Fideriser Heuberge: Wintersaison voller Hoffnung und Herausforderungen
Die winterlichen Heuberge in Fideris stehen vor einer spannenden Saison. Die Besitzerfamilie Vetsch hat entschieden, das defizitäre Schneesportgebiet auch im kommenden Winter weiterzuführen. Klar, das Ganze hat seinen Preis, denn die Familie trägt das finanzielle Risiko für die nächste Wintersaison. Rund 70 Saisonangestellte dürfen sich freuen, ihre Arbeit erneut aufnehmen zu können. Ein Lichtblick für die Region! Doch während die Vorbereitungen für die Saison laufen, bleibt die Frage nach einer Nachfolgelösung im Raum. Schließlich gab es bereits im Januar die Ankündigung von Verwaltungsratspräsident Walter Vetsch, die Gesellschaft veräußern zu wollen. Die geänderten raumplanerischen Vorgaben machen das nicht gerade einfacher.
Geschäftsführer Henrik Vetsch hat erklärt, dass die Entscheidung für eine weitere Wintersaison gefallen ist, weil potenzielle Käufer noch Abklärungen treffen müssen. Für Interessenten ist es wichtig, kein stillgelegtes Schneesportgebiet zu übernehmen – das könnte Stammgäste kosten. Und wer möchte das schon? Die Familie Vetsch hat ein großes Interesse daran, die touristische Nutzung der Heuberge aufrechtzuerhalten. Immerhin lernen jährlich rund 1500 Kinder hier das Skifahren, was über 6000 Logiernächte generiert. Gespräche mit der Gemeinde Fideris laufen bereits, um einen nahtlosen Übergang zu einer neuen Besitzerschaft zu ermöglichen. Hoffentlich klappt das!
Wintererlebnisse in den Heubergen
Die Heuberge haben jedoch viel mehr zu bieten als nur Skifahren. Wer nach Abwechslung sucht, kann sich auf ein echtes Verwöhnprogramm freuen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem traditionellen Hüttenabend, bei dem ein herzhaftes Fondue auf dem Tisch steht? Oder einer Schlittenfahrt bei Vollmondlicht? Das klingt doch nach einer perfekten romantischen Auszeit! Und für die Abenteuerlustigen unter uns gibt es Schlittenhundeworkshops und die Möglichkeit, beim Nacht-Airboarden auf beleuchteten Pisten ordentlich Gas zu geben. In gemütlichen Tipis am Lagerfeuer kann man den Tag dann ausklingen lassen – einfach himmlisch!
Die Heuberge sind zudem ein hervorragender Ausgangspunkt für Skitouren, fernab vom Massentourismus. Hier gibt es sowohl einfache als auch anspruchsvollere Ski- und Snowboardtouren. Wer die Natur liebt, wird die fünf empfohlenen Wanderungen für die Sommer-Bucket-List im Wallis zu schätzen wissen. Und nach einem Tag in den Bergen? Da locken die Berghäuser mit kulinarischen Köstlichkeiten in den Bündner Gaststuben oder auf den Sonnenterrassen mit Blick auf die beeindruckende Rätikon-Kette.
Nachhaltige Entwicklung in den Alpen
Doch nicht nur die Heuberge stehen vor Herausforderungen. Die Alpen insgesamt erleben einen Wandel, mit weniger Schneefall und späterem Winterbeginn. Diese Veränderungen wurden auch auf der Alpenwoche in Brig thematisiert. Hier wird klar, dass alpine Gemeinden sich anpassen müssen, um den demographischen Wandel zu bewältigen. Das Projekt BeyondSnow beispielsweise widmet sich dem nachhaltigen Tourismus in den Alpen – ein wichtiger Schritt, um die sozio-ökologische Klima-Resilienz in diesen Regionen zu stärken.
So wird deutlich, dass die Fideriser Heuberge, trotz ihrer Herausforderungen, nicht nur ein Ort für Wintersport sind, sondern auch ein Beispiel für eine nachhaltige touristische Entwicklung. Während die Familie Vetsch die Geschicke des Schneesportgebiets lenkt, bleibt die Hoffnung, dass die Heuberge auch in Zukunft ein beliebtes Ziel für Gäste bleiben. Die Vorfreude auf die neue Wintersaison steigt und die Region kann sich auf viele wunderbare Erlebnisse freuen!
