Zukunftsvisionen: Der neue Ausbildungscampus für die Berliner Gastgewerbe-Elite
Heute ist der 5.09.2026 und während man durch die Straßen Berlins schlendert, könnte man fast das Summen der Vorfreude hören. Ein spannendes Projekt steht in den Startlöchern: Ein neuer Aus- und Weiterbildungscampus für das Hotel- und Gaststättengewerbe wird an der Röbelingstraße in Tempelhof-Schöneberg errichtet. Nur zehn Minuten Fußweg vom S-Bahnhof Attilastraße entfernt, wird dieser Campus nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Zuhause für viele Auszubildende. Die Pläne sind vielversprechend und versprechen eine ganz neue Dimension der Ausbildung.
Der Campus wird nicht nur die Oberstufenzentren (OSZ) Gastgewerbe und Hotelfachschule an einen neuen Standort bringen, sondern auch ein echtes Zuhause für 200 bis 300 Auszubildende bieten. Die Idee hinter dem Projekt ist klar: Hier soll ein Ausbildungsort entstehen, der modern, innovativ und vor allem zugänglich ist. Ein Ausbildungshotel mit 160 Zimmern wird Teil des Komplexes sein, der aus insgesamt acht Gebäuden besteht. Autofrei soll er sein – eine grüne Oase mitten in der Stadt. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein!
Ein ganzheitlicher Ansatz für die Branche
Die Vision des Campus umfasst auch eine Kita für 80 Kinder, was den Auszubildenden mit Familien das Leben erleichtert. Und nicht zu vergessen: Platz für Existenzgründer, die hier die Möglichkeit haben, ihre Ideen zu verwirklichen. Das ist eine echte Win-win-Situation! Die geplante Tiefgarage wird zudem dafür sorgen, dass der Campus nicht nur grün, sondern auch praktisch ist.
Die Bauzeit wird auf etwa vier Jahre geschätzt, wobei der Fokus zunächst auf den Auszubildenden-Wohnungen und dem Ausbildungshotel liegen wird. Mit insgesamt 3000 Auszubildenden und Studierenden, die hier lernen und leben werden, und 500 bis 600 Menschen, die im Komplex arbeiten, wird dieses Projekt enormen Einfluss auf die lokale Wirtschaft haben. Immerhin sind aktuell 2600 Berufsschüler im alten OSZ an der Buschallee, und diese Zahl könnte in den kommenden Jahren erheblich steigen.
Ein Vorbild für die Branche
Der Vergleich mit der Hotel- und Gastronomie-Hochschule in Lausanne, Schweiz, zeigt, dass Berlin auf dem richtigen Weg ist. Während die Hoga-Campus gebührenfreie Berufsausbildung bietet, wird auch hier eine ähnliche Vision verfolgt. Die Tourismus-, Hotel- und Gaststättenbranche in Berlin hat im Juni 2026 bereits 146.116 Hotel- und Herbergsbetten mit einer Auslastung von 51,4% vorzuweisen. Und das, obwohl jährlich rund 30 Millionen Übernachtungen in der Stadt gezählt werden! Die Touristen geben dabei jährlich unglaubliche 15 Milliarden Euro aus. Ein wahres Eldorado für die Branche!
Die Gastronomie in Berlin beschäftigt mittlerweile rund 80.000 Menschen, was zeigt, wie wichtig diese Branche für die Stadt ist. Mit fast 225.000 Arbeitsplätzen in Hotels und Kulturstätten wird deutlich, dass die Ausbildung junger Talente unerlässlich ist, um die hohe Qualität in der Branche zu halten. Ende 2022 waren 2787 Personen in Ausbildung, und das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Die Idee, einen ganzheitlichen Ansatz für die Ausbildung im Gastgewerbe zu schaffen, könnte letztendlich nicht nur die Qualität der Ausbildung verbessern, sondern auch die Attraktivität des Berufsfeldes steigern. In einer Welt, in der die Ansprüche an Service und Qualität immer höher werden, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Man darf gespannt sein, wie sich dieser Campus entwickeln wird und welche Talente hier in den kommenden Jahren heranwachsen werden.
