Heute ist der 6.11.2026 und die Stimmung im Brandenburger Gastgewerbe ist, sagen wir mal, durchwachsen. Während die Restaurants einen spürbaren Umsatzrückgang von 10,9 % im August im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen mussten, zeigt sich die Beherbergungsbranche etwas stabiler. Schaut man sich die Zahlen genauer an, wird schnell klar, dass der Druck auf die Gastronomie enorm ist. Im Juli lag der Rückgang noch bei 10,0 %, und dieser Trend scheint sich nicht zum Besseren zu wenden.

Um die Situation noch etwas komplizierter zu machen, stieg die Beschäftigung in den Restaurants um 2,0 %. Ja, genau! Trotz sinkender Umsätze gibt es mehr Jobs – das klingt fast wie ein Widerspruch in sich. Aber die Statistiken aus Brandenburg, die am 5. November von „Niederlausitz Aktuell“ veröffentlicht wurden, zeigen diesen seltsamen Trend eindrucksvoll auf. Die realen Umsätze im gesamten Gastgewerbe gingen um 7,5 % zurück, nominal sogar nur um 1,3 %. Irgendwie merkwürdig, oder?

Die Details der Gastronomie

Wenn wir speziell auf die Gastronomie schauen, wird das Bild noch klarer. Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben und Cafés verzeichneten einen realen Umsatzrückgang von 12,9 %. Caterer und andere Verpflegungsdienstleister hielten sich mit einem Rückgang von 5,8 % etwas besser. Aber auch das sind keine rosigen Aussichten. In den ersten acht Monaten des Jahres haben die realen Restaurantumsätze 7,9 % unter dem Vorjahreszeitraum gelegen. Das lässt einen schon nachdenklich werden.

Erstaunlicherweise hat sich die Situation in Berlin etwas anders präsentiert. Hier lag der reale Umsatz im August bei einem Rückgang von 4,2 %, während der nominale Umsatz sogar um +2,6 % stieg. Die Berliner Gastronomie scheint also besser mit den Preissteigerungen umzugehen, als die Brandenburger. Spannend, oder? Im gesamten Gastgewerbe in Brandenburg sind die Augustzahlen jedenfalls ein deutliches Zeichen für einen schwierigen Sommer – die realen Umsätze sanken stark, während die Beschäftigung zumindest stabil blieb.

Ein Blick auf die Zahlen

Die amtlichen Statistiken sind zwar vorläufig und können sich noch ändern, doch sie geben einen tiefen Einblick in die aktuelle Lage. Im gesamten Jahr 2025 musste das Gastgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 14,8 % im Vergleich zu 2019 hinnehmen – und das ist schon eine Hausnummer. Man muss sich fragen, wie viele Betriebe unter diesen Bedingungen überleben können. Auf der anderen Seite gab es laut der Umsatzsteuerstatistik von 2023 immer noch über 202.110 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen im Gastgewerbe. Das sind immerhin Zahlen, die etwas Hoffnung machen könnten.

Die Gründe für die Herausforderungen sind vielfältig. Preissteigerungen, hohe Arbeitskosten und eine veränderte Nachfrage der Gäste – all das spielt eine Rolle. Verbraucherpreise für Gastronomie-Dienstleistungen sind seit Januar 2026 um 28,2 % gestiegen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Branche. Da wird einem schon schwindelig, wenn man sich überlegt, wie das in der Zukunft weitergehen soll.

Fazit? Eher nicht!

Wie es weitergeht? Ehrlich gesagt, da kann ich nur mutmaßen. Die Situation bleibt angespannt, und die Gastronomie in Brandenburg muss kreativ sein, um den Herausforderungen zu trotzen. Die Zahlen sprechen für sich selbst und es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt entwickeln wird. Trotz aller Schwierigkeiten zeigt die Branche einen bemerkenswerten Kampfgeist. Und vielleicht ist das ja auch die wichtigste Botschaft, die wir aus dieser Situation mitnehmen sollten. Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge in den kommenden Monaten entwickeln. Wer weiß, vielleicht gibt es bald auch wieder bessere Nachrichten aus Brandenburg!