In der Hansestadt Hamburg ist der Tourismus im ersten Halbjahr 2024 leicht gewachsen! Ja, das klingt schon mal erfreulich. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 0,5 Prozent auf insgesamt 7,76 Millionen. Michael Otremba, der Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, hat uns dazu spannende Einblicke gegeben. Ein kleiner Lichtblick in einer Zeit, in der die Weltwirtschaft wackelt und einige Herausforderungen auf dem Tisch liegen. Besonders stark zeigt sich das Wachstum im deutschen Markt, wo die Übernachtungen von Inlandsgästen um 1,5 Prozent auf 6,23 Millionen zulegten. Das sind doch mal positive Nachrichten!

Leider gibt es auch Schattenseiten. Die Übernachtungen aus dem Ausland sanken um 3,5 Prozent auf 1,53 Millionen. Otremba führt diesen Rückgang unter anderem auf die besorgniserregenden Entwicklungen in der Ukraine und am Persischen Golf zurück. Die Gäste geben weniger Geld aus und buchen häufig in niedrigeren Hotelkategorien. Es ist schon komisch, wie sich die geopolitische Lage direkt auf die Reiselaune auswirken kann.

Skandinavische Besucher und der deutsche Markt

Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard sieht hingegen großes Potenzial im skandinavischen Markt. Dänemark ist der wichtigste Quellmarkt im Städtetourismus, und im ersten Halbjahr 2024 buchten die Dänen knapp 145.000 Übernachtungen in Hamburg. Auch Schweden hat mit etwa 51.000 Übernachtungen ordentlich zugelegt. Österreicher und Schweizer folgen dicht dahinter mit 133.000 bzw. 132.000 Übernachtungen. Britische Gäste sind mit 115.000 Übernachtungen ebenfalls nicht zu vernachlässigen. So viel internationale Bewegung in der Stadt – das hat schon was!

Aber nicht alles ist rosig. Die Zahl der Tagestouristen ist gesunken, und die touristischen Gesamtausgaben betrugen im Jahr 2024 10,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2019 waren es noch 9,6 Milliarden Euro. Inflationsbereinigt haben sich die Ausgaben sogar verringert. Die steigenden Preise für Benzin, Parken und Restaurantbesuche sind nicht ohne Einfluss auf die Entscheidung für Tagesausflüge, das merkt man schon. Mit einem Rückgang von 9,5 Prozent bei den Tagesreisen ist das kein schönes Bild.

Positive Entwicklungen und Herausforderungen

Auf der anderen Seite gibt es auch positive Nachrichten. Die Hamburger Beherbergungsbetriebe meldeten für September 2025 einen Anstieg der Gästezahlen um 6,7 Prozent auf 687.268. Die Übernachtungen stiegen sogar um 4,8 Prozent auf 1.433.819. Der deutsche Markt zeigt sich hier besonders stark mit 1.086.312 Nächten, ein Anstieg um 7,8 Prozent. Doch auch hier gibt es einen leichten Rückgang bei den internationalen Gästen, die um 3,7 Prozent auf 347.507 Nächte sanken. Ein ständiges Auf und Ab!

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Die durchschnittliche Auslastung der 419 geöffneten Beherbergungsstätten liegt bei 58,6 Prozent. Das klingt jetzt vielleicht nicht nach einem Traumwert, aber immerhin haben die Gäste eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2,1 Tagen – das ist doch ein guter Grund zum Feiern, oder? Das zeigt, dass Hamburg immer noch ein beliebtes Ziel ist, auch wenn die Zahlen Schwankungen unterliegen.

Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass die Tourismusbranche in Hamburg 2024 knapp 85.000 Erwerbstätige beschäftigt hat. Im Vergleich zu 2019 ist dies ein Rückgang von rund 9,5 Prozent. Die hohe Attraktivität Hamburgs ist unbestritten, mit Attraktionen wie dem Miniatur-Wunderland und den berühmten Musical-Theatern. Die Elbphilharmonie feiert 2027 ihr zehnjähriges Bestehen – ein Grund mehr, die Stadt zu besuchen! Übrigens, ab Oktober 2024 wird für die Aussichtsplattform Plaza ein Eintritt erhoben, aber Otremba sieht darin keinen negativen Effekt. Mal sehen, wie die Besucher darauf reagieren.

Die Daten, die wir hier zusammengetragen haben, bieten einen spannenden Einblick in die aktuelle Lage des Hamburger Tourismus. Sie unterstützen nicht nur wirtschafts- und strukturpolitische Entscheidungen, sondern zeigen auch, wie wichtig der Dienstleistungsbereich für die gesamte Stadt ist. Die Erhebungen zur touristischen Nachfrage bilden das Reiseverhalten der deutschen Bevölkerung ab und sind ein wichtiger Indikator für die Zukunft des Tourismus in Hamburg.