Die Eishockey-Weltmeisterschaft in Freiburg war ein wahres Fest der Emotionen und der Begegnungen. Über 15 Tage hinweg verwandelte sich die BCF-Arena in einen Schmelztiegel für mehr als 170.000 Eishockeyfans, die in die Stadt strömten, um ihre Teams anzufeuern. Es war eine Atmosphäre, die man mit Händen greifen konnte – das Rufen, das Jubeln, die Spannung in der Luft. Das letzte Spiel in Freiburg fand an einem Donnerstag statt, bevor die Action nach Zürich weiterzog. Ein wirklich beeindruckendes Spektakel!
Aber nicht nur die Spiele selbst sorgten für Begeisterung. Der Fribourg Welcome Spot war ein absoluter Hit! Rund 10.000 Besucher genossen die Bar- und Foodstände sowie das Unterhaltungsprogramm. Hier wurde geschlemmt, gelacht und gefeiert. Freiburg Tourismus und Region waren voll im Einsatz, um sowohl Schweizer als auch internationale Gäste an drei Informationsstellen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Besonders im Burgquartier war der Andrang groß – viele Fans nutzten die Gelegenheit, die charmante Altstadt zu erkunden. Die „Touristen-Engel“ gaben ihr Bestes, um tausende Besucher in den Sprachen der teilnehmenden Teams zu informieren.
Hohe Auslastung und spontane Buchungen
Die Hotels und Parahotelleriebetriebe in der Region Freiburg erlebten eine wahre Buchungsflut. Die Auslastung war so hoch wie selten zuvor, und viele Gäste entschieden sich spontan für einen Aufenthalt. In anderen Teilen des Kantons gab es hingegen unterschiedliche Besucherwellen. Alles in allem war die Stimmung überwältigend, und das, obwohl es während des gesamten Turniers keine schwerwiegenden Zwischenfälle zu verzeichnen gab. Die Ordnungskräfte hatten nur selten kleinere Einsätze, stets in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsdiensten, um eine präventive und gastfreundliche Präsenz zu gewährleisten.
Die Eishockey-WM hat nicht nur die Herzen der Fans erobert, sondern auch die Sichtbarkeit der Schweiz erhöht. Freiburg und Zürich stehen jetzt noch mehr im Rampenlicht. Die Euphorie und die Feststimmung waren nicht zu übersehen – sowohl bei den Eishockeyfans als auch bei der Freiburger Bevölkerung. Es war ein Ereignis, das alle zusammenbrachte.
Wirtschaftliche Dimensionen der WM
Doch wie sieht es mit den finanziellen Aspekten dieser Großveranstaltung aus? Die Gesamtkosten der Eishockey-WM belaufen sich auf mindestens 50 Millionen Franken. Der größte Kostenblock betraf die Infrastruktur, insbesondere die Umbauten der Stadien in Freiburg und Zürich. Hier wurde beispielsweise die Kapazität in Zürich von 12.000 auf 10.000 Plätze und in Freiburg von 9.300 auf 7.500 Plätze verringert. Die Finanzierung kam zu 75% durch Ticketverkäufe sowie durch Getränke- und Essensumsätze zustande. Auch 25% stammen aus Fanartikelverkäufen, öffentlichen Beiträgen und Sponsoring – darunter namhafte Sponsoren wie Skoda, der nicht nur als Hauptsponsor auftrat, sondern auch ein neues Elektromodell präsentierte.
Die Ticketpreise variierten enorm, von 40,80 Franken für das Spiel Lettland gegen Österreich bis hin zu 122,90 Franken für das Duell USA gegen Deutschland. Die Spiele der Schweiz waren ausverkauft – 400.000 von insgesamt 550.000 Tickets fanden einen Käufer. Die wirtschaftlichen Vorteile sind nicht zu unterschätzen, was auch Dozentin Anna Mehr betont: Die bestehenden Infrastrukturen wurden optimal genutzt, was gute Voraussetzungen für Nachhaltigkeit schafft. Im Vergleich zur Rad-WM 2024 waren die Kosten für die Eishockey-WM zwar höher, jedoch günstiger als bei der Ski-WM.
Ruedi Kunz, von Swiss Topsport, sieht den Aufwand und die Kosten als gerechtfertigt an. Die Motivation und Euphorie, die durch solche Großereignisse für junge Sportler gefördert werden, sind unbezahlbar. Und so bleibt zu hoffen, dass diese prächtigen 15 Tage in Freiburg noch lange in Erinnerung bleiben – nicht nur für die Fans, sondern auch für die Stadt und ihre Bewohner.