Umsatzrückgang im Gastgewerbe Brandenburg: Gastronomie und Beherbergung stark betroffen
Heute ist der 5.11.2026 und die Lage im Gastgewerbe in Brandenburg ist, um es vorsichtig auszudrücken, alles andere als rosig. Laut aktuellen Zahlen ist der preisbereinigte Umsatz im August 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,5 % gesunken. Auch nominal gab es einen Rückgang von 1,3 %. Das macht Laune, oder? Besonders die Gastronomie hat es hart getroffen – hier verzeichnet man einen realen Umsatzrückgang von 10,9 %. Die Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben und Cafés müssen gar einen Rückgang von 12,9 % hinnehmen. Caterer und andere Verpflegungsdienstleister kommen mit einem Minus von 5,8 % auch nicht besser weg.
Doch während die Gastronomie leidet, sieht es in der Beherbergung nicht viel besser aus. Hier beträgt der reale Umsatzrückgang 2,2 %. Das lässt erahnen, wie viele Menschen in diesem Sommer wahrscheinlich lieber zu Hause geblieben sind, anstatt ein Zimmer zu buchen. Von Januar bis August setzte das gesamte Gastgewerbe real 6,9 % weniger um als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich dazu gab es nominal nur einen Rückgang von 0,3 %. Die Beschäftigung im Gastgewerbe war ebenfalls betroffen – im August gab es 0,8 % weniger Beschäftigte als ein Jahr zuvor. Besonders in der Beherbergung blieben die Lichter aus – hier betrug der Rückgang sogar 7,0 %. Ein kleiner Lichtblick? In der Gastronomie gab es immerhin einen Zuwachs von 2,0 %.
Ein Blick nach Berlin
Schaut man nach Berlin, zeigt sich ein ähnliches Bild. Der reale Umsatz im Berliner Gastgewerbe sank im August um 4,2 %, während der nominale Umsatz um 2,6 % stieg. Also, irgendwie ist das auch ein bisschen paradox. Man fragt sich, wie das zusammenpasst. Die Preissteigerungen überlagerten die rückläufige tatsächliche Nachfrage, und das merkt man – die Leute geben weniger aus, auch wenn sie theoretisch mehr Geld in der Tasche haben. Im Jahr 2025 gab es im Berliner Gastgewerbe im Vergleich zu 2024 einen nominalen Umsatzrückgang von 0,7 % und einen realen Rückgang von 4,1 %. Die Beherbergung war besonders betroffen, wo der Umsatz real um 6,3 % sank.
Interessanterweise entwickelten sich die Umsätze in der Gastronomie unterschiedlich. Es gab einen nominalen Anstieg von 1,0 %, aber real einen Rückgang um 2,8 %. Man kann sagen, dass die Branche sich irgendwie in einem ständigen Auf und Ab befindet, das nicht so recht enden will. Der Druck auf die Beschäftigung ist ebenfalls spürbar: Während die Gesamtbeschäftigung 2025 nahezu stabil blieb (-0,1 %), gab es in der Beherbergung einen Rückgang von 1,7 %, während die Gastronomie ein kleines Plus von 0,3 % verzeichnete.
Einzelhandel trotzt dem Trend
<pIm Kontrast dazu zeigt der Einzelhandel in Brandenburg eine positive Entwicklung. Hier stieg der nominale Umsatz um 3,5 %, während er preisbereinigt nahezu unverändert blieb. Vor allem Geschäfte mit Waren verschiedener Art, darunter Supermärkte und Kaufhäuser, konnten im realen Umsatz um 2,5 % zulegen. Allerdings sieht der Lebensmittel-, Getränke- und Tabakwarenhandel mit einem realen Rückgang von 6,7 % nicht so gut aus. Da könnte man glatt die Frage aufwerfen, ob die Leute lieber die Fertiggerichte von zu Hause genießen oder einfach nicht mehr so viel auswärts essen.
Die Verbraucherpreise in Brandenburg lagen im August 3,1 % über dem Vorjahresmonat. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Kosten für den täglichen Bedarf steigen, während die Umsätze in den Gastronomiebetrieben sinken. Das ist ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist. Und auch im Einzelhandel gab es einen Rückgang der Beschäftigung um 0,6 %. Die Zahlen sind besorgniserregend und werden sicherlich weiterhin die Diskussionen über die Zukunft des Gastgewerbes und des Einzelhandels im Land prägen. Die Angaben, die wir hier besprechen, sind vorläufig und werden vom Statistikamt monatlich überarbeitet. Man darf gespannt sein, ob sich die Lage bald bessert oder ob wir weiterhin mit solchen Rückgängen leben müssen.
