Oberhof plant neues Waldresort Ostara: Ein Schritt in die touristische Zukunft
In Oberhof ist etwas in Bewegung gekommen. Der Stadtrat hat am Dienstagabend einstimmig für das neue „Waldresort Ostara“ gestimmt. Ein großes Vorhaben, das die Region auf jeden Fall auf die touristische Landkarte setzen könnte. Auf dem Gelände des ehemaligen Gästehauses des DDR-Ministerrats, unweit des Grenzadlers, soll ein neues Hotel entstehen, das sowohl Einheimische als auch Touristen anziehen wird.
Das geplante Resort wird aus einem sechsgeschossigen Hotel, einem Café mit einer faszinierenden kristallähnlichen Architektur und 14 Chalets bestehen. Ein wirklich aufregendes Konzept! Die Investitionskosten belaufen sich auf 50 bis 60 Millionen Euro. Hinter dem Projekt steht ein auf Holzbau spezialisiertes Unternehmen aus Jena, das bereits 2021 die ersten Pläne im Stadtrat vorstellte. Der Stadtratsbeschluss stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung Baurecht dar. Allerdings muss noch das zuständige Landratsamt die finale Genehmigung erteilen, bevor die Bauarbeiten beginnen können.
Ein langer Weg zum Baubeginn
Ursprünglich hatte das Unternehmen Machts einen ehrgeizigen Zeitplan für die Umsetzung des Projekts im Oberhofer Wald angestrebt. Man wollte bereits 2023 erste Gäste in einem Hotel und Ferienhäusern empfangen. Doch wie das oft so ist – die Realität sieht anders aus. Seitdem sind nur wenige Fortschritte zu verzeichnen. Bäume mussten gefällt werden, da sie stark vom Borkenkäfer befallen waren, und die Ruine des ehemaligen Gästehauses verfällt weiter. Man fragt sich, wie lange das noch so weitergehen soll. Die Anwohner und die Touristikbranche warten gespannt auf die Entwicklungen.
Der Baubeginn ist nun für das Jahr 2028 angestrebt. Vorher müssen die Ruinen des DDR-Gebäudes abgerissen werden – eine Aufgabe, die nicht nur Zeit, sondern auch Ressourcen kosten wird. Das alte Gästehaus, in dem einst Walter Ulbricht seine Gäste empfing, hat seine besten Tage hinter sich und droht, zum Schatten seiner selbst zu werden. Die Umgebung wird von der Geschichte geprägt, die Oberhof in den 60er Jahren zu einem bedeutenden Wintersportort machte.
Historische Wurzeln und moderne Pläne
Das Panorama Hotel, das 1969 eröffnet wurde, ist ein weiteres Beispiel für die touristische Entwicklung der Region. Es gilt als das höchstgelegene Hotel Thüringens und zieht bis heute zahlreiche Gäste an. Mit seiner beeindruckenden Architektur und dem historischen Hintergrund – Oberhof wurde einst als das „Sankt Moritz des Ostens“ bezeichnet – hat es sich einen festen Platz im Herzen der Besucher erobert. Das Hotel verfügt über 488 Zimmer, zwei Restaurants und ein Schwimmbad – ein Ort, der immer noch Geschichte schreibt.
Die Pläne für das „Waldresort Ostara“ sind also nicht nur ein neuer Abschnitt für Oberhof, sondern auch eine Möglichkeit, die touristische Infrastruktur der Region zu erweitern und die Vergangenheit mit der Zukunft zu verknüpfen. Es bleibt spannend, welche Schritte als Nächstes folgen werden und ob die Vision, die 2021 vorgestellt wurde, endlich in die Realität umgesetzt werden kann. Die Vorfreude auf ein neues Kapitel in der Geschichte von Oberhof ist groß, und die Hoffnung auf Fortschritt ist spürbar.
