Kulinarisches Erbe und Zukunftsvisionen: Euro-Toques feiert 40 Jahre Verantwortung und Genuss
Am 22. September 2026 wurde im malerischen Heidelberger Schloss ein ganz besonderes Fest gefeiert: Euro-Toques Deutschland blickte auf stolze 40 Jahre zurück. Eine Jubiläumsgala, die nicht nur den kulinarischen Schatz der deutschen Gastronomie würdigte, sondern auch den Blick in die Zukunft öffnete. Präsident Thilo Hanke stellte klar: die Verantwortung, die wir als Köche gegenüber unseren Gästen, Mitarbeitern und Produzenten tragen, ist enorm. Hier geht es nicht nur um Genuss, sondern um Werte, die wir mit jedem Gericht vermitteln.
Die Gala bot ein siebengängiges Menü der Extraklasse, zubereitet von namhaften Köchen aus Deutschland und Europa. Von der Gelbflossen-Makrele, die von Roland Steinmeier und Christian Frank kunstvoll angerichtet wurde, über die exquisite Flusskrebs-Suppe von Marc Arend aus Luxemburg bis hin zur Barbarie-Entenbrust von Martin Scharff – jeder Gang war ein Fest für die Sinne. Der Abend wurde musikalisch von der Freddy Wonder Combo begleitet, während TV-Koch Mirko Reeh und Radiofrau Alexandra Philipps charmant durch das Programm führten. Ein historischer Abriss über die Kochkunst von Professor Dr. Josef Mazerath von der TU Dresden rundete das Event ab.
Ein Herz für die Zukunft
Ein weiterer schöner Aspekt der Veranstaltung war die Schirmherrschaft von Professor Dr. Dr. Markus Schick, Staatssekretär im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Der Erlös der Gala kam der Kinderkrebsforschung zugute – eine wichtige Sache, die zeigt, wie eng die Gastronomie mit sozialen Belangen verwoben ist. Es ist einfach inspirierend zu sehen, dass inmitten all des kulinarischen Hochgenusses auch an die kleinen Helden gedacht wird.
Besonders bemerkenswert waren die Auszeichnungen, die im Rahmen der Gala verliehen wurden. Sarah Wiener wurde für ihre Verdienste in der „Kulinarischen Nachwuchsförderung“ geehrt, Ralf Frenzel erhielt die Auszeichnung für „Flüssiger Gaumen“, während Christine Lautenschläger und Heiko Antoniewicz für ihren Einsatz in den Bereichen „Regionale Gastronomie & Nachhaltigkeit“ und „Innovative Kochkunst & Culinary Art“ gewürdigt wurden. Diese Ehrungen stehen nicht nur für persönliche Erfolge, sondern auch für eine gemeinsame Vision: die Gastronomie weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu gestalten.
Ein Blick in die Geschichte
Euro-Toques wurde 1986 von Baron Pierre Romeyer und einer illustrierten Gruppe von Köchen in Brüssel gegründet, unterstützt von Jacques Delors, dem damaligen Präsidenten der Europäischen Kommission. Mit Gründungsmitgliedern wie Paul Bocuse, Eckart Witzigmann und Heinz Winkler – Namen, die in der Gastronomie wie Legenden klingen – hat Euro-Toques stets frische, saisonale Produkte, traditionelle Kochkunst sowie die regionale Lebensmittelkultur in den Mittelpunkt gerückt.
Wie Eckart Witzigmann in einem Vorwort betont, ist es entscheidend, dass Köche ein Beispiel für nachhaltige Praktiken geben. Euro-Toques gilt als Leuchtturm in der Gesellschaft, der nicht nur die Tradition bewahrt, sondern auch junge Talente für handwerkliche Qualität begeistert. Die geplanten Initiativen, wie die Euro-Toques Challenge und Kooperationen mit Berufsschulen, sollen den Wissensaustausch fördern und die nächste Generation von Köchen unterstützen.
Tradition trifft auf Innovation
Die Gastronomische Akademie Deutschlands (GAD), die 1959 gegründet wurde, verfolgt ähnliche Ziele: die Förderung von Kochkunst, Tafelkultur und Gastlichkeit. Im Geiste von Carl-Friedrich von Rumohr, einem Pionier der deutschen Gastronomie, verbindet die Akademie klassische Tradition mit modernen Themen. Ihre Mitglieder, darunter Fachleute aus Gastronomie, Hotellerie und Wissenschaft, engagieren sich ehrenamtlich, um gutes, gesundes Essen und zeitgerechte Gastlichkeit zu fördern.
Es ist ein spannendes Zusammenspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, das uns auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und genussvolleren Gastronomie begleitet. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie Euro-Toques und ähnliche Initiativen weiterhin die kulinarische Landschaft prägen und junge Köche inspirieren werden. Auf die nächsten 40 Jahre!
