Heute ist der 11.06.2026 und in der Hotelbranche brodelt es gewaltig. Die Kollektivvertragsverhandlungen für die Gastronomie und Hotellerie in Österreich haben eine spannende Wendung genommen. Die Arbeitgeberseite zeigt sich enttäuscht über die Reaktion der Gewerkschaft. Man hätte sich vielleicht eine konstruktivere Diskussion gewünscht, aber stattdessen kamen die Gewerkschaftsvertreter mit Gegenforderungen, die für viele in der Branche einfach nicht tragbar sind. Ein bisschen wie ein Katz-und-Maus-Spiel, oder?

Die Fachverbände der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) sind sich ihrer Verantwortung gegenüber den rund 220.000 Mitarbeitern bewusst. Das letzte Angebot der Arbeitgeber bleibt jedoch unverändert bestehen. Es umfasst eine Erhöhung von 3,4 Prozent in der untersten Lohngruppe, was nur 0,1 Prozentpunkte unter der Forderung der Gewerkschaft liegt. Man könnte fast denken, das wäre ein Schritt in die richtige Richtung, oder? Zudem ist im Angebot eine durchschnittliche Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter um 3 Prozent enthalten. Ein wenig mehr als der Durchschnitt könnte man sagen, aber ob das den Mitarbeiter*innen wirklich hilft, bleibt abzuwarten.

Ein Aufruf zur Einigung

Alois Rainer und Georg Imlauer, die Obmänner der WKÖ, haben die Gewerkschaft aufgefordert, das Angebot im Interesse der Beschäftigten und Betriebe anzunehmen. Ein Aufruf, der nicht nur auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, sondern auch ein bisschen nach einem verzweifelten Versuch klingt, einen Konflikt zu entschärfen. Klar ist, dass die Arbeitgeberseite die Mitgliedsbetriebe über das aufrechte Letztangebot informieren wird. Und falls die Gewerkschaft das Angebot ablehnt? Dann dürfen die Betriebe selbst entscheiden, ob sie die vorgesehenen Erhöhungen freiwillig umsetzen. Ein bisschen wie eine Wette auf die eigene Verantwortung.

Die Entscheidung über einen flächendeckenden Kollektivvertragsabschluss liegt somit in den Händen der Gewerkschaft. Das könnte eine ganz schön knifflige Situation werden, denn die Ansprüche sind hoch und die Erwartungen auch. Vielleicht gibt es bald einen Kompromiss, vielleicht aber auch nicht. So oder so, die Uhr tickt und die Mitarbeiter warten gespannt, wie es weitergeht.