Aufschwung und Herausforderungen: Die markengebundene Hotellerie in Deutschland im Jahr 2026
Die Hotelbranche in Deutschland, ja, die hat in den letzten Jahren einiges durchgemacht. Schaut man sich die aktuellen Zahlen an, wird schnell klar: Die markengebundenen Hotels haben einen beachtlichen Sprung gemacht. Zum 30. Juni 2026 stellten sie schon rund 45,5 Prozent des gesamten Hotelzimmerangebots in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein ordentlicher Zuwachs von 43,1 Prozent. Man fragt sich da schon, was die Geheimzutat ist, die diesen Aufschwung ermöglicht hat.
Horwath HTL hat eine spannende Erhebung gemacht und kommt auf 3.216 markengebundene Hotels mit satten 440.231 Zimmern in Deutschland. Der DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) hat insgesamt 4.287 dieser Hotels, wobei Deutschland einen beeindruckenden Anteil von 80 Prozent aller Zimmer in der Region hält. Wenn man diese Zahlen sieht, wird einem klar, dass die deutsche Hotellerie nicht nur eine lokale Angelegenheit ist, sondern Teil eines größeren, dynamischen Marktes.
Die Herausforderungen bleiben nicht aus
Doch, und das ist wichtig zu erwähnen, trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es auch Schattenseiten. Der gesamte Hotelzimmerbestand in Deutschland ist von 971.126 auf 968.584 Zimmer gesunken. Das macht einen nachdenklich. Während die markengebundenen Hotels wachsen, kämpfen viele Betriebe mit Insolvenzen – die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im klassischen Beherbergungsgewerbe ist um über 40 Prozent gestiegen. Das sind alarmierende Entwicklungen, die nicht ignoriert werden können.
In einer Zeit, in der die Nachfrage mit 497,4 Millionen Übernachtungen einen neuen Höchstwert erreicht hat, müssen die Hotels gleichzeitig mit steigenden Kosten, Bürokratie und indexierten Mietverträgen zurechtkommen. Ein echtes Dilemma. Und dann ist da noch die Sache mit den Preisen: Der durchschnittliche Netto-Zimmerpreis liegt bei 109 Euro und ist damit um 2,8 Prozent gesunken. Ein bisschen wie ein Kaugummi, der seinen Geschmack verliert.
Marktentwicklungen und Trends
Ein Blick auf die großen Player zeigt, dass Accor mit 43.254 Zimmern die Spitze in Deutschland anführt. Das ist beeindruckend, aber auch eine Herausforderung für die anderen. Whitbread hat mit Premier Inn den stärksten Zimmerzuwachs von 19 Prozent verzeichnet. Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte! Und so bleibt es spannend, wie sich die Ranglisten in den kommenden Jahren entwickeln werden.
Die sieben größten deutschen Städte haben zusammen mehr als 1.050 markengebundene Hotels mit rund 189.700 Zimmern. Aber hier kommt die Überraschung: Mehr als 56 Prozent der geplanten Hotelzimmer liegen außerhalb dieser großen Städte. Das ist ein Trend, den man sich merken sollte. Berlin führt das Rennen mit 3.218 geplanten Zimmern in 32 Hotels, gefolgt von Hamburg. Aber auch Wien zieht mit 1.484 Zimmern in 17 Hotels nach.
Die Herausforderungen sind nicht nur finanzieller Natur. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat in seinem Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026“ auch die hohen Kostenstrukturen und die moderate Preisgestaltung thematisiert. Ein ständiger Druck auf die Margen, der nicht nur vorübergehend ist. Otto Lindner, der IHA-Vorsitzende, fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen. Eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie könnte da ein Schritt in die richtige Richtung sein. Und wie sieht’s mit Bürokratieabbau und praxisnahen Regelungen zur Fachkräftesicherung aus? Da gibt’s noch einiges zu tun.
Die Hotellerie entwickelt sich zunehmend zum Innovationsmotor, besonders in den Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Künstliche Intelligenz wird auch ein großes Thema werden. Man kann gespannt sein, wie sich die Branche in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird. Ein bisschen wie ein Krimi, der noch nicht zu Ende erzählt ist, oder? Jeder Tag bringt neue Herausforderungen, und die Hotels müssen flexibel bleiben, um weiterhin erfolgreich zu sein.
Wenn wir einen Blick auf die Zahlen werfen, sehen wir, dass trotz der Herausforderungen und der vielen Unwägbarkeiten die deutsche Hotellerie auf dem Weg der Besserung ist. Aber man sollte nie den Kopf in den Sand stecken. Es braucht Mut, Kreativität und eine Prise Humor, um die kommenden Jahre zu meistern. Schließlich ist das Gastgewerbe mehr als nur Zahlen und Statistiken – es geht um Menschen, Erlebnisse und Geschichten. Und die sind es, die die Branche am Leben halten!
