In der schönen Stadt Bern, wo die charmanten Straßen mit Geschichte und Kultur gepflastert sind, dreht sich derzeit alles um die Frage: Wie viel ist zu viel? Manuela Angst, die CEO von Bern Welcome, hat sich dem Thema Tourismus mit einer spannenden Perspektive angenähert. Während anderswo oft die Anzahl der Besucher als Maßstab für den Erfolg gilt, verfolgt Bern einen ganz anderen Ansatz. Hier geht es nicht nur um die bloße Anzahl der Gäste, sondern vor allem um die Bedeutung ihres Aufenthalts für die lokale Wirtschaft. Das ist nicht nur klug, sondern auch notwendig, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhalten und das Stadtbild zu bewahren.

Was bedeutet das konkret? Nun, die Stadt setzt auf Qualität statt Hektik. Geschäftsgäste, die an Kongressen teilnehmen und die lokalen Angebote nutzen, bringen nachhaltigen Nutzen. Gastronomie, Hotellerie, Detailhandel und Kultur profitieren davon. Es geht darum, dass sowohl die Gäste als auch die Einheimischen sich wohlfühlen. Ein harmonisches Miteinander, das Bern zu einem Ort macht, an dem man nicht nur gerne bleibt, sondern auch gerne lebt.

Nachhaltigkeit als Schlüssel

Ein zentrales Thema, das in dieser Diskussion nicht fehlen darf, ist die Nachhaltigkeit. Sie ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein echter Erfolgsfaktor für touristische Destinationen. Durch nachhaltige Praktiken wird die regionale Wertschöpfung gestärkt und natürliche Ressourcen werden geschont. Das verbessert nicht nur die Lebensqualität vor Ort, sondern sorgt auch für eine langfristige Attraktivität der touristischen Angebote. Wer hätte gedacht, dass man beim Genießen der Schönheit Berns gleichzeitig auch einen Beitrag zur Umwelt leisten kann?

Das Ziel ist klar: Die Destinationen müssen ökologische, soziale und wirtschaftliche Anforderungen in Einklang bringen. Und das nicht nur als Lippenbekenntnis, sondern strategisch verbunden und gemeinsam mit Partnern vor Ort. Die Website „Nachhaltiger Tourismus“ bietet dazu Informationen und Hilfestellungen an. Ganz nach dem Motto: Wissen ist Macht – und in diesem Fall auch eine Chance für einen nachhaltigen Tourismus.

Umweltbewusstsein im Tourismus

Das Umweltbundesamt hat sich intensiv mit den Umweltauswirkungen des Tourismus beschäftigt und Maßnahmen zur Reduzierung empfohlen. Der Tourismus ist ein wachsender Bereich – die Übernachtungen haben sich von 351,2 Millionen im Jahr 2006 auf 447,2 Millionen im Jahr 2016 erhöht. Doch mit diesem Wachstum sind auch Herausforderungen verbunden. Flugreisen, die oft eine beliebte Wahl für Touristen sind, tragen erheblich zum CO2-Ausstoß bei und haben eine Klimawirkung, die weit über das hinausgeht, was wir uns oft vorstellen. Man könnte sagen, wir müssen uns fragen: Wie viele Flugreisen sind noch vertretbar?

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Die Anpassung an den Klimawandel ist keine Zukunftsvision, sie ist bereits Realität. Die Tourismuswirtschaft muss sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen. Dabei ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um die negativen Auswirkungen zu minimieren. Ein Handlungsleitfaden bietet hier wertvolle Informationen zu den Anpassungsnotwendigkeiten. Schade nur, dass nicht jeder bereit ist, diese Veränderungen aktiv zu unterstützen.

Die Frage bleibt, wie wir als Gesellschaft den Spagat zwischen einem florierenden Tourismus und der Erhaltung unserer Lebensräume schaffen können. In Bern wird es mit dem Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit bereits vorbildlich angegangen. Bleibt nur zu hoffen, dass viele andere Destinationen diesem Beispiel folgen und die Wichtigkeit der Balance zwischen Gästen und Einheimischen erkennen.