Heute ist der 19.05.2026 und in Frankfurt brodelt es. Die Gewerkschaft NGG hat zu einem Warnstreik aufgerufen, und das mitten im Trubel der Event-Messe „Imex“. Man könnte sagen, es ist die perfekte Bühne für die streikenden Beschäftigten im Gastgewerbe, die eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent und einen jährlichen Gesundheitszuschuss von 300 Euro fordern. Die Luft ist fast greifbar, und die Spannung könnte nicht größer sein.
Die Hotels in Frankfurt, darunter namhafte Häuser wie Steigenberger, Radisson, Marriott, Hilton, Westin Grand und Crowne Plaza, könnten am Dienstag lückenhaften Service bieten. Das ist natürlich nicht ideal, vor allem nicht für die Messebesucher, die sich auf ein reibungsloses Erlebnis gefreut haben. Auch die Lounges am Flughafen sind betroffen – das könnte für Reisende eine unangenehme Überraschung werden. Die Arbeitgeber haben bisher nur einen mickrigen Vorschlag gemacht: eine Lohnerhöhung von insgesamt einem Prozent über 30 Monate. Das ist, gelinde gesagt, ein Tropfen auf den heißen Stein.
Der Druck steigt
NGG-Verhandlungsführer Hendrik Hallier hat bereits angekündigt, den Druck zu erhöhen, sollten die Arbeitgeber nicht nachbessern. Man fragt sich, wie lange die Beschäftigten das noch mitmachen. Schließlich sind viele von ihnen auf die Löhne angewiesen, um über die Runden zu kommen. Die Arbeitgeberseite bleibt jedoch hart und hat sogar erklärt, dass sie für ungelerntes Personal keine Lohnerhöhung in Betracht ziehen. Das ist schwierig, denn gerade in der Hotellerie gibt es viele Stellen, die von ungelernten Kräften besetzt werden.
Die Kundgebung der Streikenden ist für den Vormittag während der Messe geplant – ein klarer Appell an die Öffentlichkeit, die Missstände im Gastgewerbe sichtbar zu machen. Man kann nur hoffen, dass die Arbeitgeber die Forderungen ernst nehmen und nicht weiter an ihren alten Strukturen festhalten. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation entwickelt und ob die Stimme der Beschäftigten Gehör findet.
In der Zwischenzeit müssen sich die Hotels und ihre Gäste auf die Ungewissheit einstellen. Ein lückenhafter Service könnte die Erfahrung für viele trüben, während die Messe „Imex“ versucht, ihre Besucher zu beeindrucken. Ein Balanceakt, der nicht einfach zu meistern ist. Die nächsten Tage werden zeigen, ob ein Umdenken bei den Arbeitgebern stattfindet oder ob der Streik in eine langwierige Auseinandersetzung mündet. Die Hoffnung auf ein besseres Angebot bleibt bestehen – und die Beschäftigten sind bereit, dafür zu kämpfen.