Heute ist der 24.09.2026, und die Nachrichten aus dem nordrhein-westfälischen Gastgewerbe bringen frischen Wind. Die DEHOGA NRW und die NGG NRW haben einen neuen Tarifabschluss erzielt, der etwa 425.000 Beschäftigte in Hotels, Restaurants und Gaststätten betreffen wird. Die Vereinbarung schafft Planungssicherheit bis Mitte 2028 und sorgt für ein wenig mehr Geld in den Taschen der Arbeitnehmer. Ein Grund zur Freude, oder? Vielleicht! Die Erhöhung der tariflichen Entgelte wird schrittweise über die nächsten beiden Jahre durchgeführt, und das in drei klar definierten Stufen.

Die ersten Erhöhungen stehen bereits vor der Tür. Ab dem 1. Oktober 2026 dürfen sich die Beschäftigten über 2,2 % mehr freuen, gefolgt von einer Steigerung von 2,6 % ab Januar 2027. Und auch 2028 wird es wieder ein Plus von 2,2 % geben. Das klingt nach einer soliden Perspektive, besonders in einer Branche, die seit den Corona-Jahren unter erheblichem Druck steht. Die realen Umsätze im Gastgewerbe lagen 2022 noch 14,9 % unter dem Niveau von 2019 – da tut jede Erhöhung gut.

Details zu den Lohnerhöhungen

Aber das ist noch nicht alles. Ein branchenspezifischer Mindestlohn wird ebenfalls in den nächsten Jahren schrittweise angehoben. Ab dem 1. Januar 2026 liegt der Mindestlohn bei 13,90 Euro pro Stunde – und ein Jahr später sind es bereits 14,60 Euro pro Stunde. Gerade für ungelernte Arbeitskräfte, die oft mit weniger als 12 Monaten Betriebszugehörigkeit in die Branche einsteigen, ist das besonders wichtig. Sie starten mit einem monatlichen Stundenlohn von 2.497 Euro und können nach einem Jahr auf 2.624 Euro monatlich (15,52 Euro pro Stunde) aufstocken. Und das ist erst der Anfang!

Fachkräfte mit einjähriger Berufserfahrung können sich ab 2027 über einen Stundenlohn von 17,86 Euro freuen. Das sind umgerechnet 3.018,26 Euro monatlich – nicht schlecht für eine Branche, die sich nach den turbulenten Jahren der Pandemie wieder aufrappelt. Apropos Aufrapplen: Die Branche hat seit den Corona-Jahren über 100.000 neue Beschäftigungsverhältnisse geschaffen und erreicht damit wieder den Stand vor der Pandemie. Das ist wirklich eine bemerkenswerte Entwicklung!

Der Ausbildungsbereich im Fokus

Ein weiterer wichtiger Aspekt des neuen Tarifabschlusses betrifft die Auszubildenden. Auch ihre Vergütungen steigen, wobei sie ab dem 1. Oktober 2026 um 20 Euro angehoben werden, gefolgt von einer weiteren Erhöhung im August 2027. Im dritten Ausbildungsjahr gibt es dann 1.420 Euro und danach 1.440 Euro monatlich. Das klingt fast wie eine Einladung an die junge Generation, sich in der spannenden Welt des Gastgewerbes auszuprobieren. Ein separater Ausbildungstarifvertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten wird ebenfalls abgeschlossen und soll allgemeinverbindlich erklärt werden. Das gibt den Auszubildenden eine klare Perspektive und zeigt, dass die Branche nach vorne schaut.

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Das Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen ist also auf dem besten Weg, sich zu stabilisieren und gleichzeitig den Mitarbeitern und Auszubildenden mehr Wertschätzung zu bieten. Doch trotz aller positiven Entwicklungen bleibt die Branche einem erheblichen Kosten- und Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die Herausforderungen sind also noch lange nicht vorbei. Die letzten Jahre haben uns gelehrt, dass Flexibilität und Anpassungsfähigkeit unerlässlich sind. Aber mit diesen neuen Vereinbarungen zeigt das Gastgewerbe, dass es bereit ist, die Ärmel hochzukrempeln und die nächsten Schritte in eine positive Zukunft zu gehen.