Heute ist der 9.09.2026 und wir werfen einen Blick auf den aktuellen Hotelinvestmentmarkt in Europa und speziell in der DACH-Region. Man muss sagen, die Zahlen für das erste Halbjahr 2026 sind schon ein bisschen ernüchternd. Der europäische Hotel-Transaktionsmarkt hat ein Investmentvolumen von 9,4 Milliarden Euro erreicht, was einem Rückgang von 10 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Aber, und das ist die gute Nachricht, das bleibt immerhin 11 % über dem Zehnjahresdurchschnitt. Ein kleiner Lichtblick in trüben Zeiten.

Schaut man sich die DACH-Region genauer an, sieht die Situation etwas gespalten aus. Deutschland – ach, Deutschland! – hat einen Rückgang von 62 % zu verzeichnen. Das ist echt heftig und lässt einen schon schockiert zurück. Österreich hingegen hat sich positiv entwickelt, mit einem Volumen, das sich mehr als verdoppelt hat. Und auch die Schweiz hat mit der bedeutenden Einzeltransaktion, dem Verkauf des Zürich Marriott Hotels, für Furore gesorgt. Das zeigt, dass nicht alles verloren ist und es dort draußen noch spannende Bewegungen gibt.

Transaktionszahlen und Trends

Insgesamt wechselten in Europa Hotels im Wert von 9,4 Milliarden Euro den Eigentümer – ein beachtlicher Betrag, aber die Zahl der Transaktionen ist um 5 % auf 183 gesunken. Ein bisschen wie ein Wasserglas, das leere Portionen hat – mehr Geld, aber weniger Gelegenheiten. Und die Zahlen sprechen für sich: Der Rückgang bei den gehandelten Hotels und Zimmern liegt bei 19 % bzw. 23 %. Interessant ist auch, dass die durchschnittlichen Transaktionswerte gestiegen sind. Der Preis pro Hotel liegt nun bei 36,7 Millionen Euro, was 12 % mehr als im Vorjahr bedeutet. Der Preis pro Zimmer hat sogar ein Zehnjahreshoch erreicht – 268.000 Euro, ein Anstieg von 18 %.

Ein weiteres bemerkenswertes Detail ist der Anstieg der Einzeltransaktionen, die nun 74 % des Volumens ausmachen. Im Gegensatz dazu ist das Volumen der Portfoliotransaktionen um 27 % gesunken. Die durchschnittliche Größe der Portfolios hat sich ebenfalls verringert: 4,1 Hotels mit 523 Zimmern im Vergleich zu 6,1 Hotels und 807 Zimmern im Vorjahr. Das zeigt, dass Investoren zunehmend auf Einzelobjekte setzen und weniger in größere Portfolios investieren.

Deutschland im Fokus

Wenn wir auf Deutschland schauen, müssen wir feststellen, dass der Markt mit einem Minus von 62 % einer der schwächsten in Europa ist. Auch die Zahlen aus 2025, die wir nicht außer Acht lassen sollten, zeigen, dass der deutsche Hotelinvestmentmarkt mit einem Gesamtvolumen von 1,84 Milliarden Euro abgeschlossen hat. Das klingt erst einmal gar nicht so schlecht, vor allem, wenn man bedenkt, dass das Volumen um 40 % höher war als im Vorjahr. Im vierten Quartal 2025 wurden 405 Millionen Euro bei 23 Transaktionen erzielt – das war das zweitstärkste Quartal des Jahres.

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Besonders hervorzuheben sind die Einzeltransaktionen, die 1,36 Milliarden Euro ausmachten – das sind 74 % des Gesamtvolumens. Hier war die Schöller Group mit dem Erwerb des Motel One Upper West Berlin für 450 Millionen Euro besonders aktiv. Auch das Mandarin Oriental München wechselte für rund 150 Millionen Euro den Besitzer. Die Ausländer haben sich ebenfalls nicht lumpen lassen – über die Hälfte des Transaktionsvolumens kam von ausländischen Käufern. Ein Trend, der sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen könnte.

Ausblick auf die Zukunft

Ein Blick in die Glaskugel zeigt, dass die Prognosen für das zweite Halbjahr 2026 optimistisch sind, trotz der makroökonomischen Risiken, die uns umgeben. HVS erwartet eine Eurozonen-Inflation von rund 3 % und mögliche steigende Zinsen. Dennoch bleibt Europa ein strategischer Investmentmarkt für zahlreiche Investoren, insbesondere in Südeuropa, während die Unsicherheiten in Deutschland den Markt weiterhin belasten könnten. Die Liquidität in Deutschland, die positive Dynamik in Österreich und die Einzeldeals in der Schweiz könnten entscheidende Faktoren sein, um den Markt vielleicht doch noch zu beleben.

So wird es spannend, wie sich die Situation entwickeln wird. Die Investoren sind auf der Suche nach den nächsten großen Deals, und vielleicht gibt es ja bald wieder ein paar Überraschungen. Bis dahin bleibt uns nur, die Entwicklungen im Auge zu behalten und auf das Beste zu hoffen. Schließlich ist der Hotelmarkt ein lebendiger Organismus, der immer wieder die Fähigkeit zeigt, sich anzupassen und neu zu erfinden!