Stille Stunde: Ein Schritt in die inklusive Zukunft für Neuwied
In Neuwied wird vom 19. bis 25. Oktober 2026 eine ganz besondere Aktionswoche stattfinden – die „Stille Stunde“. Ein Projekt, das sich vor allem um die Bedürfnisse von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen dreht. Rund 6 Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen, und oft ist ihr Alltag geprägt von Reizüberflutung durch grelles Licht und ständige Geräuschkulissen. Die Stadt Neuwied und die Deichstadtfreunde haben sich zusammengetan, um mit dieser Initiative Sichtbarkeit für diese Personen zu schaffen und auf ihre Herausforderungen hinzuweisen.
Die Aktionswoche hat das Ziel, eine ruhigere und entspannendere Atmosphäre zu schaffen. Am Reizarmer Samstag, den 24. Oktober, wird es von 9 bis 10 Uhr eine „Stille Stunde“ geben. In dieser Zeit dimmen die teilnehmenden Betriebe das Licht, senken die Musiklautstärke und verzichten auf Durchsagen. Ein ganz spezielles Angebot bietet das food hotel Neuwied mit einem Stille-Stunde-Frühstück. Kein Geschirrklappern, kein lautes Stimmengewirr – einfach mal durchatmen und genießen. Es wird auch eine reizreduzierte Erste-Hilfe-Auffrischung von LISOmed geben, und die ADTV Tanzschule Marc Daumas veranstaltet eine stille Disco, die sicher für einige Überraschungen sorgen wird!
Einblick in die Aktionswoche
Doch das ist noch lange nicht alles! Am 20. Oktober um 13.30 Uhr findet in der Neuwied Galerie eine zentrale Informationsveranstaltung statt. Bürgermeister Peter Jung wird die Teilnehmer begrüßen und es wird reichlich Gelegenheit zum Austausch über nicht sichtbare Beeinträchtigungen geben. An Info-Tischen können sich Interessierte umfassend informieren. Wer sich mit dem Gedanken trägt, in Zukunft die „Stille Stunde“ auch in seinem Betrieb zu integrieren, kann sich direkt an die City-Managerin Michaela Ullrich wenden. Die Stadtverwaltung Neuwied bietet hier Unterstützung und Informationen.
Die Aktionswoche ist ein wichtiger Schritt, um nicht sichtbare Behinderungen ins Licht zu rücken. Viele Menschen kämpfen mit Herausforderungen, die nicht sofort sichtbar sind – sei es aufgrund psychischer Erkrankungen, chronischer Leiden oder neurodivergenter Merkmale. In Wiesbaden gibt es ähnliche Initiativen, wo die „Stille Stunde“ ein fester Bestandteil des Einzelhandels geworden ist. Dort wird donnerstags von 15:00 bis 17:00 Uhr akustische Reizüberflutung reduziert. Diese Vorgänge zeigen, wie wichtig es ist, ein Bewusstsein für solche Themen zu schaffen.
Gemeinsam für mehr Inklusion
Die Idee hinter der „Stillen Stunde“ ist nicht nur eine einmalige Aktion. Es geht um die langfristige Etablierung einer Umgebung, in der sich Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen wohlfühlen können. Die Teilnehmenden Betriebe in Neuwied präsentieren Roll-Ups der Ausstellung „Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen sichtbar machen“. Diese visuelle Unterstützung ist ein weiterer Schritt, um Verständnis und Empathie innerhalb der Gesellschaft zu fördern.
Die Aktionswoche ist eine großartige Gelegenheit für die gesamte Stadt, sich zusammenzusetzen und zu zeigen, dass Inklusion nicht nur ein Schlagwort, sondern eine lebendige Realität ist. Wer mehr über die teilnehmenden Einrichtungen und die gesamte Aktionswoche erfahren möchte, findet alle Informationen auf der Webseite der Stadt Neuwied. Das ist der erste Schritt in eine ruhigere und inklusivere Zukunft!
