American Express übernimmt Restaurantreservierungsplattform TheFork für 700 Millionen US-Dollar
Heute ist der 6.11.2026, und es gibt Neuigkeiten, die die Gastronomie-Welt aufhorchen lassen! American Express hat die Übernahme der Restaurantreservierungsplattform TheFork von Tripadvisor erfolgreich abgeschlossen. Für schlappe 700 Millionen US-Dollar in bar wechselt TheFork den Besitzer. Es ist ein Schritt, der nicht nur die Geschicke von TheFork selbst, sondern auch die gesamte Landschaft der Restaurantbuchungen in Europa beeinflussen könnte.
TheFork bleibt unter seiner bekannten Marke bestehen und wird seine Geschäfte in Europa fortführen, ganz so, wie die Gäste es gewohnt sind. Die mehr als 55.000 Partnerrestaurants, die über diese Plattform vermittelt werden, bleiben weiterhin Teil des Netzwerks. Es ist, als würde man die alte, vertraute Melodie hören, während sich der Hintergrund langsam verändert. Tripadvisor, das TheFork 2014 übernommen hatte, hat nun nach über einem Jahrzehnt der Begleitung der internationalen Expansion und des Wachstums der Plattform das Ruder aus der Hand gegeben.
Ein neuer Wind bläst
Der CEO von TheFork, Almir Ambeskovic, sieht in diesem Zusammenschluss neue Möglichkeiten. Man will die Gastronomiekenntnisse und die Technologiekompetenz von TheFork mit der internationalen Reichweite und den Aktivitäten von American Express verbinden. Ein ambitioniertes Vorhaben, das sicherlich auch die Sichtbarkeit und Buchungszahlen der Restaurants erhöhen soll. TheFork hat sich in den letzten Jahren durch die Integration von Bookatable und anderen regionalen Reservierungsdiensten stark entwickelt und ist mittlerweile in elf europäischen Ländern aktiv.
Mit dieser Übernahme wird American Express nicht nur sein Dining- und Hospitality-Geschäft ausbauen, sondern auch seine globale Reservierungsinfrastruktur stärken. Schaut man sich die Zahlen an, wird klar, warum sich diese Übernahme für American Express lohnt. TheFork erzielte in den letzten zwölf Monaten bis Ende März 2026 einen Umsatz von 232 Millionen US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 28 Millionen US-Dollar. Eine solide Grundlage, auf der sich aufbauen lässt!
Die Zukunft von TheFork
Was bedeutet das für die Restaurants? TheFork bietet mit „TheFork Manager“ eine Software zur Verwaltung von Reservierungen und Auslastung, die für viele Gastronomiebetriebe von unschätzbarem Wert ist. Mit über 25 Millionen verifizierten Bewertungen ist die Plattform ein wichtiger Partner für die Restaurants, auch wenn sie für jeden über den Marktplatz vermittelten Gast etwa 2,60 Euro berechnen. Das klingt vielleicht nach viel, aber in der schnelllebigen Gastronomie ist Sichtbarkeit alles.
Die Übernahme wirft allerdings auch einige Fragen auf. Wie werden die Daten der Gäste künftig verwaltet? Wo werden sie gespeichert? Und wie steht es um den Datenschutz, insbesondere in Zeiten der DSGVO? American Express gilt als seriöses Unternehmen, aber die Kontrolle über die Gästedaten wandert natürlich mit der Übernahme. Restaurants müssen nun abwägen, ob sie ein Marktplatzsystem mit plattformgebundener Gästebeziehung oder ein eigenes Buchungswerkzeug nutzen möchten. Eine Entscheidung, die nicht leicht zu treffen ist.
Insgesamt zeigt sich, dass die Gastronomie in einem ständigen Wandel ist. American Express hat nicht nur eine Plattform übernommen, sondern sich auch in eine Schlüsselposition für die Zukunft der Restaurantreservierungen manövriert. Die Vorfreude auf das, was kommt, ist groß – und auch ein bisschen mulmig. Wie wird sich das Zusammenspiel der großen Player entwickeln? Das bleibt abzuwarten.
