Am 1. Januar 2023 trat die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie in Thüringen in Kraft. Von 19 auf sieben Prozent – das klingt nach einer echten Erleichterung für die Branche! Und tatsächlich, eine Umfrage des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) belegt, dass zwei Drittel der befragten Betriebe diesen finanziellen Spielraum nutzen, um die gestiegenen Personal- und Lohnkosten abzufangen. Über 83 Prozent der Unternehmer empfinden die Steuerentlastung als entscheidend für ihre wirtschaftliche Stabilität. Wer hätte gedacht, dass eine solche Regelung so viel bewirken kann?

Doch trotz dieser positiven Nachrichten bleibt die Stimmung in der Branche gedämpft. Viele Gastwirte kämpfen weiterhin mit steigenden Kosten und unsicheren Zukunftsaussichten. Laut der Umfrage könnten ohne die Steuerentlastung fast 80 Prozent der Betriebe gezwungen gewesen sein, die Preise deutlich zu erhöhen. Komischerweise geben mehr als die Hälfte der Betriebe an, dass sie mit der Ersparnis bestehende Arbeitsplätze sichern konnten. Fast drei Viertel haben es geschafft, ihre Preise stabil zu halten – ein kleiner Lichtblick in diesen herausfordernden Zeiten.

Eine Investition in die Branche

Dirk Ellinger, der Hauptgeschäftsführer des Dehoga, bringt es auf den Punkt: Die sieben Prozent Mehrwertsteuer sind keine Subvention, sondern eine Investition in die Branche. Es ist spannend zu beobachten, wie sich die Lage entwickelt. Einige Gastronomen planen, die zusätzlichen Mittel in Modernisierungen zu stecken. Das könnte für frischen Wind sorgen! Doch während die Steuerentlastung eine positive Wirkung zeigt, sind Preissenkungen auf den Speisekarten kaum spürbar. Die Gäste werden wahrscheinlich nicht viel merken – die Ersparnisse fließen in die Erhaltung der Betriebe.

Die Neuregelung bringt der Branche jährliche Einsparungen von rund 72 Millionen Euro. Damit kann man schon mal etwas anfangen! Aber die Realität ist, dass die Gastronomie immer noch mit enormen Herausforderungen konfrontiert ist. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) äußert Bedenken, dass die Steuersenkung vor allem den Unternehmern zugutekommt, während das Personal und die Kunden außen vor bleiben. In einem Markt, in dem jeder Cent zählt, spüren die Gäste oft nicht die Entlastung, die die Betriebe durch die Steuererleichterung erhalten.

Ein Blick in die Zukunft

Die Umfrage, die vom 1. bis 10. Juli 2023 unter 109 Thüringer Unternehmen durchgeführt wurde, zeigt auch, dass über die Hälfte der Betriebe eine Stagnation erwartet. Das ist zwar nicht gerade berauschend, aber man kann die Hoffnung nicht aufgeben. Vielleicht wird sich die Lage mit der Zeit erholen. Immerhin, die Branche hat sich noch nie leicht getan, und die kleinen Familienunternehmen – über 60 Prozent der befragten Betriebe haben weniger als zehn Mitarbeitende – zeigen oft eine bemerkenswerte Resilienz. Aber wie lange kann das gut gehen?

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Insgesamt bleibt es spannend zu beobachten, wie die Gastronomie in Thüringen auf die Herausforderungen reagiert. Die Steuerentlastung hat zwar ein wenig Luft verschafft, aber ob das ausreicht, um die Branche auf Kurs zu halten? Nur die Zeit wird es zeigen.