In Dresden tut sich was! Der Kochberuf, lange Zeit im Schatten der Hochglanz-Küchen und kulinarischen Stars, gewinnt bei den Jugendlichen wieder an Fahrt. Dieses Jahr starten 186 Nachwuchskräfte ihre Reise in die Welt der Gastronomie. Man könnte fast sagen, die Liebe zum Kochen ist wie ein gutes, altes Rezept, das wieder neu aufgelegt wird. Der Tourismusverband der Stadt berichtet, dass dieser Beruf über Jahre als schwierig zu besetzen galt. Doch nun scheinen die Sterne günstig zu stehen, nicht zuletzt dank der vielen Kochshows und Streamingformate, die auf den sozialen Medien boomen und das Kochen in ein neues, greifbares Licht rücken.

Die positive Grundstimmung spiegelt sich auch in der Vielzahl an Bewerbungen wider, die Gastronomiebetriebe, Hotels, Museen und Veranstalter erhalten. Diana Maatz, Vorstandsmitglied des Tourismusverbandes, zeigt sich erfreut über die Menge und Qualität der neuen Talente. Bis Ende Juli 2023 wurden insgesamt 526 Ausbildungsverträge in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Tourismus abgeschlossen – eine Zahl, die sich durchaus sehen lassen kann! Im Vergleich zu den Vorjahren ist das ein deutliches Plus, was einen kleinen Hoffnungsschimmer für die Branche darstellt.

Ein neues Bewusstsein für die Gastronomie

Martin Raich, der Generalmanager des Hilton Dresden, hat in den letzten zwei Wochen 14 neue Auszubildende eingestellt. Er bemerkt eine spürbare Veränderung in der Wahrnehmung der Berufe innerhalb der Hotellerie und Gastronomie. „Abwechslungsreich und mit internationalen Perspektiven“ – so beschreibt er den neuen Wind, der durch die Branche weht. Es ist fast so, als ob das Kochen und Gastgeben wieder ein Stück weit in den Fokus der jungen Generation gerückt sind. Und das ist gut so! Denn mit einem neuen Berufsbild, das auf Nachhaltigkeit und regionale Küche setzt, gibt es auch frische Impulse für die Ausbildung.

In Sachsen gibt es vielfältige Ausbildungsangebote für angehende Köche und Köchinnen. Einige Einrichtungen, wie das Delizia Ristorante & Wein Bar in Dresden, starten bereits 2026 mit der Ausbildung. Auch die DRESCHER Incoming & Tourismus GmbH hat sich als Ausbildungsbetrieb positioniert und zählt zwischen 51 und 500 Mitarbeiter – ein solider Platz für alle, die in der Gastronomie durchstarten wollen. Das ist aber noch nicht alles! In den umliegenden Städten wie Radebeul und Moritzburg gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Wer also sein Talent in der Küche ausleben möchte, hat jetzt die Chance, sich für eine Ausbildung zu bewerben.

Ein Blick in die Zukunft

Die Gastro-Reform 2022 hat frischen Wind in die Branche gebracht. Berufe wie „Hotelfachfrau/-mann“ wurden modernisiert, und die „Restaurantfachfrau/-mann“ heißt nun „Fachfrau/-mann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie“. Neu eingeführt wurde die Fachkraft Küche als zweijährige Einstiegsberufsausbildung. Das alles sorgt dafür, dass die Ausbildung nicht nur kürzer, sondern auch attraktiver wird. Die Gastronomie-Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, wobei kürzere Vorstufen von zwei Jahren ebenfalls möglich sind.

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Und wenn wir schon bei der Zukunft sind: Die Ausbildungsvergütungen steigen! Im Jahr 2025 wird man in vielen Bundesländern zwischen 1.020 und 1.230 Euro im ersten Lehrjahr verdienen – nicht schlecht, oder? Umso mehr Grund, sich für eine Ausbildung in einem der über 327 Sterne-Restaurants in Deutschland zu entscheiden, die es in der Branche gibt. Hier wird nicht nur kulinarisches Können großgeschrieben, sondern auch die Möglichkeit geboten, internationale Erfahrungen zu sammeln und sich in der Welt der Spitzenküche einen Namen zu machen.