Heute ist der 22.08.2026, und die Situation in der deutschen Wirtschaft, insbesondere im Gastgewerbe, hat eine besorgniserregende Wendung genommen. Im Jahr 2025 gaben 187.744 Unternehmen in Deutschland auf. Das ist ein Höchststand seit zwei Jahrzehnten! Im Vergleich zum Vorjahr sind das fast 10 Prozent mehr, ein Trend, der sich nicht schönreden lässt. Wenn man zurückblickt, war es zuletzt 2007 so schlimm, als fast 208.000 Schließungen verzeichnet wurden. Was ist da bloß los?

Besonders betroffen sind dabei das Gastgewerbe und das Gesundheitswesen. Im Gastgewerbe schlossen 15.000 Betriebe ihre Türen – ein Anstieg von 15 Prozent! Was das für die Branche bedeutet? Nun, die Straßen sind leerer, und das Angebot wird knapper. Die gemütlichen kleinen Restaurants, die man so gerne besucht hat, verschwinden von der Bildfläche. Im Gesundheitswesen sieht es nicht viel besser aus: knapp 11.000 Betriebe gaben auf. Das sind doppelt so viele wie 2008! Und man muss sich fragen, warum das so ist.

Die Nachfolgekrise

Ein großer Teil dieser Schließungen geschieht still und leise, oft aus Altersgründen oder weil einfach kein Nachfolger gefunden wird. Fast ein Drittel aller freiwilligen Schließungen geschieht genau aus diesem Grund. Sandra Gottschalk, eine Forscherin vom ZEW, hat die Nachfolgekrise als strukturelles Problem bezeichnet. Und das ist nicht nur eine akademische Floskel – es betrifft viele Unternehmer, die sich in den Ruhestand zurückziehen wollen, aber nicht können, weil ihre Nachfolger fehlen. Das ist frustrierend, oder? Gerade jetzt, wo die Branche frisches Blut braucht.

Leider ist die „Krisenzange“, von der Experten sprechen, auch nicht zu unterschätzen. Geopolitische Verwerfungen und hohe Energiepreise setzen vielen Unternehmen zu. Selbst wirtschaftlich gesunde Firmen ziehen die Reißleine, weil sie unter dem Druck von Fachkräftemangel und exorbitanten Energiekosten leiden. Und das Beste daran? Nur 13 Prozent der Schließungen sind tatsächlich auf Insolvenzverfahren zurückzuführen. Der Rest passiert einfach so, ohne großes Aufsehen.

Ein stiller Abschied

Das macht die Situation so dramatisch. Große Unternehmen und Konzerne stehen oft im Rampenlicht, während viele kleine und mittlere Unternehmen still und heimlich verschwinden. Das sind nicht nur Zahlen auf einem Papier, sondern auch Geschichten von Menschen, die ihre Träume und ihr Leben in ihre Betriebe gesteckt haben. Für viele, die ihre Gaststätten oder Bäckereien mit Herzblut führen, ist es eine schmerzhafte Realität, dass sie trotz guter oder mittlerer Bonität schließen müssen. Der Anpassungsdruck auf die deutsche Wirtschaft erhöht sich, und das ist nicht nur ein Schlag ins Wasser.

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Der demografische Wandel spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die Bevölkerung wird älter, und die jungen Leute, die die Betriebe übernehmen könnten, fehlen. Die Unsicherheit in den Rahmenbedingungen ist ein weiterer Faktor, der Unternehmen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen zusetzt. Politische Reaktionen wie Steuererleichterungen scheinen oft zu spät oder nicht ausreichend zu sein. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Schließungen nehmen deutlich zu, und der Markt wird immer unübersichtlicher.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation bald bessert. Denn die Vielfalt der Betriebe, die kleinen und großen, ist das, was unsere Städte lebendig macht. Lassen wir uns überraschen, wie es weitergeht. Der nächste Sommer könnte entscheidend sein!