Heute ist der 14.10.2026 und es tut sich einiges in Garmisch-Partenkirchen! Am Standort des ehemaligen „Hostels der Athleten“ in der Wildenauer Straße 15 soll ein neues Mehrparteienhaus mit 39 Wohnungen entstehen. Dieses Vorhaben ist besonders spannend, denn die aktuelle Nutzung des Gebäudes zur Unterbringung von Geflüchteten wird bald der Vergangenheit angehören. Der Bauunternehmer Franz Hummel hat das Projekt unter dem Namen „WLD15“ ins Leben gerufen und befindet sich aktuell in der Anfangsphase der Planung.

Die Wohnungen sind vor allem für Beschäftigte im Niedriglohnsektor, insbesondere im Gastgewerbe, gedacht. Mit einer Größe von etwa 20 Quadratmetern pro Einzimmerwohnung sollen diese neuen Wohnräume dazu beitragen, den angespannten Wohnungsmarkt in der Region zu entlasten. Der Bauausschuss des Marktgemeinderats hat dem Vorhaben einstimmig unter bestimmten Bedingungen zugestimmt. Eine echte Erleichterung für viele, die in der Tourismusbranche tätig sind!

Herausforderungen und Lösungen

Ein zentrales Thema sind die Parkplatzmöglichkeiten. Zunächst waren nur 12 Stellplätze für die 39 Wohnungen vorgesehen, was bei den Gemeinderatsmitgliedern Bedenken hervorrief. Die Parksituation rund um das Olympia-Skistadion ist bekanntlich angespannt. Ein Vorschlag zur Lösung: Eine Tiefgarage, die aber mit zusätzlichen Kosten von rund 1,5 Millionen Euro verbunden wäre – und das ist nicht im Budget vorgesehen. Hummel weist darauf hin, dass nach seinen Erfahrungen mit ähnlichen Immobilien nur wenige Bewohner ein eigenes Auto besitzen. Zudem gibt es seltene Mieterwechsel, was die Situation etwas entspannen sollte.

Eine positive Nachricht gibt es auch für Radfahrer: Der Fahrradabstellplatz wurde verlegt, was drei bis vier zusätzliche Stellplätze schafft. Außerdem könnte eine Anwohnerparkzone im Bereich des Skistadions in Zukunft geplant werden. Ein weiterer Punkt auf der Liste ist die Lärmschutzproblematik. Die Gemeinderatsmitglieder haben betont, dass Veranstaltungen im Stadion nicht beeinträchtigt werden dürfen – ein schmaler Grat zwischen Wohnraum und Eventlocation.

Der Bauturbo kommt ins Spiel

Für das Projekt wird der sogenannte Bauturbo genutzt, um die Genehmigung zu beschleunigen. Dies ist Teil eines Gesetzes, das seit dem 30.10.2025 in Kraft ist und zielt darauf ab, den Wohnungsbau zu fördern. Eine Bedingung für die Nutzung des Bauturbos ist, dass die Wohnungen mindestens 20 Jahre lang nicht gewerblich genutzt werden. Das klingt nach einem klugen Plan, um die Wohnraumsituation langfristig zu verbessern.

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Ein weiterer Aspekt, der im Hintergrund mitspielen wird, ist die Sicherung des benachbarten Bahngleises. Hier sind Absprachen mit der Deutschen Bahn erforderlich, um sicherzustellen, dass alles reibungslos verläuft. Der Mietvertrag für das bestehende Gebäude, in dem zurzeit rund 30 Geflüchtete leben, läuft Ende 2027 aus. Hummel hofft, bis Mitte 2027 planerisch deutlich vorangekommen zu sein – eine sportliche Herausforderung!

In der Summe ist das Projekt „WLD15“ mehr als nur ein Bauvorhaben. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den stark gefragten Wohnraum in einer beliebten Tourismusregion zu schaffen. Die Vorfreude wächst, und wir sind gespannt, wie sich die Lage weiterentwickeln wird. Garmisch-Partenkirchen bleibt ein Ort, der sich ständig wandelt und an die Bedürfnisse seiner Bewohner anpasst. Und das ist doch ein guter Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken!