Der Hotelmarkt in München, das Herz Bayerns, zeigt sich nach den herausfordernden Jahren der Pandemie wieder in voller Blüte. Laut dem jüngsten Marktbericht „Luxury Pulse München“ von Christie & Co, der im Mai 2026 veröffentlicht wurde, ist die Nachfrage in der Luxushotellerie stabil und entwickelt sich positiv. Die Untersuchung von zwölf Fünf-Sterne-Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt legt den Fokus auf die Entwicklung von Nachfrage, Auslastung und Zimmerpreisen. Ein Blick in die Innenstadt, wo die meisten dieser Hotels angesiedelt sind, verrät, dass München mit seinen fast 30 Fünf-Sterne-Hotels ein echter Hotspot für Luxusreisende ist.

Die analysierten Hotels, von renommierten Häusern wie dem Bayerischen Hof und dem Mandarin Oriental München bis hin zu neueren Projekten wie dem Rosewood Munich, das 2023 seine Türen öffnete, zeigen einen deutlichen Ausbau des Luxussegments seit den frühen 2000er-Jahren. Die Zimmeranzahl dieser zwölf Hotels stieg von 975 Zimmern (bis 1999) auf stattliche 2.376 Zimmer im Jahr 2026 – ein Wachstum, das für sich spricht! Besonders bemerkenswert ist, dass 62 % der untersuchten Hotels unter internationaler oder nationaler Marke firmieren, während 38 % als unabhängige Privathotels agieren. Der Trend hin zu mehr Freizeitgästen an den Wochenenden, der allerdings die stabilen Geschäftsreiseanteile unter der Woche nicht aus den Angeln hebt, ist ein weiteres interessantes Detail.

Nachfrage und Auslastung

Die Nachfragefaktoren sind vielfältig: internationale Geschäftsreisen, Messen, Freizeitgäste und Großveranstaltungen, wie etwa das Oktoberfest oder der Vorweihnachtstourismus, treiben die Buchungszahlen in die Höhe. Für 2025 prognostizieren die Experten beeindruckende 510.243 verkaufte Zimmer in den analysierten Hotels. Besonders die Monate September und Oktober stechen hervor – im September wurden über 51.000 Zimmer verkauft, mit einer höchsten durchschnittlichen Tagesrate von 671 Euro und einer Auslastung von 81,9 %. Auch der Oktober kann sich sehen lassen: durchschnittliche Tagesrate von 505 Euro und eine Auslastung von 75 %. Es ist also kein Wunder, dass Michelle Rupp von Christie & Co München als stabilen Luxus-Hotelmarkt in Europa beschreibt.

Doch wie sieht es mit der allgemeinen Marktentwicklung in München aus? Die Stadt hat nach zwei Jahren Pandemie eine bemerkenswerte Erholung erfahren. Eine Marktstudie von Colliers zeigt, dass seit Mitte 2022 ein deutlicher Anstieg der Hotelperformance zu verzeichnen ist. München hat nicht nur den höchsten durchschnittlichen Zimmerertrag in Deutschland mit 73 Euro, sondern auch eine wachsende Zahl an Hotelneueröffnungen. Im Jahr 2022 gab es 458 geöffnete Hotels mit insgesamt 92.240 Betten. Das Bettenangebot wuchs um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr, und die Auslastung der Hotels lag bei 58,7 %, was zwar unter dem Vor-Pandemie-Niveau von über 70 % liegt, aber dennoch einen Lichtblick darstellt.

Die Zukunft des Hotelmarktes

Es bleibt spannend, denn die Prognosen für 2023 und 2024 lassen auf eine weitere Steigerung der Hotelperformance hoffen, insbesondere durch Großveranstaltungen und MICE-Geschäfte. Trotz der Tatsache, dass München noch etwa 5 % der Bettenkapazitäten im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau (2019) fehlt, ist die Inlandsnachfrage nur noch 0,8 % unter dem Vor-Corona-Niveau. Besonders erfreulich ist der Anstieg der ausländischen Übernachtungen, die von 2,4 Millionen auf 6,6 Millionen gestiegen sind – ein Zeichen dafür, dass München als Reiseziel weiterhin beliebt ist.

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Mit einer Vielzahl geplanter Hoteleröffnungen in den kommenden Jahren, darunter das JW Marriott am Karlsplatz und das Stay KooooK München City, zeigt die Stadt, dass sie bereit ist, die Herausforderungen der Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich auf eine vielversprechende Zukunft einzustellen. Die Münchner Hotellerie hat sich als widerstandsfähig erwiesen und blickt optimistisch in die Zukunft.