Das Hotel Amano in Düsseldorf hat kürzlich eine wichtige Rolle in der Woche des Praktikums gespielt – eine Initiative der Bundesagentur für Arbeit, die vom 18. bis 23. Mai stattfand. Christina Ramb von der BDA und Susann Dengler von der Bundesagentur für Arbeit besuchten das Hotel, um das Engagement für Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu unterstützen. Das Amano ist nicht nur ein stilvolles Hotel, sondern auch ein Kooperationspartner der Martin Luther King Schule, einer Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung. Hier können Schüler ab der achten Klasse praktische Erfahrungen sammeln.

In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 172.000 Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Von diesen werden 23.031 von Arbeitsagenturen beim Berufseinstieg unterstützt. Ramb betont, wie entscheidend Praktika für die frühzeitige Orientierung junger Menschen sind. Offenheit und Flexibilität – das sind die Zauberworte, wenn es um die Suche nach Ausbildungsplätzen geht, wie Dengler es formuliert. Im Vergleich zu den Bewerbern gibt es in NRW mehr als 5000 offene Stellen, während bundesweit die Situation umgekehrt ist: Mehr Stellen als Bewerber. Es ist alarmierend zu wissen, dass unter den 68.400 arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren in NRW, 53.800 keine abgeschlossene Ausbildung haben.

Chancen für Jugendliche mit Förderbedarf

Die Martin Luther King Schule legt großen Wert auf Praktika und fördert Schülerjobs, damit die Jugendlichen erste Einblicke in die Arbeitswelt erhalten. Bei dieser Gelegenheit ermutigen Ramb und Dengler auch die Betriebe, Jugendlichen mit Förderbedarf Chancen zu geben. Es ist jedoch besorgniserregend, dass über 80% der befragten Betriebe die staatliche Unterstützung als nicht transparent empfinden. Auch die Bürokratie schreckt viele ab – 73% der Betriebe finden den Prozess zu kompliziert.

Ein Lichtblick sind die Netzwerke aus Schulen, Betrieben und Arbeitsagenturen, die Unterstützung bieten. Hier wird betont, wie wichtig es ist, nicht nur auf die Noten zu schauen, sondern auch persönliche Qualitäten zu berücksichtigen. Das zeigt sich auch in der „Initiative Inklusion“ in Hessen. Teil der Bildungskettenvereinbarung zwischen Bund und Land Hessen, hat sie das Ziel, den Übergang zwischen Schule und Arbeitsmarkt für junge Menschen mit Behinderung oder sonderpädagogischem Förderbedarf zu optimieren.

Praktika als Sprungbrett

Junge Menschen bekommen die Möglichkeit, Betriebspraktika im allgemeinen Arbeitsmarkt zu absolvieren. Es wird Wert auf die Erkennung individueller Neigungen gelegt, und externe Dienstleister helfen bei der Suche nach passenden Praktikumsplätzen und bieten Unterstützung während der Praktika. Das Ganze soll nicht nur den hessischen Arbeitgebern helfen, geeignete Arbeitskräfte zu finden, sondern auch den Schülern Perspektiven eröffnen. Es gibt bereits viele Erfolgsgeschichten von Jugendlichen, die nach einem begleiteten Praktikum Fuß im Berufsleben gefasst haben.

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Ein Beispiel: Ein Jugendlicher mit Förderbedarf wurde als Backstubenhelfer an eine Bäckerei vermittelt. Solche Geschichten motivieren und zeigen, dass es möglich ist! Währenddessen erhalten behinderte junge Menschen besondere Unterstützung beim Übergang von Schule zu Beruf. Betriebe, die Praktikumsplätze anbieten, bekommen Anreize, wenn sie diese jungen Talente ausbilden oder beschäftigen. Und das Beste daran? Unternehmen profitieren von motivierten Nachwuchskräften und einem verbesserten Betriebsklima!

Unterstützung für Arbeitgeber

Förderschulen und inklusiv arbeitende Schulen bieten weiterführende Praktika für den allgemeinen Arbeitsmarkt an, während die Jugendlichen vom Integrationsfachdienst begleitet werden. Die Kosten für Orientierungsmaßnahmen übernimmt das Integrationsamt, und Arbeitgeber, die schwerbehinderte Schulabgänger beschäftigen möchten, können zahlreiche gesetzliche Leistungen in Anspruch nehmen. Das Hessische Perspektivprogramm (HePAS) bietet zudem Zuschüsse für Praktika und Prämien für Ausbildungen und Einstellungen. Bei Fragen stehen die Ansprechpartner des Integrationsamtes bereit, um Unterstützung zu bieten.

Inmitten all dieser Herausforderungen und Chancen bleibt der Aufruf an alle Unternehmen, sich zu öffnen und die Talente der Jugendlichen mit Förderbedarf zu erkennen und zu fördern. Denn letztendlich profitieren nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Betriebe selbst von diesem wertvollen Austausch.