Heute ist der 16.10.2026. Wenn wir einen Blick auf die Hotellerie in der Schweiz werfen, wird schnell klar: Die Kettenhotellerie hat sich nicht nur fest etabliert, sondern gewinnt auch zunehmend an Bedeutung. Mittlerweile tragen mehr als jedes dritte Hotelzimmer in der Schweiz eine Marke. Zuletzt zählte man 536 Kettenhotels, die insgesamt 51.050 Zimmer anbieten – ein Zuwachs von etwa 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist schon ein ordentliches Stück, oder? Der Anteil der Kettenhotellerie am gesamten Zimmerangebot ist auf 35,6 Prozent gestiegen. Da fragt man sich, was das für die kleinen, individuell geführten Hotels bedeutet.

In der DACH-Region, also Deutschland, Österreich und der Schweiz, sieht die Lage noch interessanter aus. Hier gibt es insgesamt 4.287 Kettenhotels mit über 552.000 Zimmern. Deutschland führt mit 3.216 Kettenhotels und 440.231 Zimmern die Liste der Kettenmärkte an. Und der Anteil der Kettenzimmer ist von 43,1 Prozent auf 45,5 Prozent gestiegen. In einem Markt, der von Midscale-, Upper-Midscale- und Upscale-Hotels geprägt ist, bleibt die Nachfrage stabil, allerdings sind die Gäste sehr preissensibel. Das merkt man ja immer wieder – das Budget bestimmt oft die Wahl des Hotels.

Ein Blick auf die großen Player

Und wer sind die großen Akteure in der Schweiz? Accor hat mit 10.581 Zimmern die Nase vorn und bleibt die größte Hotelgruppe des Landes. Marriott International, die große amerikanische Kette, hat ihren Zimmerbestand um 21 Prozent gesteigert. Aber auch die Schweizer Hotelgruppen, wie Horwath HTL Michel Reybier Hospitality und Davos Klosters Bergbahnen, sind nicht zu unterschätzen. Letztere betreiben unter den Marken Mountain Hotels und Mountain Resorts mehr als 20 Unterkünfte verschiedener Kategorien – von rustikal bis luxuriös.

Die meisten Kettenzimmer finden sich in Genf und Zürich, wo die Zahlen bei 7.931 und 7.640 Zimmern liegen. Auch in der Pipeline für geplante Hotelprojekte führt Genf mit 1.346 neuen Zimmern. Das zeigt, dass die Expansion in die größeren Städte weiterhin Priorität hat. Doch die steigenden Baukosten machen den Hoteliers das Leben schwer. In der DACH-Region sank die Zahl der im Bau befindlichen Hotelzimmer von rund 30.000 auf 29.000, und die Baukosten sind im letzten Jahr um etwa 5 Prozent gestiegen. Das lässt einem schon zu denken geben – wo soll das alles hinführen?

Die Auswirkungen auf den Markt

Ehrlich gesagt, die Marktentwicklung ist spannend, aber auch herausfordernd. Die Insolvenzen im Gastgewerbe haben im ersten Quartal 2026 mit 30,3 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen die zweithöchste Quote aller Branchen erreicht. Das ist alarmierend. In Deutschland wird es zunehmend wichtig, bestehende Hotels umzuwandeln oder Markenwechsel vorzunehmen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

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Schaut man auf die Übernachtungszahlen, wurden in Deutschland 2025 insgesamt 497,5 Millionen Übernachtungen registriert – ein kleiner Anstieg von 0,3 Prozent. Besonders interessant ist, dass die Übernachtungen inländischer Gäste um 0,7 Prozent gestiegen sind, während die ausländischen Gäste nach der UEFA EURO 2024 einen Rückgang von 1,8 Prozent verzeichneten. Komischerweise scheinen die deutschen Urlauber die heimischen Betten mehr zu schätzen, während die ausländischen Gäste eine kleine Auszeit nehmen.

Ein europäischer Vergleich

<pWenn wir über die Vorlieben der Reisenden sprechen, so zeigt eine Umfrage, dass etwa 31 Prozent der Europäer:innen für ihre Urlaubsreise ein Kettenhotel wählen würden. Das sind schon viele, oder? Im Vergleich dazu bevorzugen knapp 25 Prozent die liebevoll geführten, individuellen Hotels. In der Welt der Hotellerie gibt es also ein ständiges Ringen zwischen Ketten und Individualhotels – eine spannende Entwicklung, die zeigt, dass es für jeden Geschmack etwas gibt.

Die internationalen Ketten sind in der Tat mächtige Akteure. Marriott International, gemessen an Umsatz und Zimmeranzahl, ist die größte Hotelgruppe der Welt und betreibt über 8.300 Hotels. Auch Wyndham Hotels & Resorts hat mit mehr als 9.000 Betrieben die Nase vorn – mehr Einrichtungen als Marriott. Wer hätte das gedacht?

Insgesamt bleibt die Kettenhotellerie ein dynamisches Feld, das weiterhin für Gesprächsstoff sorgt. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Märkte entwickeln und welche neuen Trends in den kommenden Jahren auf uns zukommen. Und eines ist sicher: Die Hotellerie wird sich nicht langweilen!