Heute ist der 12.10.2026 und während wir uns in der bunten Welt des Gastgewerbes bewegen, gibt es da ein paar Zahlen, die einen nachdenklich stimmen. Im Juli 2026 wurden in Deutschland satte 2.373 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das ist ein Anstieg von 8,0 Prozent im Vergleich zum Juli 2025. Ein Blick auf den Zeitraum von Januar bis Juli zeigt sogar, dass insgesamt 15.185 Insolvenzen verzeichnet wurden – das macht ein Plus von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es ist wie ein unaufhörlicher Sturm, der durch die Branche zieht.

Die Gläubigerforderungen aus diesen Insolvenzen summierten sich zwischen Januar und Juli 2026 auf etwa 21,9 Milliarden Euro. Das klingt nach einer riesigen Summe, wenn man bedenkt, dass es im Jahr zuvor noch rund 31,8 Milliarden Euro waren. Was ist da los? Der Rückgang könnte darauf hindeuten, dass im Vorjahr einfach mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenzanträge gestellt haben. Im Gastgewerbe wurden im Juli 2026 70,0 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen registriert – kein schöner Anblick. Zum Vergleich: Im Baugewerbe waren es 62,9 und der Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei führt mit 85,5 Fällen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und der Druck auf die Branche wächst.

Ein Blick auf die Vergangenheit

<pWenn wir uns die Zahlen von 2025 anschauen, wird die Situation nicht viel besser. Da wurden in Deutschland insgesamt 24.064 Unternehmensinsolvenzen registriert, was einen Anstieg von 10,3 % im Vergleich zum Jahr zuvor darstellt. Das ist zwar nicht das erste Mal, dass die Insolvenzen steigen – auch in den Jahren 2024 und 2023 gab es bereits massive Zuwächse. Höhere Zahlen als 2025 gab es zuletzt 2014. Damals war die Situation ähnlich angespannt, und die Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 hat uns gezeigt, wie schnell es bergab gehen kann.

Die Forderungen der Gläubiger aus Unternehmensinsolvenzen beliefen sich 2025 auf etwa 47,9 Milliarden Euro – ein Rückgang im Vergleich zu 58,1 Milliarden Euro im Jahr 2024. Es tut schon weh, wenn man bedenkt, dass es weniger Großinsolvenzen gab, also solche mit Forderungssummen von 25 Millionen Euro und mehr. 49 Fälle weniger als im Jahr zuvor – das klingt fast wie ein schwacher Trost. Die Insolvenzhäufigkeit betrug 69 pro 10.000 Unternehmen im Jahr 2025, wobei das Gastgewerbe mit 108 Fällen eine der höchsten Quoten aufwies.

Verbraucherinsolvenzen im Aufwind

Und auch die Verbraucherinsolvenzen machen nicht Halt – im Jahr 2025 gab es 77.219 Fälle, was einem Anstieg von 8,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Dezember 2025 wurden 6.278 Verbraucherinsolvenzen erfasst, ein Anstieg von 12,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das zeigt deutlich, dass die finanzielle Belastung auch bei Privatpersonen steigt. Ein Teufelskreis, der uns alle betrifft.

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Insgesamt wurden 2025 in Deutschland rund 131.000 Insolvenzen registriert, davon etwa 119.000 eröffnete Verfahren. Es ist alarmierend, dass die meisten Unternehmensinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen registriert wurden. Aber auch die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen führen bei der Unternehmensdichte. Der Dienstleistungssektor, zu dem auch das Gastgewerbe gehört, macht fast 60 % der Insolvenzen aus. Eine besorgniserregende Entwicklung, die nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Beschäftigten trifft. Im Jahr 2025 verloren schätzungsweise 285.000 Menschen ihren Arbeitsplatz durch Unternehmensinsolvenzen. Das ist eine Zahl, die einem schon fast den Atem raubt.

Was bleibt zu sagen? Es gibt keinen einfachen Ausweg aus dieser Krise. Insolvenz bedeutet, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Das Insolvenzverfahren soll in der Theorie einen gerechten Ausgleich zwischen überschuldeten Schuldnern und ihren Gläubigern schaffen, aber die Realität sieht oft anders aus. Die Insolvenzordnung regelt alles durch die Gerichte, und das kostet Zeit – Zeit, die viele Betriebe nicht mehr haben. Es bleibt zu hoffen, dass wir als Gesellschaft einen Weg finden, diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern, denn die Zukunft des Gastgewerbes hängt davon ab.