Heute ist der 20.08.2026, und der Sommer neigt sich dem Ende zu. In den letzten Monaten hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig die deutschen Reisenden für das Gastgewerbe in unseren europäischen Nachbarländern sind. Wusstet ihr, dass fast die Hälfte der Gastronomieumsätze in Österreich von internationalen Gästen stammen? Besonders die Deutschen sind hier eine treibende Kraft. Laut einer Datenanalyse des Zahlungsdienstleisters Adyen für Juni und Juli 2026 macht der deutsche Tourismus stolze 12,4 Prozent des gesamten Restaurantumsatzes in Österreich aus. Das ist schon eine Hausnummer! Und wenn man bedenkt, dass deutsche Gäste ein Viertel aller ausländischen Kartenausgaben im Gastronomiebereich in Österreich repräsentieren, wird klar, wie stark sie das wirtschaftliche Geschehen beeinflussen.

Aber auch in anderen Ländern sind die Deutschen nicht zu unterschätzen. In den Niederlanden beträgt ihr Anteil am ausländischen Gastronomieumsatz 24,6 Prozent, während sie in Dänemark und Italien den zweiten Platz unter den umsatzstärksten ausländischen Gästegruppen belegen. Im Hotelgewerbe sieht es ganz ähnlich aus. In Österreich generieren deutsche Reisende 29,1 Prozent der Hotelumsätze – und das, obwohl die einheimischen Gäste nur auf 21,8 Prozent kommen. Wo bleibt da die Gnade für die einheimischen Betreiber?

Die Wintermonate und ihre besonderen Herausforderungen

Wie sich herausstellt, gibt es saisonale Unterschiede, die nicht zu unterschätzen sind. In den Mittelmeerländern wie Spanien, Italien und Portugal sinken die Hotelumsätze in den Wintermonaten. Trotzdem zeigt sich in diesen Ländern, dass der relative Anteil deutscher Gäste in der kalten Jahreszeit höher ist als im Sommer: 9,7 Prozent in Spanien und 7,3 Prozent in Portugal. Österreich bleibt hierbei konstant auf einem hohen Niveau, mit knapp 30 Prozent im Sommer und über 27 Prozent im Winter. Diese Abhängigkeit vom deutschen Markt ist für viele Betriebe ein zweischneidiges Schwert. Irgendwie gibt es ein Gefühl der Sicherheit, aber auch eine gewisse Verletzlichkeit, wenn man sich so stark auf eine Zielgruppe stützt.

Die Daten, die Adyen zur Verfügung stellt, basieren auf Transaktionen an physischen Verkaufspunkten. Das heißt, Barzahlungen und alternative Abrechnungssysteme wurden nicht berücksichtigt, was die Umsatzverhältnisse ein wenig verzerren kann. Für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe wird es daher immer wichtiger, bargeldlose Zahlungsstrukturen an die Vorlieben ihrer Hauptzielgruppen anzupassen. In einer Zeit, in der alles immer schneller und digitaler wird, muss man flexibel bleiben, um konkurrenzfähig zu sein.

Wirtschaftspolitische Relevanz und die Rolle der Statistiken

Doch was sagen uns die Zahlen wirklich? Die SHD-Ergebnisse bieten wirtschaftspolitisch relevante Informationen über Unternehmensstrukturen und helfen dabei, die Rentabilität und Produktivität in Handel und Dienstleistungen, insbesondere im Gastgewerbe, zu beurteilen. Diese Erhebungen sind nicht nur für die Branche selbst wichtig, sondern auch für wirtschafts- und strukturpolitische Entscheidungen sowie die Berichtspflichten der EU. Die Bundesstatistiken zeigen die konjunkturelle Entwicklung im Dienstleistungsbereich in Deutschland auf und unterstützen so wichtige Entscheidungen in der Tourismuspolitik.

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Monatliche Erhebungen im Gastgewerbe erfassen nicht nur die Umsätze, sondern auch die Anzahl der Beschäftigten – egal ob Voll- oder Teilzeit. Der einheitliche Qualitätsbericht für 2021, der unter dem Titel „Konjunkturstatistik im Dienstleistungsbereich (einschließlich Gastgewerbe)“ veröffentlicht wurde, fasst die wichtigsten Daten zusammen. Aber die Erhebung zur touristischen Nachfrage zeigt uns auch das Reiseverhalten der deutschen Bevölkerung. Jedes Jahr werden dazu etwa 10.000 Personen befragt.

Tourismus: Mehr als nur Zahlen

Tourismus umfasst weit mehr als nur Übernachtungen und Restaurantbesuche. Es sind die kleinen Geschichten, die Erlebnisse und die Begegnungen, die uns als Reisende prägen. Eurostat veröffentlicht eine Vielzahl von Daten über Beherbergungsbetriebe, die uns Einblicke in die Kapazität und Auslastung geben. Auch Informationen über Kurzzeitunterkünfte auf Sharing Economy Plattformen oder die Ausgaben für touristische Aktivitäten sind von Bedeutung.

Am Ende des Tages sind es die Menschen, die zählen. Die Erlebnisse, die sie teilen, und die Erinnerungen, die sie mit nach Hause nehmen. In einer sich ständig verändernden Welt sind die Zahlen nur ein Teil der Geschichte. Der echte Wert liegt in den Beziehungen und den Erfahrungen, die wir miteinander teilen – zwischen Reisenden und Gastgebern, zwischen Kulturen und Ländern.