Abschied von Karlheinz Fäßler: Der Visionär hinter der Sonnenalp und sein Erbe für die Zukunft
Am 30. Oktober 2026 nehmen wir Abschied von einer wahren Ikone der Hotelbranche. Karlheinz Fäßler, der langjährige Geschäftsführer des renommierten Allgäuer Luxusresorts Sonnenalp, ist im Alter von 92 Jahren verstorben. Mit ihm verlieren wir nicht nur einen erstklassigen Hotelier, sondern auch einen visionären Unternehmer und leidenschaftlichen Skisportler. Fäßler, der am 27. April 1934 in Ofterschwang geboren wurde, führte zusammen mit seiner Frau Gretl den Familienbetrieb seit 1966 in dritter Generation und hat das Hotel zu einem international anerkannten 5-Sterne-Resort entwickelt.
Die Sonnenalp hat sich über 150 Jahre von einer bescheidenen Bäckerei zu einem luxuriösen Resort entwickelt. Der Weg dorthin war geprägt von harter Arbeit, Rückschlägen und dem unermüdlichen Einsatz einer Familie. Fäßler und seine Frau haben das Hotel nicht nur geleitet, sondern auch maßgeblich mitgestaltet. Sie haben es mit familiärer Gastlichkeit und hohen Qualitätsstandards ausgestattet und ein vielseitiges Urlaubsangebot geschaffen, das heute zahlreiche Stammgäste begeistert. Ihre Philosophie, die Tradition mit modernen Elementen zu verbinden, spiegelt sich in jedem Winkel des Resorts wider.
Der Weg zum Erfolg
Während seiner Amtszeit erlebte die Sonnenalp eine kontinuierliche Expansion. Neue Sport- und Erholungsangebote, drei hoteleigene Golfplätze, eine eigene Shoppingwelt und erstklassige Gastronomie – all das sind Meilensteine, die Fäßler erfolgreich umgesetzt hat. Besonders beeindruckend ist die Geschichte des Wiederaufbaus nach dem verheerenden Brand im Jahr 1967. Mit vereinten Kräften, unterstützt von den Mitarbeitenden, wurde das Hotel bis Weihnachten desselben Jahres wiederhergestellt. Ein Ausdruck von unerschütterlichem Glauben an die Zukunft und die Kraft der Gemeinschaft!
Ein weiterer bedeutender Schritt war der Erwerb eines Motels in Vail, Colorado, im Jahr 1979. Dies legte den Grundstein für das Schwesterhotel der Sonnenalp, das heute von seinem Sohn Johannes und dessen Frau Rosana geführt wird. So wird das Lebenswerk von Karlheinz Fäßler in der Familie fortgeführt: Michael und Anna-Maria Fäßler leiten die Sonnenalp in vierter Generation, und die nächste Generation, Jakob und Viktoria, ist bereits eingebunden.
Engagement für die Region
Fäßler war nicht nur ein erfolgreicher Hotelier, sondern auch ein leidenschaftlicher Skirennläufer der deutschen Nationalmannschaft. Sein Engagement für den Skisport und die Entwicklung des Skigebiets Ofterschwang war maßgeblich. So fand im Februar 1999 erstmals ein Herren-Skiweltcup dort statt, und von 2001 bis 2018 war Ofterschwang regelmäßig Austragungsort von Damen-Weltcuprennen. Als Gemeinde- und Kreisrat setzte er sich für die touristische Entwicklung der Region ein und wurde für sein Wirken mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Die Sonnenalp ist nach wie vor ein Familienbetrieb – eine Oase, die Tradition und Innovation harmonisch vereint. Der Ursprung des Unternehmens liegt tief in der Geschichte der Familie Fäßler: Vom Bäckerhandwerk über die Nudelproduktion bis hin zu Gesundheitsangeboten und dem Skisport. Die Vision von Karlheinz Fäßler lebt weiter, und das Resort ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Familientraditionen und moderne Ansprüche Hand in Hand gehen können. Die Verbindung von historischen Geschäftsfeldern mit neuartigen Angeboten zieht nicht nur eine treue Stammkundschaft an, sondern spricht auch neue Gäste an, die das Allgäu entdecken möchten.
Die Sonnenalp bleibt ein Ort der Begegnung und des Wohlfühlens, an dem die Gäste die Seele baumeln lassen können. Egal, ob beim Golfspielen, im Wellnessbereich oder beim Erkunden der umliegenden Natur – hier findet jeder sein ganz persönliches Glück. So wird das Erbe von Karlheinz Fäßler in Ehren gehalten und auch in Zukunft weitergetragen.
