Ryanairs Rückzug: Alarmstufe Rot für den deutschen Tourismus
Heute ist der 17.10.2026 und das Thema, das uns in der Tourismusbranche beschäftigt, ist alles andere als erfreulich. Die deutschen Flughäfen sind im Begriff, sich in ein neues Zeitalter der Einschränkungen zu bewegen. Es gibt nicht nur weniger internationale Flugverbindungen, sondern auch eine spürbare Abnahme an internationalen Gästen. Das macht vielen Hoteliers und Gastronomiebetrieben Sorgen. Besonders die Ankündigung von Ryanair, im Winterflugplan 2026/27 rund 700.000 Sitzplätze in Deutschland zu streichen, lässt die Alarmglocken läuten. Man könnte sagen, die Luft wird dünn – und zwar nicht nur metaphorisch.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Ein Rückgang von etwa zehn Prozent im Vergleich zum Winter 2025. Besonders betroffen sind die Metropolen Berlin und Hamburg. In Berlin schließt Ryanair seine Basis mit sieben Maschinen zum 24. Oktober und entzieht uns damit nicht nur die Flüge nach Bologna oder Gran Canaria, sondern auch die Anbindung an viele andere reizvolle Ziele. Das ist schon ein herber Schlag für den Tourismus in der Hauptstadt und die umliegenden Regionen.
Die Auswirkungen auf den Tourismus
Die fehlenden Verbindungen sind nicht nur ein kleines Ärgernis, sondern gefährden ernsthaft die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Tourismus. Wir erleben, wie sich die deutsche Tourismusbranche zunehmend in eine kritische Lage manövriert. Wenn Reisende nicht mehr so einfach nach Deutschland kommen können, bleibt das natürlich nicht ohne Folgen für unsere Hotels und Restaurants.
Ryanair selbst begründet diesen Rückzug mit den hohen Kosten, die in Deutschland anfallen. Luftverkehrsteuer, Flughafengebühren, Sicherheitskosten und die Kosten der Flugsicherung – das alles summiert sich und macht das Fliegen in Deutschland teurer. Das führt dazu, dass Ryanair seine Kapazitäten und Investitionen in wettbewerbsfähigere Märkte verlagert. Komischerweise sieht es an anderen deutschen Standorten etwas anders aus: In Memmingen und Köln wird das Angebot ausgebaut, was zeigt, dass es auch anders gehen kann.
Ein Blick auf die Zukunft
Die Bremer Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt äußerte sich ebenfalls zu den Schwierigkeiten, die Ryanair mit dem Flughafen Bremen hatte und wie das Unternehmen versucht hat, die Infrastruktur nahezu kostenlos zu nutzen. Das hat nicht nur für Unmut gesorgt, sondern auch für einen klaren Warnschuss an andere Flughäfen, die sich in ähnlichen Verhandlungen befinden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird und ob die deutsche Tourismusbranche diesen Rückschlag verkraften kann.
Wir müssen uns also auf eine Zeit einstellen, in der das Reisen nach Deutschland komplizierter und möglicherweise teurer wird. Ob das langfristig Auswirkungen auf die Anzahl der internationalen Gäste haben wird, steht in den Sternen. Aber eines ist sicher: Für die Hotellerie in Deutschland heißt es jetzt, kreativ zu werden und alternative Wege zu finden, um Gäste anzulocken.
