Heute, am 20.06.2026, wurde im Gastgewerbe ein innovatives Format für die Ortsversammlungen der HGV-Ortsgruppen ins Leben gerufen. Anstatt in einem stickigen Sitzungssaal zusammenzukommen, schnürten die Gruppen aus Burgstall, Gargazon, Lana, Tscherms und Marling ihre Wanderschuhe und begaben sich auf eine gemeinsame Tour zum malerischen Chalet Zuegg im Gebiet Meran 2000. Ein frischer Wind wehte durch die Diskussionen, die sich während des Gehens ergaben. Schließlich war das Ziel nicht nur die körperliche Betätigung – es ging um Vernetzung und Austausch über Gemeindegrenzen hinweg.

Priska Ganthaler, die Obfrau der HGV-Ortsgruppe Burgstall, unterstrich die Bedeutung des persönlichen Dialogs. Denn mal ehrlich – nichts bringt Menschen mehr zusammen als das gemeinsame Wandern! Auch Franziska Doná, die Obfrau von Lana, stellte ihr Projekt „Der kleine Marktplatz“ vor, das kleinen landwirtschaftlichen Betrieben neue Absatzmöglichkeiten bieten soll. Hier geht’s um mehr als nur Umsatz – es geht um die Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe.

Ein neuer Weg der Zusammenarbeit

Die positive Resonanz auf das neue Versammlungsformat war unüberhörbar. Marlene Waldner, die langjährige HGV-Ortsobfrau von Marling, sprach sich für die Fortführung dieser Wander- und Versammlungsinitiative aus. Bezirksobmann Florian Obkircher hob nochmals hervor, wie wichtig persönliche Kontakte im Gastgewerbe sind. Schließlich sind es die Beziehungen, die das Fundament für zukünftige Kooperationen bilden. Benedikt Werth, Leiter der Verbandsentwicklung im HGV, gab außerdem einen aufschlussreichen Überblick über aktuelle tourismuspolitische Entwicklungen, die das Gastgewerbe betreffen.

Und während die Ortsgruppen im Süden aktiv werden, zeigen auch die HGV-Ortsgruppen von Abtei, Corvara und Wengen, dass Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Sie haben sich entschieden, als gemeinsamer Ausschuss unter dem Namen HGV-Alta Badia zu agieren. Hier steht das Ziel im Vordergrund, Aktivitäten und Veranstaltungen gemeinsam zu planen und Synergien zu nutzen. Markus Valentini, Obmann der HGV-Ortsgruppe Abtei, ließ keinen Zweifel daran, dass es wichtig ist, Verbindungen zwischen verschiedenen Bereichen wie Tourismus, Handel und Landwirtschaft zu schaffen.

Die Herausforderungen des Gastgewerbes

Inmitten dieser positiven Entwicklungen gibt es jedoch auch Herausforderungen, die angepackt werden müssen. Ein zentrales Thema ist die Notwendigkeit von Mitarbeiterunterkünften, um den veränderten Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Hierfür sind klare Regelungen erforderlich, wie HGV-Gebietsobmann Michael Costamoling anmerkte. Auch die Verkehrsanbindung, Parkplatzsituation und die Erreichbarkeit der Täler standen zur Diskussion. Die Stimmen der Politik waren laut – Landesräte und der HGV-Präsident betonten die wesentliche Rolle des Tourismus als Wirtschaftsmotor.

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Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Neuwahl der Ortsobleute und Ausschüsse. In Abtei wurde Markus Valentini bestätigt, während in Corvara Hanspeter Pitscheider neu gewählt wurde. Wengen setzte auf Kontinuität und bestätigte Harald Vallazza.

Doch was bringt uns all das, wenn wir nicht auch die Gastronomie im ländlichen Raum im Blick haben? Heimatminister Ingmar Jung hat hierzu einen Stein ins Rollen gebracht. Ein neues Sonderprogramm des Hessischen Heimatministeriums zielt darauf ab, die Gastronomie in ländlichen Regionen zu unterstützen. Denn es sind die kleinen Gasthäuser, die als soziale Treffpunkte fungieren und die Lebensqualität in der Region fördern. Ab dem 10. Juni 2025 können Gastronomen Förderanträge für Investitionen stellen, und die Fördersumme kann bis zu 200.000 Euro betragen. Ein Schritt, der nicht nur die Gastronomielandschaft stärkt, sondern auch den Zusammenhalt in ländlichen Regionen fördert.

Die Herausforderungen sind groß, die Chancen ebenso. Es bleibt spannend, wie sich die Entwicklungen im Gastgewerbe und in der Zusammenarbeit der Ortsgruppen weiter entfalten werden.