Am 31. Mai 2026 fand die Jahresversammlung der HGV-Ortsgruppe Nals in einem ganz neuen Ambiente statt – im Restaurant und der Winebar Solis. Eine gelungene Wahl, denn die Atmosphäre war entspannt und einladend, perfekt für die rund 100 Teilnehmer aus Gastronomie, Tourismus und Wirtschaft. Hier wurde nicht nur über Herausforderungen, sondern auch über Perspektiven diskutiert. HGV-Ortsobmann Thomas Geiser warf dabei einen Blick zurück auf die vergangenen Aktivitäten, viele davon in enger Kooperation mit dem Tourismusverein. Besonders die erfolgreiche Veranstaltung „Fashion & Wine“ wurde als Vorzeigeprojekt hervorgehoben – eine Initiative, die von der Gemeinde und den ansässigen Vereinen tatkräftig unterstützt wurde.

Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Gastgewerbe, Landwirtschaft und lokalen Vereinen, insbesondere in kleinen Dörfern, kam immer wieder zur Sprache. Geiser betonte, dass nur durch gemeinsames Handeln die Attraktivität der Dörfer gesteigert werden kann. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist die positive Kooperation mit der HGV-Ortsgruppe Terlan/Andrian, die insbesondere bei der kulinarischen Initiative „Terlaner Spargelzeit“ Früchte trägt. Florian Obkircher, der HGV-Bezirksobmann, wies darauf hin, dass eine starke Gastronomie und ein hoher Grad an Gastfreundschaft entscheidend für die Anziehungskraft der Dörfer sind. Ein weiteres Aushängeschild für die Region ist die Kellerei Nals Margreid, die den Bekanntheitsgrad der Ortschaft erheblich steigert.

Die Herausforderungen der Zukunft

Ein weiteres zentrales Thema der Versammlung war die Mobilität. Der Ausbau des zweiten Bahngleises zwischen Bozen und Meran sowie die bessere Vernetzung der Fahrradwege sind nicht nur Zukunftsfragen, sondern auch entscheidende Faktoren für die Gästezufriedenheit. Denn die Art und Weise, wie Reisende sich fortbewegen, hat einen direkten Einfluss auf ihr gesamtes Erlebnis – und damit auch auf die Buchungsentscheidungen. In dieser Hinsicht sind digitale Sichtbarkeit und die Wahrnehmung von Qualitätsinitiativen von großer Bedeutung. Immer mehr Gäste verlassen sich auf Online-Bewertungen, auch wenn sie Qualitätsinitiativen wie die DEHOGA-Sterne als vertrauenswürdiger erachten.

Bezirkskoordinator Michael Huber informierte über aktuelle Dienstleistungen des Verbandes und stellte die neue HGV-Arbeitgebermarke „JOIN“ vor, die auf den Fachkräftemangel reagieren soll. Bettina Schmid hielt einen aufschlussreichen Impulsvortrag über Preisgestaltung im Gastgewerbe und Qualitätsmanagement – Themen, die nach wie vor brennend aktuell sind. Obwohl die Corona-Pandemie das Thema Qualitätsmanagement in den Hintergrund gedrängt hat, bleibt dessen Bedeutung für die Gästezufriedenheit bestehen. Die Zufriedenheit ist schließlich eine Summe aus vielen kleinen Teilzufriedenheiten, die sich aus dem Reiseerlebnis ergeben.

Ein Ausblick auf die Gastronomie

Eine spannende Präsentation kam von Eva Luptakova, die ihr neues Restaurantkonzept vorstellte. Die Versammlung war nicht nur ein Ort des Austauschs, sondern auch ein Schaufenster für neue Ideen und Konzepte. Tourismuspräsident Hannes Hölzl blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück und vermittelte einen positiven Ausblick auf die kommenden Monate. Es ist wichtig, dass alle Akteure im Tourismus – von den Betrieben bis hin zu den Destination Management Organisationen – zusammenarbeiten, um die Qualität im Tourismus zu sichern und zu steigern. Denn letztlich hängt die Zukunft des Tourismus auch von der Fähigkeit ab, die Bedürfnisse der Gäste zu verstehen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

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Die Versammlung endete in geselliger Runde, bei angeregten Gesprächen und einem angenehmen Beisammensein. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viel Engagement und Herzblut in der Gastronomie und im Tourismus steckt. Die Herausforderungen sind groß, aber das Potenzial, das in der Zusammenarbeit aller Akteure liegt, ist noch viel größer. Die HGV-Ortsgruppe Nals hat sich als ein Ort bewährt, an dem Ideen sprießen und die Weichen für eine zukunftsorientierte Entwicklung gestellt werden.