Die Wiesn 2026 steht vor der Tür und die Vorfreude auf das größte Volksfest der Welt ist in München spürbar. Doch die Hotelpreise, die während dieser Zeit in die Höhe schießen, sorgen für gemischte Gefühle. Wie es aussieht, müssen sich die Hotelbetreiber auf eine spannende Herausforderung einstellen. Die Hotelraten in München steigen in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 bis 7,6 Prozent, je nach Sternekategorie. So klettern die Preise in den Drei-Sterne-Hotels von 301 Euro auf 324 Euro, während die Zimmer in den Vier-Sterne-Hotels von 399 Euro auf 426 Euro steigen. Für die Fünf-Sterne-Häuser bedeutet das einen Anstieg von 968 Euro auf 1.020 Euro. Ein echter Sprung, oder? Die Buchungszahlen stehen allerdings unter dem Vorjahresniveau. Am 17. September 2026 lag die Auslastung bei 84,7 Prozent – etwa sieben Punkte weniger als die 91,8 Prozent von 2025.

Christian Schottenhamel, der Dehoga-Kreisvorstand, hat noch einen anderen Punkt angesprochen: die gewachsenen Hotelkapazitäten in der Stadt. Rund 10.000 neue Hotelbetten sind seit der Corona-Pandemie hinzugekommen. Das hat die Situation auf dem Münchener Hotelmarkt merklich verändert. Es gibt einfach mehr Auswahl für die Gäste, was dazu führt, dass der Wettbewerb unter den Hotels härter geworden ist. Und komischerweise sind trotz dieser Überkapazitäten immer noch freie Zimmer verfügbar. Das war früher unvorstellbar zur Wiesn-Zeit! Die Konkurrenz ist allerdings nicht nur unter den Hotels selbst, sondern auch von Plattformen wie Airbnb, die schätzungsweise 17.000 zusätzliche Betten anbieten. Das hat die Hotellerie ganz schön durcheinandergewirbelt.

Ein Blick auf die Buchungslage

Obwohl der Buchungsstand aktuell niedriger ist als im Vorjahr, könnte sich das im Verlauf des Oktoberfests noch ändern. Die Hoteliers versuchen, schwächere Buchungstage zu identifizieren und ihre Strategien entsprechend anzupassen. Immerhin gibt es laut einer Stichprobe von Tageskarte am 15. September 2026 noch eine Vielzahl an buchbaren Unterkünften. Insgesamt waren 167 Hotels für den Zeitraum vom 19. September bis 4. Oktober durchgehend verfügbar. Das lässt hoffen, dass sich die Lage noch stabilisiert.

Spannend ist auch die Preisentwicklung. Während die Preise in den Münchener Hotels während des Oktoberfests auf das zweieinhalb- bis mehr als dreifache ansteigen können, bleibt die Verfügbarkeit der Zimmer gesunken. Vor dem Fest waren etwa 400 Hotels verfügbar, am ersten Wiesn-Wochenende sind es nur noch rund 240. In Augsburg sieht es ähnlich aus, auch dort steigen die Preise während der Wiesn deutlich an – von durchschnittlich 99 Euro auf bis zu 166 Euro an Spitzentagen.

Kreative Lösungen sind gefragt

Die Situation zwingt die Hotels, kreativ zu werden. Besondere Angebote, innovative Services und eine bessere Kundenbindung sind gefragt, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Schottenhamel äußert den Wunsch, dass auch Airbnb-Nutzer die traditionellen Hotels unterstützen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage während der Wiesn entwickeln wird. Eines steht fest: Die Hotellerie in München steht vor einer großen Herausforderung, aber vielleicht auch vor einer Chance, sich neu zu erfinden.

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Die Wiesn zieht jährlich zwischen 6 und 7 Millionen Besucher an, und jeder fünfte von ihnen kommt aus dem Ausland. Das bedeutet, dass trotz aller Unsicherheiten und der Konkurrenz durch alternative Unterkunftsmöglichkeiten das Interesse an den traditionellen Hotelangeboten bestehen bleibt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und die Münchener Hoteliers hoffen, dass sie die Gäste letztendlich mit einem erstklassigen Erlebnis überzeugen können.