Heute, am 20. August 2026, war das Eastin Grand Saigon Hotel Schauplatz eines spannenden Schulungsprogramms, das vom Tourismusamt von Ho-Chi-Minh-Stadt ins Leben gerufen wurde. Mit dem Motto „Management, Betrieb und Entwicklung von Hoteldienstleistungen gemäß grünen Standards und Integrationstrends“ wurde ein Thema aufgegriffen, das nicht nur für Vietnam, sondern auch für die gesamte Hotelbranche von großer Bedeutung ist. Knapp 200 Teilnehmer, darunter Manager und Mitarbeiter von Beherbergungsbetrieben, fanden sich ein, um an einem Workshop teilzunehmen, der sich mit der effizienten Nutzung von Energie, Ressourcenschonung und der Reduzierung von Abfall beschäftigte. Das klingt fast nach einem modernen Märchen, oder?

Wir leben in einer Zeit, in der die Erwartungen an die Hotellerie immer höher werden. Gäste interessieren sich zunehmend für Umweltstandards und die soziale Verantwortung der Hotels. Diese Entwicklung ist nicht einfach nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit, um im Wettbewerb bestehen zu können. Und das ist nicht nur in Vietnam so – auch in Deutschland gibt es mit der EmpCo-Richtlinie, die Teil des EU-Rechts zur nachhaltigen Verbraucherinformation ist, klare Vorgaben. Hotels werden aufgefordert, ihre Umweltaussagen und Nachhaltigkeitszertifizierungen transparent zu kommunizieren.

Ein Schritt in die grüne Zukunft

Das Schulungsprogramm in Ho-Chi-Minh-Stadt ist der erste von drei geplanten Kursen, die darauf abzielen, die Managementkompetenzen und Servicefähigkeiten in der Hotelbranche zu verbessern. Die Inhalte sind so relevant wie nie: Hotels müssen konkrete, messbare Veränderungen umsetzen. Das bedeutet, dass Einwegplastik reduziert wird, persönliche Toilettenartikel bereitgestellt werden und Handtücher sowie Bettwäsche nur bei Bedarf gewechselt werden. So etwas ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch praktisch! Und auch im Restaurantbereich wird die Kontrolle der Speisenmengen und die Reduzierung von Lebensmittelabfällen immer wichtiger.

Das Tourismusministerium von Ho-Chi-Minh-Stadt hebt hervor, dass die internationalen Touristen, die in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 über 7,1 Millionen Menschen betrugen, zunehmend umweltbewusster werden. Diese Entwicklung erfordert, dass die Mitarbeiter in der Hotelbranche interkulturelle Kommunikationsfähigkeiten und die Fähigkeit zur Bedarfserkennung besitzen. Nur so können sie die Gäste dazu ermutigen, aktiv an diesen Initiativen teilzunehmen. Wer hätte gedacht, dass die Fähigkeit zur Kommunikation und die Aufmerksamkeit für Details so entscheidend sein können?

Nachhaltigkeit als Schlüssel

In Deutschland wird die Thematik ebenfalls ernst genommen. Das IHA-Merkblatt zur EmpCo-Richtlinie bietet wichtige Orientierung für Hotels, die nachhaltige Verbraucherinformation betreiben möchten. Es ist nicht nur ein weiteres Dokument im Dschungel der Vorschriften, sondern vielmehr ein Leitfaden, der zeigt, wie Umweltaussagen korrekt umgesetzt werden können. Green Claims und Nachhaltigkeitszertifizierungen sind keine leeren Worte mehr – sie sind entscheidend für die Glaubwürdigkeit eines Hotels.

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Die zahlreichen Standards, Labels und Kriterien für Nachhaltigkeit im Tourismus können durchaus verwirrend sein. Das führt oft dazu, dass es für Destinationen schwierig ist, relevante Informationen zu filtern und Fortschritte sichtbar zu machen. Ein gemeinsamer Qualitätsstandard könnte helfen, die Orientierung zu erleichtern. Der Leitfaden für Nachhaltigkeit in Tourismusdestinationen bietet dazu wertvolle Ansätze und zeigt, wie man Nachhaltigkeitsprozesse strukturiert und umsetzt.

Wir stehen an einem Wendepunkt. In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit nicht nur gefragt, sondern erwartet wird, müssen Hotels aktiv an ihrer Umweltfreundlichkeit arbeiten. Die kommenden Workshops in Ho-Chi-Minh-Stadt, die sich mit Kundenerlebnismanagement und interkultureller Kommunikation befassen, werden zeigen, wie der Wandel in der Branche vonstattengehen kann. Denn am Ende des Tages zählt nicht nur die Bettenauslastung, sondern auch, wie wir unsere Erde behandeln – und darauf kommt es an!