Anstieg ausländischer Auszubildender in Bayern: Chancen und Herausforderungen für die Fachkräftesicherung
Heute ist der 6.11.2026 und in der Welt der Ausbildung in Bayern tut sich einiges. Die Suche nach Auszubildenden wird immer dringlicher, vor allem wegen des demografischen Wandels, der die Zahl deutscher Bewerber kontinuierlich sinken lässt. Die Situation ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine große Chance, denn immer mehr junge Menschen aus dem Ausland finden ihren Weg in die duale Ausbildung. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hatten im Jahr 2025 bereits 15,8 % der Auszubildenden in bayerischen IHK-Betrieben keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das zeigt, wie wichtig diese internationalen Talente für die Fachkräftesicherung sind. Es ist ein bisschen wie ein Wettlauf gegen die Zeit – je mehr wir diese jungen Menschen unterstützen, desto besser können wir die Lücken füllen, die uns der demografische Wandel hinterlässt.
Ein Blick auf die Zahlen aus dem Bayerischen Landesamt für Statistik offenbart, dass 2025 insgesamt 215.416 Personen eine duale Ausbildung in Bayern begonnen haben. Fast jeder fünfte Auszubildende hatte ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das sind beachtliche 19,8 % bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen! Im Vergleich zu 2015, als wir noch 240.052 Auszubildende hatten, ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung, auch wenn die Zahl insgesamt leicht gesunken ist. Die häufigsten Ausbildungsberufe sind nach wie vor sehr gefragt. Bei den Männern führt der Kraftfahrzeugmechatroniker mit 12.678 Auszubildenden, während bei den Frauen die medizinischen Fachangestellten mit 8.395 die Nase vorn haben. Es scheint fast so, als ob die Gesundheitsberufe im Aufschwung sind.
Die Rolle ausländischer Auszubildender
Der Anteil ausländischer Auszubildender ist in Bayern besonders hoch im Gesundheits- und Pflegebereich sowie im Gastgewerbe. Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat sogar ein Projekt ins Leben gerufen, um Auszubildende aus Tadschikistan in Bayern zu vermitteln und zu betreuen. Eine tolle Initiative, die zeigt, wie ernst die Lage ist und wie wichtig die Integration neuer Talente für unsere Wirtschaft ist. Die Grünen-Wirtschaftssprecherin Barbara Fuchs hat allerdings angemerkt, dass es noch Verbesserungsbedarf gibt. Berufsschulen sollten besser ausgestattet werden, damit ausländische Auszubildende beim Lernen und bei Prüfungen die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Und auch die Wohnungssuche sollte nicht unterschätzt werden – insbesondere in ländlichen Gebieten!
Interessanterweise führt der Weg zu einer gelungenen Integration über viele Aspekte. Sprachförderung, klare Aufenthalts- und Verwaltungsverfahren sowie die gezielte Unterstützung bei der Lehrstellensuche sind nur einige der Empfehlungen, die das IW ausgesprochen hat. Schließlich ist es nicht nur wichtig, dass die Auszubildenden einen Vertrag unterschreiben, sondern auch, dass sie bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss begleitet werden. Ein gut geöltes System ist das, was wir brauchen, um die Talente von morgen in Bayern zu halten.
Ein Blick in die Zukunft
Die Herausforderungen sind groß, aber auch die Möglichkeiten! Der AfD-Wirtschaftspolitiker Johannes Meier hat die Ausbildungsbereitschaft ausländischer Jugendlicher als entscheidend für die Fachkräftesicherung bezeichnet. Er sieht eine Konzentration auf Bewerber aus der EU und Asien als sinnvoll an, während der CSU-Sozialpolitiker Thomas Huber den hohen Anteil ausländischer Auszubildender als Zeichen einer gelungenen Integration wertet. Letztendlich sind es die unterschiedlichen Perspektiven, die unsere Diskussion bereichern und uns helfen, einen Weg in die Zukunft zu finden.
Es ist klar, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Aber wenn wir weiterhin die richtigen Maßnahmen ergreifen und die Potenziale junger Menschen mit Migrationshintergrund besser nutzen, kann Bayern auch in Zukunft ein Land der Möglichkeiten für alle bleiben. Und seien wir ehrlich, die frische Perspektive, die ausländische Auszubildende mitbringen, kann uns allen nur zugutekommen. Es ist eine spannende Zeit, in der wir leben!
