Heute ist der 21.06.2026, und die Gastronomie in Deutschland kämpft wie ein Boxprofi im letzten Runde. Trotz einer Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent, die eigentlich eine Erleichterung bringen sollte, bleibt die Lage angespannt. Ja, im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD wurde die dauerhafte Senkung beschlossen, aber die Realität sieht anders aus. CSU-Chef Markus Söder meinte, sie solle die Bürger entlasten und die Wirtshäuser sichern – aber wo bleibt die Entlastung? Laut dem Statistischen Bundesamt stagnieren die Umsätze im Gastgewerbe. Im April 2026 gab es einen kleinen Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, aber im Vergleich zum Vorjahr musste die Branche ein reales Minus von 7,1 Prozent hinnehmen. Das ist doch kein Grund zum Feiern!

Eine Umfrage von Kantar zeigt, dass 52 Prozent der Befragten bei Restaurant- und Barbesuchen Abstriche machen. Das ist ein Anstieg um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und während große Ketten wie McDonald’s von den Steuervergünstigungen profitieren – Foodwatch schätzt, dass sie jährlich 140 Millionen Euro sparen –, bleibt für die kleinen Betriebe nicht viel übrig. Monika Schnitzer, eine der Wirtschaftsweisen, fordert die Rücknahme dieser Vergünstigungen. Sie kritisiert, dass die großen Ketten die Hauptprofiteure sind. ZDF berichtete sogar, dass die Restaurantpreise zur Einführung der Mehrwertsteuersenkung gestiegen sind, mit Preisanstiegen bis zu 3,9 Prozent in mehreren Bundesländern. Irgendwie fühlt sich das nicht fair an, oder?

Die Realität im Gastgewerbe

In der Tat klagt die Gastronomie seit Jahren über eine wirtschaftliche Notlage. Ob das die steigenden Kosten für Energie, Lebensmittel und Personal sind oder der kürzlich erhöhte Mindestlohn von 12,82 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde – die Belastungen sind enorm. Gastwirte geben die Steuersenkung nur in geringem Umfang an die Verbraucher weiter, weil sie sich selbst über Wasser halten müssen. Laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Und das, obwohl über 80 Prozent der befragten Unternehmen mit Entlastungen rechneten. Wo ist die Entlastung?

Die Umsätze in der Gastronomie liegen weiterhin unter dem Niveau vor der Coronakrise. Im Februar sanken sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,2 Prozent. Das ist schmerzhaft, besonders wenn man bedenkt, dass die Branche auch mit einem Höchstwert an Insolvenzen im April 2026 zu kämpfen hat. Ein echter Teufelskreis. Marcus Schmalbein, Inhaber des „Wuppertaler Hofs“ in Remscheid, berichtet, dass die gestiegenen Kosten nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Die Gewinnmarge schrumpft, und es wird immer schwieriger, in die Gewinnzone zu kommen. Edmund Joska, Inhaber des Gasthauses „König von Preußen“, sieht den Personalmangel als das größte Problem. An Wochenenden kann er keine Veranstaltungen durchführen, weil kein Personal zur Verfügung steht. Umsatzverluste sind die Folge. Man fragt sich: Wie lange kann das noch gutgehen?

Ein Blick in die Zukunft

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut Dehoga gab es in NRW 2014 noch 43.759 Betriebe; 2023 sind es nur noch 42.293 – ein Rückgang von fast 1.500. Besonders die Schankbetriebe leiden, viele mussten schließen. Und während die großen Ketten weiterhin von den Steuervergünstigungen profitieren, bleibt der kleine Wirt in der Nachbarschaft auf der Strecke. Die Verbraucher scheinen Restaurantbesuche als leicht verzichtbare Ausgaben zu betrachten, und das macht die Sache nicht einfacher. Wie sieht die Zukunft der Gastronomie aus? Das bleibt abzuwarten, aber die Zeichen stehen nicht gut. Ehrlich gesagt, es ist eine schwierige Zeit für viele, die mit Leidenschaft und Hingabe in diesem Sektor arbeiten.

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