Gastgewerbe unter Druck: Alarmierende Insolvenzzahlen und die Suche nach neuen Wegen zur Rettung
Es ist ein trüber Herbsttag im Gastgewerbe, und während die Blätter von den Bäumen fallen, scheinen auch die Zahlen in der Wirtschaft zu sinken. Die Allianz Trade hat in ihrem jüngsten Bericht alarmierende Prognosen für Unternehmensinsolvenzen weltweit veröffentlicht. Für 2026 wird ein Anstieg von 5 % auf globaler Ebene erwartet, was einen weiteren Rückschlag für viele Branchen bedeutet. Besonders stark betroffen sind laut den Experten die Transport- und Logistikbranche, das Baugewerbe und – oh Wunder – auch unser geliebtes Gastgewerbe. Das macht einem schon ein bisschen zu schaffen, oder? Man fragt sich, wie viele Betriebe wohl den nächsten Winter überstehen werden.
In Deutschland steigt die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen sogar um 8 % auf schockierende 25.900 Fälle im nächsten Jahr. Das wäre der höchste Stand seit 13 Jahren. Wenn man bedenkt, dass die Prognose noch vor einigen Monaten bei einem bescheidenen Anstieg von 2 % lag, ist das schon eine heftige Kehrtwende. Und es gibt da noch diesen anhaltenden Nahostkonflikt, der die wirtschaftliche Stabilität zusätzlich belastet. Es ist nicht gerade die beste Zeit, um ein Hotel oder Restaurant zu führen.
Die Zahlen sprechen Bände
Die Zahl der Insolvenzen liegt weiterhin unter dem Höchststand der Finanzkrise, aber sie übersteigt deutlich das Niveau vor der Corona-Pandemie. Zwischen 2021 und 2025 sind die Insolvenzen in Deutschland um 85 % gestiegen – eine erschreckende Zahl, die einem die Laune verderben kann. Und auch die Prognose für 2027 lässt wenig Hoffnung aufkeimen: 0 % Veränderung, aber immer noch auf hohem Niveau. Das bedeutet, dass die Herausforderungen für viele Unternehmen wohl noch lange nicht vorbei sind.
Ein Blick auf die Branche zeigt, dass gerade die neuen, frisch gegründeten Unternehmen besonders anfällig sind. In Europa überlebt weniger als die Hälfte der neuen Firmen länger als fünf Jahre. Das ist schon ein bisschen bitter. Die Frage ist: Wie kann man in dieser unsicheren Zeit bestehen? Die Verantwortlichen müssen kreativ werden, um sich von der Masse abzuheben. Der Druck ist enorm – das merkt man überall, besonders wenn man durch die Straßen läuft und die geschlossenen Läden sieht. Es fühlt sich an, als würde die Stadt selbst atmen und dabei nach den lebendigen Farben der Gastronomie und des Handels rufen.
Ein Blick auf die Arbeitsplätze
Ein weiterer beunruhigender Punkt: Zu den Insolvenzen kommen auch die potenziellen Arbeitsplatzverluste. Weltweit sind in den Jahren 2026 und 2027 rund 2,7 Millionen Arbeitsplätze durch Unternehmensinsolvenzen gefährdet. Das sind 180.000 mehr als im Vorjahr. In Deutschland könnten etwa 239.000 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. Das sind nicht nur Zahlen, das sind Leben. Familien, die sich Sorgen machen, wie sie über die Runden kommen sollen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Menschen das vergessen – hinter jeder Zahl steckt eine Geschichte.
In Anbetracht der makroökonomischen Bedingungen und der branchenspezifischen Herausforderungen wird die Lage nicht einfacher. Hohe Energiekosten, steigende Zinssätze und anhaltende geopolitische Spannungen machen es den Unternehmen nicht leicht. Und wenn man in den Dienstleistungssektor schaut, wo ein Großteil der Insolvenzen zu finden ist, wird klar, dass die Reise noch lange nicht zu Ende ist.
Die Zukunft im Gastgewerbe
Die Frage bleibt: Wie reagiert die Branche? Die Verantwortlichen müssen innovative Konzepte entwickeln und mutig neue Wege gehen, um sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen. Vielleicht ist es an der Zeit, die digitale Transformation ernsthaft voranzutreiben oder neue Zielgruppen anzusprechen. Immerhin haben wir in Deutschland eine florierende Gastronomiekultur, die es wert ist, erhalten zu bleiben. Der Austausch mit Kunden und die Schaffung eines einzigartigen Erlebnisses könnten der Schlüssel zur Rettung sein.
Es gibt noch Hoffnung, trotz der düsteren Prognosen. Aber es wird harte Arbeit erfordern. Die aktuellen Zahlen können einen schon ganz schön mitnehmen, doch die Frage, die sich jeder Hotelier und Gastronom stellen muss, ist: Wie kann ich es schaffen, dass mein Betrieb nicht nur überlebt, sondern auch gedeiht? Und genau das ist die Herausforderung, die es zu bewältigen gilt.
