Heute ist der 30.06.2026 und es ist ein ganz besonderer Tag für die 15 Absolventen der dualen deutschen Berufsausbildung im Gastgewerbe! In der stilvollen „Casa Roja“ in El Sauzal fand die Abschlussfeier des VII. Jahrgangs (2024–2026) statt. Das Event war nicht nur ein feierlicher Abschluss, sondern auch ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung der dualen Ausbildung in der Tourismusbranche auf Teneriffa. Man spürte die Aufregung in der Luft, während die frisch gebackenen Fachkräfte ihre Zeugnisse entgegennahmen.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Deutschen Handelskammer für Spanien (AHK) und FEDA Madrid, in enger Zusammenarbeit mit dem Cabildo von Teneriffa. Unter den Anwesenden waren wichtige Persönlichkeiten wie Lope Afonso, Vizepräsident des Inselrats von Teneriffa, und Efraín Medina, Minister für Arbeit, Bildung und Jugend. Ihre Reden waren voller Enthusiasmus und betonten die zentrale Rolle, die die Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft spielt. Efraín Medina hob hervor, wie die duale Ausbildung das Leben junger Menschen positiv beeinflusst und sie auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet.

Ein Schritt in die Zukunft

Die Ausbildungszeit war geprägt von spannenden und bereichernden Erfahrungen. Fünf der Auszubildenden durften am Erasmus+-Programm in Hamburg teilnehmen, was ihnen nicht nur neue Perspektiven eröffnete, sondern auch den interkulturellen Austausch förderte. Auch der Besuch der Messe „Gastrocanarias 2025“ und die Exkursion zur Weinkellerei „Linaje del Pago“ waren Highlights, die das Lernen lebendig machten. Zudem haben zwei Schüler am internationalen Projekt „FEDA for Kenya“ in Nairobi teilgenommen – ein Abenteuer, das sicherlich unvergessliche Eindrücke hinterlassen hat.

Das Programm hat sich als strategische Allianz zwischen der Tourismusbranche und der beruflichen Bildung etabliert. Acht Hotelunternehmen, darunter namhafte Adressen wie Ritz Carlton, Hotel Tigaiga und Iberostar, haben tatkräftig mitgewirkt, um den Schülern eine praxisnahe Ausbildung zu bieten. Die angehenden Fachkräfte durchliefen verschiedene Bereiche wie Küche, Restaurant, Kundenservice und Marketing. Unterricht fand sowohl in Deutsch als auch in Englisch statt – eine ideale Vorbereitung für die internationale Ausrichtung des Gastgewerbes.

Wachstum und Chancen

Mit 23 neuen Kandidaten, die im September 2026 beginnen, zeigt das Programm, dass das Interesse an einer fundierten Ausbildung im Gastgewerbe ungebrochen ist. Außerdem haben bereits sieben Teilnehmer an einem geförderten Deutsch-Intensivkurs teilgenommen. Diese Schritte stärken nicht nur die Verbindung zwischen Tourismusbranche und Bildungswesen, sondern eröffnen auch spezialisierte internationale Karrieremöglichkeiten. Lope Afonso betonte, wie wichtig es ist, hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden, um den Bedürfnissen der Branche gerecht zu werden.

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In einem internationalen Kontext betrachtet, wird die duale Berufsausbildung in Deutschland als vorbildlich angesehen. Der OECD Bildungsbericht 2020 hebt die positiven Effekte der praktischen Elemente hervor, die gute Arbeitsmarktergebnisse fördern. In vielen Ländern dominiert hingegen eine rein schulische Ausbildung oder „Training on the Job“. Die Herausforderungen sind also vielfältig, aber die duale Ausbildung bietet Perspektiven, insbesondere für junge Menschen mit mittleren und niedrigen Schulabschlüssen.

So zeigt sich, dass die duale Ausbildung nicht nur ein Weg zu einem Abschluss ist, sondern auch Brücken schlägt – zwischen Bildung und Beruf, zwischen Theorie und Praxis. Es bleibt spannend, wie sich die Ausbildung in den kommenden Jahren entwickeln wird. Eines ist sicher: Die Absolventen von heute sind die Fachkräfte von morgen, die mit frischem Wissen und Enthusiasmus die Zukunft des Gastgewerbes gestalten werden.