Provisionswelle: TUI Cruises setzt neue Maßstäbe für Reisebüros
Die Reisebranche ist in Bewegung – und das nicht nur im übertragenen Sinne. TUI Cruises hat kürzlich die neuen Vertriebskonditionen für die Marken Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises veröffentlicht. Was bedeutet das konkret? Zum ersten Mal wurden die Provisionsmodelle für zwei Jahre festgelegt: 2027 und 2028. Ein Schritt, der nicht nur Planungssicherheit für die Vertriebspartner schaffen soll, sondern auch die Neukundengewinnung in den Fokus rückt. So bleibt die Grundstruktur des leistungsbezogenen Provisionsmodells bestehen, während Umsatz, Verkauf des Pro-Tarifs und die Gewinnung neuer Gäste in die Konditionen einfließen.
Ein Highlight, das viele Agenturen aufhorchen lässt, ist die Einführung einer neuen Provisionsstufe für umsatzstarke Vertriebspartner. Ab 1 Million Euro Umsatz können diese von einer höheren Vergütung profitieren. Die Einstiegsstufe für neue Partner bleibt hingegen bei 50.000 Euro. Clas Eckholt, Vice President Commercial bei TUI Cruises, betont die Zufriedenheit mit der Auslastung und der Buchungslage. Das freut besonders die Reisebüros, die von einer höheren Provision von bis zu 14 % abhängig vom Umsatz profitieren können. Neukunden können sich zusätzlich über eine Vergütung von 4 % freuen, wenn sie über die Agenturen buchen.
Neues aus der Provisionswelt
Die Provisionsmodelle für das Jahr 2026, die TUI Cruises am Donnerstag an die Agenturen verschickte, sind ein weiteres Indiz für die positive Entwicklung in der Branche. Die Umsatzanforderungen steigen, was vor allem durch das Kapazitätswachstum der Mein-Schiff-Flotte bedingt ist. Mit drei Neubauten innerhalb von drei Jahren – Mein Schiff 7 (2024), Mein Schiff Relax (2025) und Mein Schiff Flow (2026) – wird ein klarer Fokus auf Expansion gelegt. Die Nachfrage für Kreuzfahrten ist offenbar so stark, dass die Buchungslage über Vorkrisenniveau liegt. Das lässt nicht nur die Kassen klingeln, sondern schafft auch Anreize für Reisebüros, die Umsatzstufen zu übertreffen.
Die neuen Provisionsmodelle gelten ab 1. September 2025 für Abreisen im Jahr 2026. Dabei bleibt die Grundstruktur erhalten, die Umsatzstufen werden allerdings erhöht. Ein Beispiel gefällig? Ab einem Umsatz von 115.000 Euro gibt es eine Provision von 10,4 % – das sind 1,4 % mehr als zuvor. Das ist doch mal eine Ansage! Auch der Neukundenbonus wurde etwas modifiziert. Bei Gruppen mit hohem Neukundenanteil bleibt er bei 2 %, während er für individuelle Buchungen auf 1 % sinkt. Hapag-Lloyd Cruises hingegen behält sein Provisionsmodell für den Schweizer Markt unverändert bei und zahlt weiterhin 4 % für Neukunden.
Marktentwicklung und Anpassungen
Eine ständige Überprüfung und Anpassung der Provisionsmodelle ist laut TUI Cruises sinnvoll, um schnell auf Marktentwicklungen reagieren zu können. Der Markt ist dynamisch, und die Reisebüros sind gefordert, sich anzupassen. Acht von zehn Agenturen berichten von einer Verbesserung durch das neue Provisionsmodell – das spricht Bände! Die Provisionsstruktur im Pro-Tarif wird ebenso optimiert: Ab der ersten Buchung gibt es 10 %, ab 50.000 Euro Umsatz 10,2 %, und so weiter, bis zu 12,3 % ab 800.000 Euro. Das ist eine Entwicklung, die die Branche im Auge behalten sollte.
Das Geschäftsjahr 2026 verspricht spannend zu werden. Die Reisebüros sind gefordert, ihre Umsätze zu steigern und von den neuen Konditionen zu profitieren. Mit einer Vielzahl an neuen Angeboten und attraktiven Provisionsmodellen wird es spannend zu sehen, wie sich die Agenturen und die Marken weiterentwickeln. Das Wasser ist in Bewegung – und die Schiffe setzen die Segel.
