Heute ist der 3.09.2026, und während wir uns in den goldenen Herbst hineinbewegen, gibt es im sachsen-anhaltischen Gastgewerbe ernüchternde Nachrichten. Das erste Halbjahr 2023 hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Die Erlöse sind, nach Preisbereinigung, um 4,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Ein erschreckender Trend, der nicht nur die Zahlen spricht, sondern auch die Gesichter der Menschen in der Branche spiegeln sollte.

Obwohl nominal ein Umsatzplus von 2,2 % vermeldet wird, sind es vor allem die steigenden Preise, die den realen Rückgang bedingen. Wenn man sich die Gastronomie anschaut, wird das Bild noch düsterer: Hier sanken die realen Umsätze um satte 5,8 %. Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben und Cafés mussten sogar ein Minus von 9,3 % hinnehmen. Die Beschäftigtenzahl in dieser Branche ist um 5,3 % gefallen. Jeder dieser Zahlen ist ein Hinweis auf die Herausforderungen, die unsere Wirte und Gastronomen gerade bewältigen.

Die Beherbergung bleibt nicht verschont

Im Beherbergungswesen, wo die Rückgänge etwas geringer ausfallen, sieht es auch nicht rosig aus. Preisbereinigt gab es hier einen Rückgang von 2,4 %. Hotels, Hotels garni, Gasthöfe und Pensionen meldeten ein Minus von 1,9 %. Und während die Campingplätze mit einem dramatischen Rückgang von 16,1 % zu kämpfen haben, bleibt der Sektor nicht unberührt. Die Branche ist eindeutig in der Defensive.

Die Ursachen liegen auf der Hand: hohe Energiepreise, steigende Lebensmittelkosten und eine zurückhaltende Verbraucherschaft setzen dem Gastgewerbe zu. Branchenvertreter warnen, dass dieser Trend nicht neu ist. Bereits im Vorjahr konnten wir ähnliche Entwicklungen beobachten, und die Unsicherheiten scheinen sich in der Luft zu halten.

Ein Blick in die Zukunft

Die Zahlen, die wir hier betrachten, basieren auf vorläufigen Ergebnissen der Monatsstatistik im Gastgewerbe. Das bedeutet, dass sie, je nach nachträglichen Meldungen, noch angepasst werden können. Ein wenig Hoffnung bleibt, dass sich die Situation stabilisieren könnte, aber die Realität sieht momentan anders aus. Die Bemühungen um eine Rückkehr zur Normalität sind spürbar, und die Frage bleibt, wie lange die Branche diesen Druck aushalten kann.

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Es braucht kreative Lösungen und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, um aus dieser Krise herauszukommen. Die Menschen in Sachsen-Anhalt haben immer wieder bewiesen, dass sie anpassungsfähig sind – vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, um neue Konzepte im Gastgewerbe zu erproben. Wir müssen die Hoffnung nicht aufgeben, dass es irgendwann wieder aufwärts geht.