Am 29. September wurde im «Freiruum» in Zug ein bemerkenswerter Stammtisch der Hotel & Gastro Union abgehalten. Das Thema? Berufsbildung – ein Bereich, der heute mehr denn je im Fokus steht. Lernende, Berufsbildnerinnen, Berufsbildner und zahlreiche Berufsleute kamen zusammen, um ihre Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen. Es war wie eine kleine Reise durch die verschiedenen Facetten der Gastronomie, die alle Beteiligten in den Bann zog.

Christoph Wildhaber, der als Referent eingeladen war, beleuchtete die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Berufsbildung. Seine Worte fanden Gehör und regten zu einer lebhaften Diskussion an. Man konnte förmlich spüren, wie der Austausch von Fragen und Erfahrungen die Atmosphäre auflockerte. Es war eine bunte Mischung aus Menschen: vom erfahrenen Berufsbildner bis hin zu Berufseinsteigern, die eine höhere Fachprüfung anstreben. Und die Lernenden – oh, die Lernenden! Sie brachten frischen Wind mit und teilten ihre Sichtweisen, die oft von einer Mischung aus Neugier und Ehrfurcht geprägt waren.

Ein offenes Konzept für kreative Köpfe

Nach dem offiziellen Teil des Abends wurde es gesellig. Ein Apéro bot die Möglichkeit, Gespräche fortzusetzen und neue Kontakte zu knüpfen. Das offene Konzept des Freiruum mit seinen verschiedenen Foodständen sorgte dafür, dass sich alle entspannt und ungezwungen austauschen konnten. Man konnte die Klänge des Geschirrs, das Lachen und die lebhaften Unterhaltungen wahrnehmen – ein schöner Kontrast zu den Herausforderungen, die die Berufsbildung mit sich bringt.

Wenn man über die Gastronomie spricht, kommt man nicht umhin, das gewerblich-industrielle Bildungszentrum Zug (GIBZ) zu erwähnen. Hier wird nicht nur die nächste Generation von Spitzenköchen ausgebildet, sondern auch Erwachsenen die Möglichkeit gegeben, ihren Berufsabschluss nachzuholen. Die Ausbildung Küchenangestellte EBA richtet sich an Erwachsene, oft mit Migrationshintergrund, die in der Gastronomie Fuß fassen möchten. Wildhaber, der dort als Berufsverantwortlicher tätig ist, hebt die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Ausbildungswegen hervor. Es ist eine modulare und verkürzte Ausbildung, die es ermöglicht, innerhalb von 14 Monaten einen eidgenössisch anerkannten Abschluss zu erwerben – besonders wertvoll in Zeiten des Fachkräftemangels.

Talente und Herausforderungen in der Gastronomie

Die Herausforderungen in der Küche sind vielfältig. Kirstyn Huber bringt es auf den Punkt: Der fehlende Kontakt zu Gästen kann manchmal frustrierend sein. Aber die Vorteile überwiegen! Abwechslungsreiche Arbeit, Selbstständigkeit und das kreative Element, neue Gerichte zu erfinden – das macht den Beruf so reizvoll. Eva Lüthi, eine Kollegin von Huber, sieht ebenfalls die Notwendigkeit, Arbeitsbedingungen zu verbessern, damit alle Mitarbeitenden ihre Abende frei wählen können. Es sind diese kleinen, aber wichtigen Details, die den Arbeitsalltag erleichtern und zu einem angenehmen Miteinander führen.

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Die Gastronomie lebt von den Menschen und ihren Geschichten. Marco Mehr, ein ehemaliger Koch-Weltmeister, unterrichtet am GIBZ und gibt sein Wissen an die nächste Generation weiter. Ein weiterer bemerkenswerter Absolvent, Nicolas Imholz, wurde mit einer Goldmedaille an den SwissSkills ausgezeichnet und qualifizierte sich für die WorldSkills. Solche Talente wie Nicolas sind nicht nur Vorbilder, sie zeigen auch, dass Rückschläge Chancen sind – eine Einstellung, die in der Gastronomie oft entscheidend ist.

Der nächste Stammtisch findet am Dienstag, dem 27. Oktober, in der Rathaus Brauerei in Luzern statt. Eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte – für alle, die in der Branche tätig sind oder es werden wollen. Wer weiß, vielleicht entsteht dort der nächste große Austausch?