr?

Die Folgen für die Branche

Rund 300 Millionen Produkte in Deutschland könnten von diesen neuen Vorschriften betroffen sein. Viele Unternehmen befürchten, dass sie Artikel aufgrund nicht konformer Verpackungen oder Etiketten entsorgen müssen. Da könnte man schon ins Grübeln kommen! Ein Bündnis aus Industrie- und Handelsverbänden hat für diesen Fall eine zwölfmonatige Abverkaufsfrist gefordert. Schließlich ist der Druck groß – das Thema Nachhaltigkeit steht ja in aller Munde.

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Die EmpCo-Richtlinie trat bereits im März 2024 in Kraft, sodass die Zeit für Vorbereitungen eigentlich schon längst abgelaufen ist. Ein bisschen wie beim letzten Aufruf im Club: Wer jetzt nicht aufpasst, bleibt draußen stehen. Klagen bei Verstößen werden von Umweltverbänden erwartet. In Deutschland gibt es allerdings keine zentrale Behörde, die die Einhaltung der Richtlinien überwacht. Das macht die Sache nicht einfacher.

Ein Ausblick in die Zukunft

Besonders interessant ist, dass die neuen Regelungen nicht nur die Werbung, sondern auch die Transparenz in der gesamten Branche fördern sollen. Nachhaltigkeitssiegel müssen jetzt transparente Kriterien erfüllen und regelmäßig überprüft werden. Eigenen Umweltzeichen ohne objektive Prüfung könnten im Zuge dieser Richtlinie den Bach runtergehen. Das heißt, das Vertrauen der Verbraucher in die Aussagen der Unternehmen könnte sich deutlich verbessern – wenn sie es richtig anpacken.

Insgesamt ist das ein ganz schöner Umbruch, der uns da bevorsteht. Die Branche muss sich anpassen, und die Zeit drängt. Ein kleiner Trost: Irreführende Umweltwerbung war schon vorher unzulässig, aber die neuen Vorgaben schärfen die Anforderungen und geben den Betrieben eine klare Richtung vor. So wird der Weg zur ehrlichen und transparenten Kommunikation geebnet. Ehrlich gesagt, es wird spannend zu sehen, wie sich die Hotels und Restaurants auf diese Herausforderungen einstellen. Das könnte eine echte Chance für alle sein, die es ernst meinen mit der Nachhaltigkeit!