Zukunftsweisendes Hotelmanagement: Generation Z im Fokus
Heute ist der 12.08.2026, und die Hotelbranche steht an einem spannenden Wendepunkt. Im Wintersemester 2026/27 wird an der International School of Management (ISM) ein neuer dualer Studiengang Hotelmanagement ins Leben gerufen, der in Zusammenarbeit mit der Hotelkette Motel One entwickelt wurde. Dieser Schritt könnte nicht passender kommen, denn die Herausforderungen in der Hotellerie sind enorm: Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, steigende Kosten für Energie und Lebensmittel sowie ein drängender Personalmangel, insbesondere unter der Generation Z, machen den Akteuren im Gastgewerbe zu schaffen.
Die Leitung des neuen Studiengangs hat Prof. Dr. Bernd Schabbing übernommen. Ein passendes Thema, denn die Notwendigkeit, sich mit den neuen Anforderungen der jungen Generation auseinanderzusetzen, wird immer drängender. Ein praxisbezogener Sammelband, der bei Springer veröffentlicht wird, bietet zahlreiche Handreichungen und Empfehlungen, die die Hotelindustrie unterstützen sollen. Darin werden zentrale Themen wie Finanzierung, Personalgewinnung und die Trendentwicklungen in Angebot und Nachfrage behandelt. Auch die Rolle der Digitalisierung und innovative Ansätze im Hotelmanagement kommen nicht zu kurz.
Herausforderungen und Chancen in der Hotellerie
Die Generation Z hat spezifische Anforderungen, die nicht alle Branchen erfüllen können – die Hotellerie ist da keine Ausnahme. Laut Sebastian Novak, einem jungen Hotelmanager, leidet die Branche unter einer Überalterung des Personals. Die Gen Z, stark geprägt von der Digitalisierung und mit einer emotionalen Bindung an ihre Eltern, benötigt mehr Zeit für ihre Ausbildung. Das führt dazu, dass viele junge Menschen nicht schnell finanziell unabhängig werden wollen, was sich natürlich auch auf ihre Berufswahl auswirkt. In einer Zeit, in der weniger junge Menschen in die Tourismusbranche eintreten, müssen Hotelbetriebe dringend neue Wege finden, um die Generation Z anzusprechen.
Im Sammelband wird zudem die Problematik des Personalmangels behandelt. Chantal Pottins, eine Masterstudentin, untersucht die Ursachen aus Sicht der Generation Z und zeigt, dass die Hotellerie sich in einer Findungsphase befindet. Die Ansprüche der jungen Generation müssen mit den bestehenden Arbeitsmodellen in Einklang gebracht werden. Flexible Arbeitszeiten, wertschätzende Führung und regelmäßiges Feedback sind nur einige der Punkte, die die Gen Z von ihren Arbeitgebern erwartet. Es scheint, als ob die alten Hierarchien und starre Dienstpläne nicht mehr zeitgemäß sind.
Der Einfluss der Digitalisierung
Die Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle in der Neugestaltung des Hotelmanagements. Makiese Allé, eine Business Development & Staffing Specialist, beschreibt, wie wichtig digitale Tools für das Recruiting und das Onboarding neuer Mitarbeiter sind. Kommunikationskanäle wie TikTok und Instagram sind mittlerweile entscheidend, um junge Talente zu erreichen. Gleichzeitig muss die Branche jedoch darauf achten, dass der persönliche Service, der viele Gäste anzieht, nicht verloren geht. Langjährige Beziehungen zwischen Gästen und Mitarbeitern sollten weiterhin gefördert werden, auch wenn die Digitalisierung voranschreitet.
Die Generation Z hat nicht nur spezifische Anforderungen als Mitarbeiter, sondern auch als Gäste. Sie bevorzugt digitale Informationsquellen und zeigt ein starkes Interesse an Nachhaltigkeit. Ihre Urlaubsgewohnheiten haben sich ebenfalls verändert: Kürzere und häufigere Reisen sind jetzt angesagt. Das bedeutet, dass Hotelbetriebe ihre Angebote anpassen müssen, um den neuen Wünschen gerecht zu werden. Schließlich sind die Ansprüche an eine sinnvolle Arbeit und ein gesundes Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben in dieser Altersgruppe von großer Bedeutung.
Ein Blick in die Zukunft
Die Generation Z wird zur dominierenden Einstiegs-Kohorte im Gastgewerbe und die Bedeutung einer akademischen Ausbildung für die Gewinnung neuer Mitarbeitender kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Herausforderungen sind groß, aber es gibt auch viel Potenzial: Wer es schafft, klare, faire Dienstpläne anzubieten, Wertschätzung zu zeigen und eine offene Kommunikation zu pflegen, wird junge Talente anziehen können. Das ist der Schlüssel, um die Fluktuation in der Branche zu reduzieren.
Das Hotelmanagement muss sich also auf einen kulturellen Wandel einstellen, der auch den Gästen zugutekommt. Digitalisierung, Feedback-Kultur und das Eingehen auf die Bedürfnisse der jüngeren Generationen sind keine Zukunftsmusik mehr – sie sind jetzt gefragt. Wer die Zeichen der Zeit ignoriert, könnte schnell ins Hintertreffen geraten. Wenn Sie mehr Informationen zu diesen Themen suchen, zögern Sie nicht, Karolin Mättig unter presse@ism.de zu kontaktieren.
